Astronaut Alexander Gerst bei seiner Arbeit in der ISS.

Der Dokumentarfilm "Wer wir waren" zeigt Menschen, die versuchen die Welt zu retten. Für seine "visuell überzeugende Reise" erhielt er den Hessischen Filmpreis. Jetzt kommt der Film in die Kinos.

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Filmstill aus "Wer wir waren". Ein umgefallener Schulglobus liegt auf dem Boden, daneben eine Wasserflasche.
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"Wer wir waren" startet zwar erst jetzt in den Kinos, doch den Hessischen Filmpreis hat der Dokumentarfilm von Marc Bauder, eine hr-Coproduktion, bereits eingeheimst. Bauders Film zeige, so die Jury, "Menschen, die sich der Aufgabe verschrieben haben, die vielfältigen und sich ständig verändernden Herausforderungen unserer Existenz zu erfassen und im Angesicht vieler Zweifel das scheinbar Unmögliche anzugehen: die Welt zu retten. Eine dramaturgisch und visuell überzeugende Reise."

Ein Hauch von Atmosphäre schützt uns

Der Film trifft sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz unterschiedlichen Bereichen, von der Ökonomie bis zur Meeresbiologie. Unter ihnen ist auch der Astronaut Alexander Gerst, der den meisten von uns etwas Wesentliches voraus hat: Er hat den blauen Planeten schon einmal von ganz oben gesehen - in all seiner Verletzlichkeit.

"Wenn wir unseren Planeten zerstören, und das ist leicht möglich, wenn man sich diese Atmosphäre anschaut, die sieht aus, als ob man sie mit einmal Pusten wegblasen könnte, dann ist es vorbei mit uns, dann endet die Geschichte der Menschheit", mahnt Gerst.

Weitere Informationen

Wer wir waren

Dokumentarfilm
Deutschland 2021, 114 Minuten
Regie: Marc Bauder
Kinostart: 08.07.2021

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Doch für Regisseur Marc Bauder war von vornherein klar, dass das nicht der x-te Film werden sollte, der den Klimawandel oder die Umweltverschmutzung einfach nur anklagt. Seine Idee: "Ich wollte einen ganzheitlichen Ansatz wählen und auch mal einen Schritt zurücktreten, Dinge verknüpfen und sehen, dass hinter jedem Problem - aber auch hinter jeder Lösung - der Mensch steht."

Bauder sieht das bei aller Tragik als gutes Signal. "Wir haben es in der Hand!" Das einzig Desaströse sei es, nichts zu tun. Und dass alles, was wir tun, miteinander vernetzt ist, das will Bauder zeigen.

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Bauder bringt den Weltraum und den Ozean zusammen, das menschliche Gehirn und die Gefühle eines Roboters, das Erbe der Kolonialisierung und einen globalen Wirtschaftsgipfel. Denn alles hängt mit allem zusammen. Eine, die seit Jahrzehnten auf Umweltprobleme aufmerksam macht, ist die Ozeanologin Sylvia Earle. "Leute, schaut hin!", ist zusammengefasst die einfache Botschaft der 75-Jährigen.

Ozeanologin Sylvia Earle

"Die Probleme sind sehr einfach zu identifizieren, und wir wissen auch, wer auf welche Weise handeln sollte. Aber wir müssen auch in den Spiegel sehen. Denn alle unsere Entscheidungen – was wir essen, was wir anziehen, welche Art Energie wir nutzen, ob wir Wasser verschwenden, fallen bei acht Milliarden Menschen wirklich ins Gewicht."

Was im Umkehrschluss bedeutet: Niemand ist zu unwichtig, um einen Unterschied zu machen. "Was kann ich schon ausrichten?" Dieser Satz gilt nicht. Die Botschaft ist klar: Wir selbst haben es in der Hand.

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