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Crowdfunding für den "Langen Franz"

Einst war er das zweithöchste Gebäude Frankfurts. Doch im Zweiten Weltkrieg wurde der Rathausturm "Langer Franz" zerstört. Nun soll er wiederaufgebaut werden - mit Hilfe von Spenden.

Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne soll die Spitze des nördlichen Rathausturms in Frankfurt wieder aufgebaut werden. Bürgerinnen und Bürger können Geld spenden oder auch Patenschaften für Dachziegel, die filigrane Turmspitze, die beiden Wappen Frankfurts oder auch die Gauben übernehmen, teilten die Stadt und der Neue Brückenbauverein am Donnerstag mit.

Turm als historische Wegmarke

"Der Rathausturm war für die in Frankfurt Ankommenden eine Wegmarke. Paulskirche, Römer, Dom - dieses Dreigestirn markierte lange das historische Zentrum der Stadt", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). "Ohne die Turmspitze des Langen Franz fehlt mehr als nur ein paar Meter Stein und Ziegel." Es gehe um Identifikation und um ein Stück Stadtgeschichte.

"Jede Spende zählt", ergänzte der Architekt und Vorsitzende des Brückenbauvereins, Christoph Mäckler. Vorbild seien andere Städte: "Das Hamburger Rathaus oder das Münchner Rathaus wären undenkbar ohne ihre prunkvollen Rathaustürme."

Der "Lange Franz" war einst das zweithöchste Gebäude Frankfurts, gleich nach dem Dom. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Spitze zerstört und der Turm im Anschluss mit einem Notdach versehen.

Spendenziel: Eine Million Euro

Laut den Angaben sind für die Rekonstruktion etwa 2,5 Millionen Euro erforderlich. Bislang hat der Verein dank zahlreicher Einzelspenden mehr als 330.000 Euro zusammengetragen. Das Sammelziel der Online-Kampagne bei startnext.com liegt bei einer Million Euro. Wenn dieses Ziel erreicht ist, wolle die Stadt die fehlende Summe aufstocken.

Bürgerinnen und Bürger können nicht nur Spenden und Patenschaften übernehmen, sondern auch exklusive Aktionen erwerben, etwa eine Führung durch den Römer mit Oberbürgermeister Feldmann, eine Besichtigung der Frankfurter Volksbühne mit deren künstlerischen Leiter Michael Quast oder ein Abendessen und einen Rundgang mit Bruder Paulus im Kapuzinerkloster.

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