Ausstellungsansicht "Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne"
Das Städel Museum präsentiert die Sonderausstellung "Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne". Die Werke des in Ungarn geborenen französischen Künstlers werden bis Januar 2019 in Frankfurt zu sehen sein. Bild © Städel Museum

Er hat das Renault-Logo und das Logo der Olympischen Spiele von München 1972 entworfen. Nun widmet das Frankfurter Städel dem Allround-Künstler Victor Vasarely eine große Sonderschau.

Victor Vasarely gilt als Begründer der Op-Art und ist in den 1960 und 1970er Jahren bekannt geworden. Das Frankfurter Städel-Museum widmet dem in Ungarn geborenen französischen Künstler eine große Retrospektive. Viele Ausstellungsstücke stammen auch aus dem Centre Pompidou in Paris, mit dem das Städel zusammenarbeitet.

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Speisesaal der Deutschen Bank

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Städel zeigt Vasarely-Speisesaal und mehr

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Victor Vasarely
"Im Labyrinth der Moderne"
26.9.2018 - 13-1-2019
Städel Museum Frankfurt

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Das Kernstück der Ausstellung ist ein Speisesaal aus dem Jahr 1972, den Vasarely gestaltet hat. Der war bis vor kurzem noch in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt installiert und wurde vor knapp zwei Monaten komplett abgebaut. An einer Wand variieren bunte Kunststoffscheiben von gelb über orange bis hin zu dunkelbraun und schwarz. Daneben glänzt ein auf der Spitze stehendes Viereck aus runden Aluminiumscheiben, die so montiert sind, dass sich das Licht in ihnen bricht. Der goldgelbe Teppich der im ganzen Raum liegt, zieht sich an einer Wand vom Boden bis hoch zur Decke.

1972 war der Höhepunkt im Schaffen Vasarelys

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Der Bundesbank-Speisesaal von 1972 sei ein echter Glücksgriff für die Ausstellung, sagen die Macher. Denn das Jahr 1972 gilt als Vasarelys erfolgreichstes Jahr. Da hat er auch das Olympiade-Logo von München und das Logo von Renault entwickelt, das bis heute genutzt wird und das wohl jeder Autofahrer kennt. "Dieses Jahr war für ihn auch der Durchbruch international", sagt der Kurator der Ausstellung, Martin Engler. "Er war einer der gefragtesten Künstler europa- und weltweit."

In den 1920er Jahren an Bauhaus-Schule in Budapest studiert

In den späten 1920er Jahre studierte Victor Vasarely in Budapest an der Bauhaus-Schule. Und kam dort mit der frühen Moderne in Kontakt. Mit einer Ausgestaltung der Universität in Caracas begann sein Interesse und Engagement für die Kunst im öffentlichen Raum. So hat Vasarely auch im Pariser Bahnhof Montparnasse eine Fassade gestaltet.

Begründer der Stilrichtung Op-Art

Bekannt geworden ist Vasarely mit Bildern und Grafiken der Op-Art, einer Stilrichtung der bildenden Kunst der 60er Jahre, die beim Betrachter mit abstrakten Formen und geometrischen Mustern unerwartete überraschende oder auch irritierende optische Effekte hervorrufen.

"Er arbeitet seriell: immer die gleichen Farben, immer die gleichen Formen, im Baukastenprinzip. Kreise, Quadrate in verschiedenen Farben." So habe Victor Vasarely ganz stark die Ästhetik der 60er Jahre geprägt. Die Ausstellung "Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne" ist im Städel in Frankfurt noch bis zum 13. Januar zu sehen.

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