Bad Hersfelder Festspiele

70. Bad Hersfelder Festspiel-Saison - daraus wird im Sommer aus bekannten Gründen nichts. Im kommenden Jahr soll es aber in jedem Fall weitergehen. Abstriche inklusive, aber nicht bei der Qualität.

Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele denkt wegen der Folgen der Corona-Krise über ein abgespecktes Programm im Sommer 2021 nach. "Plan B ist natürlich die Reduzierung des Spielplans auf weniger Stücke. Auf gar keinen Fall möchte ich auf die Qualität und den Aufwand der Stücke verzichten, sondern eher auf die Anzahl der Inszenierungen", sagte Joern Hinkel der "Hersfelder Zeitung".

An der Qualität der Stücke zugunsten eines breiteren Programms zu sparen, ist für den Chef des bundesweit bedeutenden Theater-Festivals kein Thema: "Das spüren die Zuschauer und bleiben im kommenden Jahr weg."

Hinkel bangt um Sponsoren

Hinkel hofft, im Sommer 2021 das für diese Saison ausgefallene Programm nachzuholen - wenn ein entsprechendes Budget zur Verfügung steht: "Bestmöglich wäre, wenn wir den gleichen Etat hätten, die gleiche Spielzeitlänge und die gleiche Anzahl der Stücke."

Mitentscheidend sei, wie sich Sponsoren und Unterstützer bei einem schmaleren Programm verhalten und womöglich Fördermittel kürzen.

Die Festspiele hatten Mitte April das Programm der 70. Jubiläumssaison (26. Juni bis 23. August) wegen den Folgen der Corona-Pandemie abgesagt. Auf dem Programm in der Stiftsruine standen unter anderem die Uraufführungen des Stücks "Der Club der toten Dichter" unter Hinkels Regie und des Musicals "Goethe".

"Werden irgendwas tun"

Hinkel sagte, dass die Festspiele trotz Corona dem Publikum auch in diesem Sommer ein kleines Angebot machen wollen. "Wir haben verschiedene Szenarie und Ideen entwickelt und werden auf jeden Fall im Sommer etwas tun", sagte er.

"Wir erarbeiten gerade ein Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Ruine und den Stiftspark und müssen klären, wie viele Zuschauer mit welchen Abständen Platz finden. Danach ergibt sich auch die Größe dessen, was man darstellen kann."