Schloss Wilhelmshöhe, Kassel
Schloss Wilhelmshöhe, Kassel Bild © picture-alliance/dpa

Erst der Herkules, dann die Löwenburg, jetzt Schloss Wilhelmshöhe: Die Sanierungsarbeiten im Kasseler Bergpark gehen voran. Bislang hat das Land rund 70 Millionen Euro investiert, jetzt kommen noch einmal elf Millionen dazu.

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Herkules

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Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel ist Unesco-Welterbe, und das sollen die Besucher ihm auch ansehen: Rund 40 Millionen Euro hat das Land Hessen bislang in die Sanierung von Kassels Wahrzeichen, der Herkules-Statue gesteckt. Rund 30 Millionen Euro flossen in die Löwenburg, die im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurde. Jetzt wird sie rekonstruiert.

Auch im Schloss Wilhelmshöhe hat der Zweite Weltkrieg tiefe Spuren hinterlassen: Der Mittelteil mit dem historischen Kuppelbau wurde fast komplett zerstört. Nach dem Wiederaufbau ohne Kuppel gab es immer wieder Reparaturen. Die reichen aber nicht mehr aus. Wie die HNA am Donnerstag berichtete, will das Land Hessen deswegen jetzt mehr als elf Millionen in die Instandsetzung eines Verbindungsbaus zum Mitteltrakt investieren.

Abschluss der Arbeiten im Jahr 2022

Löwenburg, Bergpark Wilhelmshöhe
Die Löwenburg wurde 1793 als Lustschloss - also zum privaten Vergnügen von Landgraf Wilhelm IX. von Hessen-Kassel - gebaut. Bild © Kilian Schönberger

Im Weißensteinflügel sollen ab dem kommenden Jahr außerdem die Gebäudehüllen und die Dachkonstruktionen erneuert werden. Hier und im Verbindungsbau liegen Ausstellungsräume.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 starten. Im Anschluss würden die Außenanlagen und die Treppe zum Weißensteinflügel saniert. "Nach jetzigem Planungsstand sollen die Arbeiten in 2022 abgeschlossen werden", erklärte ein Sprecher des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen.

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Schloss Wilhelmshöhe

Schloss Wilhelmshöhe dient als Museum, das neben der Antikensammlung die Galerie Alte Meister beherbergt. Gebaut wurde es von 1786 bis 1798. Im Februar 1945 wurde das Schloss bei einem Angriff der britischen Luftwaffe schwer beschädigt. Der Wiederaufbau ohne Kuppel begann 1961. Der Weißensteinflügel blieb weitgehend unversehrt. Hier war von 1948 bis 1976 das Tapetenmuseum beheimatet.

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