Ostwind Gut Kaltenbach
Ostwind galoppiert durch das Tor in "Gestüt Kaltenbach". Gedreht wurde dieses Szene auf Gut Waitzrodt bei Immenhausen in Nordhessen. Bild © Constantin Film Verleih GmbH/Marc Reimann

Mit dem fünften Teil endet die "Ostwind"-Kinofilmreihe um den gleichnamigen Hengst. Gedreht wird wieder in Immenhausen. Für Gut-Geschäftsführer Joachim Sommer ist es immer wieder aufregend, wie sein Gut Waitzrodt zum Gestüt Kaltenbach wird.

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hs

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Der Pferde-Film "Ostwind" ist einer der erfolgreichsten deutschen Kinostreifen, der vierte Teil ist bislang der größte Kassenschlager des Jahres 2019. Seit dieser Woche finden die Dreharbeiten zum fünften und möglicherweise letzten Teil der Saga wieder im nordhessischen Immenhausen (Kassel) statt.

Genauer: auf Gut Waitzrodt, das sich für die nächsten Monate in Gut Kaltenbach verwandeln wird. Immer dabei: Joachim Sommer, Geschäftsführer von Gut Waitzrodt. Der 71-Jährige sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Wie er mit dem Film-Trubel auf seinem Hof klarkommt, erzählt Sommer im Interview.

hessenschau.de: Herr Sommer, wie ist das denn, wenn plötzlich ein riesiges Filmteam auf dem eigenen Hof auftaucht?

Ostwind Jochen Sommer
Joachim Sommer ist Geschäftsführer auf Gut Waitzrodt. Seit 65 Jahren arbeitet der Diplom-Kaufmann mit Pferden. Bild © Jochen Sommer

Joachim Sommer: Am Anfang war das Ganze fürchterlich spannend. Inzwischen herrscht aber Routine. Das ist ja schon der fünte Teil und das heißt, dass wir seit sieben Jahren mit den Dreharbeiten konfrontiert sind. Der Betrieb und die Familie haben sich da schon dran gewöhnt.


hessenschau.de: Sie sind für die Dreharbeiten kaum wegzudenken. Was haben Sie denn zu tun?

Sommer: Man muss auf Abruf stehen. Irgendwas steht immer im Weg und meistens muss ich das dann wegräumen. Wir sind ja auch Turnier-Veranstalter. Da werden Hindernisse vorbereitet – und die standen an ungünstigen Stellen. Jedenfalls mussten die weggeräumt werden und irgendwann habe ich sie in ein Gebüsch gestellt. Als dann das Turnier kam, musste ich mich erst mal an meine Verstecke erinnern.

hessenschau.de: Im Film wird ja vieles sehr idyllisch dargestellt. Wie viel reales Hofleben steckt aus Ihrer Sicht drin?

Sommer: Die Geschichte könnte in dieser Form auf jedem Reiterhof stattfinden. Bei uns ist das Ambiente besonders, weil alles, was in dem Film vorkommt, auch hier stattfindet. Zum Beispiel die Reitschule oder die Pferdetherapie. Viele unserer Reitschülerinnen und Reitschüler sind auch als Komparsen eingebunden. Was natürlich besonders ist, sind die Aufnahmen unserer nordhessischen Heimat. Als ich bei der ersten Premiere war, saßen um mich herum lauter Frankfurter, die dann neunmalklug behauptet haben, dass die Landschaftsaufnahmen in Kentucky gedreht wurden. Dann musste ich die Frankfurter erst mal aufklären, dass das in Nordhessen ist. Das konnten die sich gar nicht vorstellen.

hessenschau.de: Und Nordhessen ist besser als Kentucky?

Sommer: Nordhessen ist näher als Kentucky.

Das Gespräch führte Davide Di Dio

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Die Story

Ein Pferde-Zirkus reist durch Gut Kaltenbach. Ari, die Hauptfigur der Reihe, fast kurzer Hand den Plan gemeinsam mit dem Zirkusjungen Carlo und ihrem schwarzen Hengst Ostwind, ein altes Show-Pferd vor dem windigen Zirkusdirektor zu retten. Doch der ahnt, was Ari vor hat und Ostwind gerät in Gefahr.

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Gut Waitzrodt bei Immenhausen
Drehort zur "Ostwind"-Saga: Gut Waitzrodt bei Immenhausen Bild © Familie Sommer

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 11.7.2019, 19.30 Uhr