Das Plakat "Rheingau Musik Festival" steht im historischen Innenhof des Klosters.
Das Plakat "Rheingau Musik Festival" steht im historischen Innenhof des Klosters. Bild © picture-alliance/dpa

Das Rheingau Musik Festival (RMF) ist am Samstag im Kloster Eberbach bei Eltville in seine 31. Saison gestartet. Von den 123.500 Karten ist nur noch ein Bruchteil zu haben.

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Beim ausverkauften feierlichen Eröffnungskonzert mit dem hr-Sinfonieorchester und dem MDR Rundfunkchor standen am späten Nachmittag Werke von Hector Berlioz und Giacomo Puccini auf dem Programm. Rund 180 Musiker und Sänger spielten und sangen vor etwa 1.200 Zuhörern in der Basilika der ehemaligen Zisterzienserabtei in Eltville (Rheingau-Taunus), wo einst der Film "Der Name der Rose" gedreht worden war.

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Der hr zeigt die erneute Aufführung des Eröffnungskonzerts am Sonntag, 24. Juni, ab 19 Uhr im Livestream.

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Bei dem Festival mit dem Leitgedanken "Freundschaft" gehen bis zum 1. September rund 150 Konzerte an 40 Spielstätten im Rheingau und in Nachbarregionen über die Bühne. Laut einer RMF-Sprecherin sind von 123.500 Karten nur noch rund 20.000 zu haben.

Mahnwache der Fluglärmgegner

Zwei Jubiläen bilden inhaltliche Schwerpunkte des Festivals: der 100. Todestag des französischen Komponisten Claude Debussy und der 100. Geburtstag des US-Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein. Die Hauptveranstaltungsorte sind neben dem Kloster Eberbach auch Schloss Johannisberg hoch über Geisenheim, das nahe Schloss Vollrads sowie das Kurhaus Wiesbaden. Hinzu kommen zahlreiche Kirchen, Weingüter sowie weitere Veranstaltungsorte in Rüdesheim, Wiesbaden und Ingelheim.

An der Zufahrt zum Eröffnungskonzert bei Eltville standen wieder Fluglärmgegner Spalier. Sie protestierten gegen Mitglieder des RMF-Kuratoriums und Sponsoren, die den Ausbau des Frankfurter Flughafens durchgesetzt hätten. Im Sommer 2017 hatten Musiker in einem offenen Brief diesen alljährlichen Protest kritisiert, was zu einem Streit zwischen Künstlern und Demonstranten geführt hatte.