Abends vor der Merck-Bühne beim Schlossgrabenfest
Schlossgrabenfest (Archivfoto) Bild © G&G Event-Marketing GmbH

111 Bands auf vier Bühnen: In Darmstadt beginnt am Donnerstag das Schlossgrabenfest. Nach Ausschreitungen am Rande der Riesenparty im Vorjahr werden zwei Bereiche unweit des Geländes videoüberwacht.

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Rund 400.000 Besucher werden von Donnerstag an beim viertägigen Open-Air-Schlossgrabenfest in Darmstadt erwartet. Zu den bekanntesten Musik-Acts gehören die HipHop- und Raggae-Formation Culcha Candela oder der Eurovision-Song-Contest-Teilnehmer Michael Schulte.

Erstmals eigenes ÖPNV-Ticket

Insgesamt sollen bei dem nach Veranstalterangaben größten Musikfest in Hessen bis einschließlich Sonntag 111 Bands und 10 DJs auf vier Bühnen rund um das Residenzschloss auftreten. Bis zu einem Einlassstopp ist der Eintritt frei. Anschließend müssen Musikfans einen fünf Euro teuren Schlossgrabenfest-Becher vorweisen können, den es auch schon vorab zu kaufen gibt.

Zur 21. Auflage der riesigen Party wird es den Veranstaltern zufolge in diesem Jahr erstmals ein eigenes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr geben, ein Gruppenticket für bis zu fünf Personen, das an allen vier Tagen für beliebig viele Fahrten gilt. Wer aus Darmstadt oder der näheren Umgebung kommt, zahlt 13 Euro. Für das gesamte Gebiet der Darmstadt-Dieburg Nahverkehrsorganisation kostet das Ticket 19 Euro.

Polizei mit Flaschen und Steinen beworfen

Nach Ausschreitungen am Rande des Festes im Herrngarten im Vorjahr wird es nun zusätzlich eine Videoüberwachung des Geländes und des Luisenplatzes geben. Hinweisschilder an den betroffenen Stellen werden darauf aufmerksam machen. Die Polizei ist eigenen Angaben zufolge zudem mit einer mobilen Wache vor Ort.

Im vergangenen Jahr war die Polizei nach Ende des Festes im Herrngarten mit Flaschen und Steinen beworfen worden, mehrere Beamte wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin mehr als 150 Verfahren eingeleitet. In rund 30 Verfahren wurde Anklage erhoben. Ein 19-Jähriger wurde wegen eines Flaschenwurfes auf Polizisten bereits verurteilt.

Anm. d. Red.: In dieser aktualisierten Version des Berichts stellen wir klar, dass sich die Videoüberwachung ausschließlich auf die Bereiche Herrngarten und Luisenplatz bezieht.

Sendung: hr4, 28.05.2019, 12.30 Uhr