Frankfurt in Minecraft

Wie könnte das Frankfurt der Zukunft aussehen? Zu dieser Frage hat das Deutsche Architekturmuseum einen Wettbewerb ausgelobt. Kleine und große Hobbyarchitekten können sich dabei im Videospiel Minecraft austoben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Das Deutsche Architekturmusuem verlegt seine Lego-Baustelle ins Digitale

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Klapp-klapp, wusch-wusch, klock-klock: So ähnlich klingt es, wenn in Minecraft gebaut wird. Seit zwölf Jahren toben sich Kreative aus aller Welt in dem Videospiel aus, tragen Ressourcen ab, setzen Klötzchen zu Häusern zusammen, erschaffen ganze Städte.

Das macht sich nun das Deutsche Architekturmuseum (DAM) Frankfurt zunutze und verlegt seine Legobaustelle inklusive Kreativwettbewerb ins Digitale. Beides findet normalerweise analog im DAM statt - Corona-bedingt ist das in diesem Jahr nicht möglich.

Zukunftsweisende Gebäude schaffen

"Minecraft ist im Grunde genommen Lego im Digitalen", sagt Rebekka Kremershof, Leiterin Bildung und Vermittlung im DAM. "Es bietet alles, was die Legobaustelle bietet und zusätzlich noch die Befreiung von physikalischen Gesetzen." Sprich: Die Teilnehmenden müssen nicht einmal nach Frankfurt fahren. Zudem sei auch Minecraft schon für Kinder spielbar.

Und so sind Interessierte aller Altersgruppen seit Mitte März dazu aufgerufen sich vorzustellen, wie Frankfurt im Jahr 2099 aussehen könnte. Es gilt, entsprechend zukunftsweisende Gebäude zu schaffen.

Youtuber "TheJoCraft" an Bord

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Zur Unterstützung des Projekts hat sich das DAM einen Profi ins Boot geholt: Josef Heinrich Bogatzki alias "TheJoCraft", der mit knapp 300.000 Followern ein erfolgreicher Youtuber ist. "Es hat sehr gut gepasst", sagt Kremershof, "weil er zudem Lehramtsstudent und daran interessiert ist, Spiele im Lernprozess einzusetzen."

Die Idee zieht offenbar: Seit dem Start des Projekts "Frankfurt_2099" haben sich fast 1.500 Menschen über ffm2099.thejocraft.de registriert, berichtet Bogatzki. In einem eigens eingerichteten Bereich schaffen die Mitspielenden nun virtuelle Frankfurter Häuser: "Das Schöne an Minecraft ist ja: Sie können alles bauen, selbst schwebende Hochhäuser", freut sich der Youtuber.

Offen für Schulen

Das Projekt richtet sich auch explizit an Schulen und Lehrkräfte. Für sie will das DAM eigene Fortbildungen anbieten. "Wir wollen Hürden abbauen", erklärt Rebekka Kremershof. "Oft haben Lehrerinnen und Lehrer das Gefühl, Spiele bringen keinen Mehrwert im Unterricht. Das stimmt aber so nicht."

Im Mai startet schließlich der zugehörige Wettbewerb. "Man kann, muss aber nicht mitmachen", betont Kremershof. Die schönsten Häuser kürt das DAM im Oktober. Sie kommen in eine maßstabsgetreue Frankfurt-Karte - eine Vision der Stadt im Jahr 2099 -, die auf der Seite des Museums eingebunden wird. Auch in Minecraft selbst soll eine für User begeh- und bespielbare Karte bestehen bleiben.

Weitere Informationen

Und so geht's

Mitmachen können Teams oder Einzelspieler. Für die Zeit des Wettbewerbs wird ein Minecraft-Server geöffnet. Wer mitmachen möchte, erhält dort ein Baugrundstück, auf dem er oder sie auch im Team bauen kann. Eine genaue Erklärung der einzelnen Schritte gibt es in einem Video auf ffm2099.thejocraft.de.

Im Wettbewerb eingereichte Gebäude werden in fünf Kategorien unterteilt. Die Top 100 spannendsten Gebäude erhalten Einzug in der offiziellen FFM2099-Map. Im Oktober begutachtet eine Jury dann diese Top 100 und kürt die spannendsten Gebäude je Kategorie.

Rund um das Projekt gibt es auch ein Rahmenprogramm mit Ferienspielen, Baulabor und Lehrerforbildungen.

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Sendung: hr-iNFO, 29.03.2021, 12.20 Uhr