Deutsches Filmmuseum in Frankfurt

Mit Buster Keaton fing vor 50 Jahren alles an: Am 3. Dezember 1971 eröffnete eine Stummfilmreihe mit dem amerikanischen Komiker das Programm des neuen Kommunalen Kinos in Frankfurt. Es war das erste Filmtheater mit ständigem Programm in Deutschland, das von der Stadt vollständig finanziert wurde. Die Idee: Abseits des Mainstreams künstlerisch wertvolle Filme zugänglich machen und Debatten anstoßen. Eine Klage der kommerziellen Kinobetreiber gegen die scheinbar geschäftsschädigende Konkurrenz wurde abgewiesen und Frankfurt damit zum Vorbild: Schon wenige Jahre später gab es 150 kommunal geförderte Kinos in Deutschland.

In den ersten Jahren fanden die Vorführungen im "Theater am Turm" statt, also in dem Gebäude am Eschenheimer Turm, in dem sich heute - Ironie der Geschichte - das Cinestar Metropolis befindet. Seit 1984 ist das Kommunale Kino Teil des Deutschen Filmmuseums. Das feiert nun die "kulturpolitische Pioniertat" mit einer Reihe von Filmen, die 1971 im Anschluss an die Buster-Keaton-Retrospektive gezeigt wurden.