Luminale 2018 - Philipp Geist
Das Lichtkunst-Projekt "Frankfurt Fades" von Philipp Geist integriert Worte von Frankfurter Bürgern. Bild © Philipp Geist / VG Bildkunst 2018

Die Alte Oper, die Europäische Zentralbank, Kirchen, Bahnhöfe: Am Wochenende startet die Luminale in Frankfurt und Offenbach. hessenschau.de hat die Höhepunkte zusammengestellt.

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Die neunte Luminale (18. bis 23. März) hat ein verändertes Konzept: Die 150 Kunstprojekte konzentrieren sich auf die Frankfurter und Offenbacher Innenstadt, die Wege sollen kürzer und das Angebot übersichtlicher werden. Hier sind die Höhepunkte:

1. Die Alte Oper im Wandel der Zeit

Luminale 2018
So soll die Alte Oper aussehen Bild © Karmachina, ALTE OPER FRANKFURT, Luminale 2018

Zum ersten Mal ist die Alte Oper Teil der Luminale: Das Künstlerkollektiv Karmachina nutzt die Kalkstein-Fassade als Projektionsfläche für das Lichtkunst-Projekt "Changing Times" (Dt.: die Zeiten ändern sich). Die Mailänder Künstler erzählen die Geschichte des Hauses in großen historischen Bildern, grafischen Animationen und Videostreams.

Karmachina haben dafür auch Arbeiten des Städel Museums verwendet und eigens einen Soundtrack geschaffen. Die Vorführungen dauern jeweils 10 Minuten, Startzeit ist täglich zwischen 19.30 und ca. 23 Uhr.

2. "Frankfurt Fades" auf dem Römerberg

Der Lichtkünstler Philipp Geist macht den Römerberg zum Spielplatz einer begehbaren multimedialen Installation, die die Fassade des Rathauses und den Vorplatz einnehmen wird. Geist will die Besucher damit in einen urbanen Lichtraum eintauchen lassen, der von atmosphärischen Klängen untermalt wird.

Bei der Gestaltung konnte jeder mitmachen: Der Künstler hatte die Frankfurter dazu aufgerufen, ihm Begriffe zu den Themen "Frankfurt, Römer, Zeit, Altstadt, Moderne, Menschen" zu senden. Diese Wörter werden auf Nebelwänden kurz zu sehen sein, ganz nach dem Motto der Installation: "Frankfurt Fades" (Dt.: Frankfurt verblasst).

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Die Luminale im hr

Der Hessische Rundfunk berichtet live von der Eröffnung der Luminale am 18. März um 19.30 Uhr am Römerberg. Einen ersten Einblick gibt die Spätausgabe der hessenschau am 15. März um 22.30 Uhr.

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3. Auf zum (Pop)Kornmarkt

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Mitmachen heißt es auch bei der "Größten Popcorn-Maschine der Welt": Die im Bau befindlichen Kornmarkt Arkaden unweit der Frankfurter Paulskirche werden Teil einer über 200 Quadratmeter großen interaktiven Projektion. Sie nutzt intelligente Sensortechniken, mit der Besucher und Passanten virtuelle Maiskörner in Echtzeit zum Tanzen bringen können - je mehr Menschen mitmachen, desto mehr Popcorn wird produziert.

4. 3D-Street-Art an der EZB

Das Bremer Künstlerkollektiv Urbanscreen verwandelt die Nordfassade der historischen Großmarkthalle an der Europäischen Zentralbank (EZB) in eine riesige animierte Street Art Galerie. "Cross Hatch" heißt das Projekt des Künstlerkollektivs, das schon das berühmte Opernhaus in Sydney (Australien) illuminiert hat.

5. Installation für eine Heilige

Lichtkunst-Projekt "KATHARINEN+PASSION" von Victoria Coeln mit Martin Lücker und Jorin Sandau, Luminale
"Katharinen+Passion" der Wiener Künstlerin Victoria Coeln. Bild © AtelierCoeln

Licht, Klang und Stille wechseln sich bei dem Projekt der Wiener Künstlerin Victoria Coeln in der St. Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache ab. "Katharinen+Passion" heißt ihre Installation, die der Namenspatronin der Kirche, der heiligen Katharina von Alexandrien, gewidmet ist. Sie ist eine der bekanntesten Heiligen, die der Legende nach im 3. und frühen 4. Jahrhundert nach Christus lebte.

Sie soll sich für verurteilte Christen eingesetzt haben und dafür vom Kaiser Maxentius zum Tode verurteilt worden sein. Auch andere Gotteshäuser beteiligen sich übrigens an der Luminale: die Liebfrauenkirche in der Innenstadt, die Dreikönigskirche am Eisernen Steg oder die Elsässer-Kirche in Niederursel, außerdem die Westend-Synagoge.

6. Bahnhofskunst in Frankfurt und Offenbach

Sehenswerte Orte der diesjährigen Luminale werden auch der Frankfurter und der Offenbacher Hauptbahnhof sein. Atmosphärische Lichtszenen sollen die historische Bedeutung des Frankfurter Bahnhofs würdigen.

Erstmals dabei ist der Offenbacher Hauptbahnhof, und das gleich mit fünf Projekten. Fassadenkunstwerke, Lichtinstallationen, eine Lichtdusche und ein interaktives Figuren-Kabinett lokaler Künstler erwarten die Besucher, außerdem bietet die Luminale beleuchtete Führungen zur städtebaulichen Bedeutung des Gebäudes.

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Die Luminale

Erstmals gibt es ein Festivalzentrum mit eigenem Info-Programm. Die Luminale findet zeitgleich zur Messe "Light+Building" statt - was 2002 als Begleitprogramm gestartet war, hat sich inzwischen als Marke fest etabliert. Zuletzt kamen 200.000 Menschen.

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7. Sternstunden im Offenbacher Hafen

26 der insgesamt 150 Luminale-Projekte gibt es übrigens in Offenbach zu sehen. Eines davon ist die Arbeit "Sternstunden" des Offenbacher Kunststudenten Fabio Kempf. Er baut drei, an Sternwarten erinnernde Kuben am Parkplatz des Offenbacher Hafens auf. Von innen sind die begehbaren Kuben lichtundurchlässig, durch Zwischen- und transparente Außenwände leuchten sie nach außen. Durch eine nicht ganz verschlossene Kuppel können die Besucher die Sterne beobachten.