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Frankfurt bekommt Deutschlands höchstes Haus

Frankfurt wächst weiter nach oben: Mit dem Millennium-Wolkenkratzer soll bis 2030 Deutschlands höchstes Hochhaus entstehen. Jetzt liegen die Pläne auf dem Tisch. Auch die Öffentlichkeit soll die Aussicht genießen können.

Frankfurts Skyline bekommt einen neuen Höhepunkt - im wahrsten Sinne des Wortes: Der Realisierungswettbewerb für das sogenannte "Millennium Areal" im Stadtteil Gallus ist entschieden. Ab 2025 entsteht zwischen Hohenstaufenstraße und Osloer Straße nahe dem Einkaufszentrum Skyline Plaza das höchste Haus Deutschlands. 280 Meter und damit rund 20 Meter höher als der Commerzbank-Tower soll es werden.

Aktuell stehen in Frankfurt bereits 17 von 18 deutschen Wolkenkratzern mit einer Höhe jenseits von 150 Metern. Lediglich der Bonner Post-Tower ist in dieser Liste auf Rang 14 vertreten. Das "Millennium Areal" soll das Ranking künftig anführen.

In sich verdrehte Türme

Die Stadt Frankfurt präsentierte am Montag den Siegerentwurf des Frankfurter Architekturbüros Ferdinand Heide. Dieser sieht neben der Errichtung des Büro- und Hotelturmes (Turm A) den Bau eines rund 157 Meter hohen Wohnturmes (Turm B) und eines Blockrandgebäudes in Holzhybridbauweise vor. Die beiden Türme werden in sich verdreht, was mehr Licht und eine bessere Energiebilanz ermöglichen soll, so das Versprechen.

Im Erdgeschoss sieht der Entwurf öffentliche Flächen "mit hoher Aufenthaltsqualität" vor, wie es in der Mitteilung der Stadt heißt. Auch eine Kita und gegebenenfalls ein Hotel sind in dem Ensemble vorgesehen. Eine für die Öffentlichkeit zugängliche "Skyhall" in der Spitze von Turm A ist als Veranstaltungsraum und Aussichtsplattform geplant.

"Markante, unverwechselbare Fernwirkung"

"Der Entwurf von Ferdinand Heide für das Hochhausensemble überzeugte die Jury durch die gelungene städtebauliche Disposition der Baukörper, welche auch einen Bezug zum bestehenden Tower 185 herstellen", sagte Johann Eisele, der vorsitzende Preisrichter. Zudem verfüge er über eine spektakuläre Architektur. Der Turm entfache "eine markante, unverwechselbare Fernwirkung", so die Jury.

"Dass von den insgesamt rund 500 Wohnungen 200 öffentlich gefördert sind, kommt der sozialen Durchmischung des gesamten Quartiers zugute", ergänzte Planungdezernent Mike Josef (SPD). Das vorgesehene Energiekonzept erzeuge zudem den Großteil der von den Gebäuden benötigten Energie regenerativ direkt im und am Gebäude.

2030 soll alles stehen

Der Baubeginn wird voraussichtlich nicht vor 2025/2026 erfolgen. Der genaue Zeitplan hängt von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem vom Erhalt der Baugenehmigung, der Entscheidung über den endgültigen Nutzungsmix und einer zufriedenstellenden Marktnachfrage sowie Vorvermietungsquote. 2030 aber soll dann alles stehen.

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