Anne Kim Sarnau als Putzfrau Hanni mit Waffe
Anne Kim Sarnau als Putzfrau Hanni mit Waffe im Anschlag Bild © Bettina Müller (hr)

Mit "Hit Mom" legt der Hessische Rundfunk für Das Erste eine bitterböse, schwarzhumorige Komödie vor. Eine Putzfrau entdeckt neue Talente und startet als Auftragskillerin durch. Ein Weihnachtsfilm der etwas anderen Art.

Audiobeitrag
Szenenfoto aus Hit Mom: Hanni packt eine Waffe aus

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Von der Putzfrau zur Killerin

Ende des Audiobeitrags

Schon im Vorspann zu "Hit Mom" wird zu Weihnachtsmusik eine Knarre durchgeladen - da ist gleich klar, so richtig besinnlich wird es wohl nicht. "Man sollte schon ein gewisses Herz für schwarzen Humor haben, wenn man diesen Film schaut", sagt Spielfilm-Redakteur Jörg Himstedt. Der Film spielt in der Vorweihnachtszeit in Frankfurt und begleitet eine ursprünglich sehr nette Putzfrau auf ihrem Weg zu einer sehr speziellen beruflichen Neuorientierung.

Weitere Informationen

Hit Mom - Mörderische Weihnachten

Mittwoch, 13. Dezember, 20.15 Uhr, Das Erste

Ende der weiteren Informationen

Hanni, gespielt von Anne Kim Sarnau, verhindert zuerst, mehr oder minder aus Zufall, den Auftragsmord an einer alten Dame. Sie wird in die Geschichte verwickelt und ehe sie sich versieht, hat sie den Auftragskiller ins Koma geschickt und nimmt aus Not, weil sein Chef sie erpresst, seinen Platz ein. In ihrem neuen Job entwickelt die Ehefrau und Mutter eines Sohnes eine ganz eigene Handschrift und große Kreativität, wenn sie Zielpersonen ins Jenseits befördert.

Skurrile Gestalten wohin man schaut

Sascha der Killer in Hit Mom
Sascha, der Profikiller hat großen Spaß an seinem Job, den er gerne mit der Axt erledigt. Hier treibt er sein Unwesen im Shopping-Center. Gedreht wurde im Frankfurter "My Zeil". Bild © Bettina Müller (hr)

Der Film wimmelt von verhaltensauffälligen Menschen, einer skurriler als der andere: Ein vom Überdruss gezeichneter, schmieriger Sex-Freak, den hr-Tatort-Kommissar-Darsteller Wolfram Koch mit ganzem Körpereinsatz gibt - eine echte Nacktszene inklusive. Ein sadistischer Militarist, der einen Panzer namens "Baby" im Garten stehen hat und ein einbeiniger Polizist, der eigentlich der große Strippenzieher ist. Und schließlich wäre da noch Auftragskiller Sascha. Der sieht aus wie James Dean mit Akne und hat ein Faible für "saftige" Axteinsätze.

Hit Mom Panzer
Der Nachbar hat einen Panzer im Garten, den er sehr liebt. Bild © Bettina Müller (hr)

Im Laufe des Films verabschiedet sich der eine oder andere auf für den Zuschauer amüsante Art ins Jenseits - Putzfrau Hanni leistet ganze Arbeit. In der Hit-Liste der komischsten Abgänge steht aber ganz sicher der Nachbarshund des Panzerbesitzers ganz oben. "Friedrich" hat eine elektrisierende Begegnung mit Panzer "Baby", die ihm nicht bekommt.

Weihnachtsfilm ohne Kuschelfaktor

"Hit Mom" ist nicht unbedingt geeignet, Weihnachtsromantiker in festliche Stimmung zu lullen. "Ich persönlich habe gar nichts gegen Weihnachten", sagt Redakteur Himstedt. "Aber puschelige Vorweihnachtsfilme gibt es en masse. Es ist ja gerade interessant, spielerisch damit umzugehen." Mit "Hit Mom" kommt also Abwechslung und schwarzhumorige Kurzweil in die Friede-Freude-Lebkuchenzeit. Und eine Moral packt hat Hanni auch noch unter den Weihnachtsbaum: "Wenn sie mit ihren guten Eigenschaften nicht weiter kommen, dann probieren sie es doch mal mit den schlechten."