Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schauspiel Frankfurt will im Juni öffnen

Schauspiel Frankfurt

Nach der coronabedingten Schließung will das Schauspiel Frankfurt im Juni wieder seine Türen öffnen. Die Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus soll ein Schwerpunkt bleiben.

Es sei davon auszugehen, "dass die Bühnen in die Stufe 2 einzuordnen sind und damit eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte Juni möglich erscheint, natürlich immer abhängig von den Inzidenzzahlen", sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) am Mittwoch. Ob dann Masken oder Tests nötig seien, werde man sehen.

Ein Schwerpunkt der auslaufenden Spielzeit war die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus. Viele Stücke konnten noch nicht vor Publikum gezeigt werden. Das Thema werde sich künstlerisch wie inhaltlich auch in der kommenden Spielzeit durchziehen, hieß es. Etwa mit Inszenierungen wie "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun (Premiere 17. September) oder George Taboris "Die Goldberg-Variationen" (Premiere Juni 2022, Kammerspiele).

Radikale Ausgrenzung statt Diskurs

Eine weitere Säule des Spielplans sei das Thema Teilhabe: "Die digitale Kommunikation während des letzten Jahres hat einige Menschen vernetzt und andere abgehängt", hieß es weiter. Vor allem im Internet scheitere ein produktiver Austausch oft, der Diskurs münde nicht selten in radikaler Ausgrenzung. "Teilen hat hier immer weniger mit Teilhabe zu tun, sondern damit, wie man Seiten aufteilt und die eigene Reichweite vergrößert." Das Projekt "Share!" im Bockenheimer Depot werde die Gedanken von Teilhabe und Öffnung konkret umzusetzen versuchen.

Intendant Anselm Weber und sein Team gaben am Mittwoch einen Überblick auf weitere Höhepunkte der kommenden Saison. Zum Auftakt am 16. September zeigt Regisseur Jan-Christoph Gockel eine Bearbeitung von Upton Sinclairs Roman "Öl!". Kurz darauf feiert Heinrich von Kleists Erzählung "Michael Kohlhaas" unter der Regie von Felicitas Brucker Premiere.

Kein schwerer Corona-Fall

Weber betonte, dass es gelungen sei, in der Corona-Saison größeren gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Schaden vom Theater abzuwenden. Unter den 1.100 Mitarbeitern habe es keinen einzigen schweren Corona-Fall gegeben. Das ablaufende Wirtschaftsjahr werde mit einem Defizit von ungefähr 13,6 Millionen Euro abgeschlossen. "Diesen Betrag werden wir komplett auffangen können", sagte er etwa mit Blick auf die Kurzarbeit.

Weitere Informationen

Die neue Spielzeit

In der Spielzeit 2021/22 werden nach Angaben des Schauspiels 22 Premieren gezeigt, davon sechs Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung. Die Spielzeit beginnt am 16. September 2021.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, 19.05.2021, 15.11 Uhr