Städtische Bühnen Frankfurt

Das Schauspiel bleibt am bewährten Platz, die Oper erhält einen Steinwurf entfernt einen Standort zwischen Bankentürmen: Bei der vieldiskutierten Zukunft der Städtischen Bühnen ist eine Kulturmeile in der Frankfurter Innenstadt der klare Favorit.

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Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig und Oberbürgermeister Peter Feldmann (beide SPD) haben sich am Donnerstag klar für eine Kulturmeile in Frankfurt ausgesprochen. Auf einer Pressekonferenz zur Zukunft der Städtischen Bühnen präsentierten sie einen Bericht der gleichnamigen Stabsstelle.

Simulationen zu Neubauten von Oper und Schauspiel Frankfurt

Demnach sollen Schauspiel und Oper ihren Standort in der Frankfurter Innenstadt behalten und prägende Elemente ebenjener Kulturmeile werden. Die Oper soll an der Neuen Mainzer Straße auf dem derzeitigen Sparkassen-Gelände errichtet werden, das Schauspiel bliebe, neugebaut, am bisherigen Standort am nahegelegenen Willy-Brandt-Platz.

Finanziell und ökologisch am vorteilhaftesten

Die Prüfung mehrerer Varianten habe ergeben, dies sei finanziell und auch ökologisch am vorteilhaftesten, betonten Hartwig und Feldmann. Auf Basis des Berichts sollen nun die Stadtverordneten beziehungsweise die neue Römer-Koalition schnell entscheiden.

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Neben der favorisierten Kulturmeilen-Variante soll diese eine "Spiegel-Variante" prüfen, die eine Oper am Willy-Brandt-Platz und das Schauspiel in den Wallanlagen gegenüber vorsieht. Außerdem eine dritte Lösung, bei der beide Bühnen am heutigen Standort neu errichtet würden - mit externem Werkstattgebäude.

Oper und Schauspiel als "offene Orte"

Nach der Standortentscheidung solle es einen Architektenwettbewerb geben. Ziel sei es, so Hartwig, Oper und Schauspiel als "offene Orte" zu gestalten, die von den Bürgerinnen und Bürgern auch unabhängig vom Theaterbesuch tagsüber als Treffpunkte genutzt werden können.

Simulationen zu Neubauten von Oper und Schauspiel Frankfurt

Derzeit sind Oper und Schauspiel in einer Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt untergebracht. Die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung hatte im Januar 2020 für einen Neubau der maroden Anlage gestimmt. Eine Sanierung sei keine nachhaltige, wirtschaftliche und gute Lösung, hieß es damals.

Verschiedene Varianten diskutiert

Verschiedene Varianten für den Neubau waren teils heftig diskutiert worden - darunter die genannte Spiegellösung und ein Theaterneubau auf dem Raab-Karcher-Gelände am Osthafen.

Die Stabsstelle "Zukunft der Städtischen Bühnen" hat sich mit der baulichen Umsetzbarkeit von insgesamt fünf möglichen Varianten auseinandergesetzt. Neben funktionalen und stadträumlichen Bewertungen möglicher Standorte seien auch energetische, ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt worden, hieß es.

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