In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Nachrichten aus der Ukraine am Wiesbadener Staatstheater

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    "Notes from Ukraine"

    Junge Frau in blauer Bluse und gelben Rock gestikuliert
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    Die Gräuel des Krieges in der Ukraine nehmen kein Ende – doch die mediale Aufmerksamkeit schwindet. Das Schauspielensemble am Wiesbadener Staatstheater nahm das zum Anlass, ihre Carte blanche zur freien Gestaltung der Bühnenzeit an Ukrainer:innen in aller Welt weiterzugeben. Egal, ob in Wiesbaden oder in Kyiv, ob Künstler:in oder nicht: Jeder und jede sollte bei "Notes from Ukraine" eine Plattform bekommen. Die Resonanz war überwältigend, sagten die Initiatoren, die Dramaturgin Marie Johannsen und Schauspieler Lukas Schrenk. Es habe dutzende Rückmeldungen gegeben.

    Am Mittwochabend war es soweit, die unterschiedlichsten Menschen bekamen in der Wartburg ihre Bühne: ein 18-jähriger Pianist mit Down-Syndrom ebenso wie eine junge Filmemacherin. Es gab auf eine Leinwand geworfene gemalte Bilder aus der Ukraine, Videos im Livestream, Klavierspiel, Fotos, Gedichte und Gesang. Die 25-jährige Schauspielerin Sascha Indik aus Kyiv brachte die Überzeugung der Teilnehmer auf einen Punkt: "Kreativität wird Zerstörung besiegen." Wegen der guten Resonanz, auch unter Ukrainerinnen und Ukrainern, soll es am 6. Oktober eine Fortsetzung geben.

  • Top-Thema

    Hessischer Denkmalschutzpreis vergeben

    Zum 37. Mal ist am Donnerstag in Wiesbaden der Hessische Denkmalschutz-Preis vergeben worden. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr insgesamt sechs Projekte in den Kategorien Privates Bauen, Transformatives Bauen und Öffentliches Bauen. Für ein Bürgerengagement der besonderen Art gab es außerdem einen Sonderpreis. Die diesjährigen Preisträger im Überblick:

  • Freiluft-Kino über den Dächern von Frankfurt

    Kino über den Dächern von Frankfurt: Das bietet das "High Rise Cinema" ab Donnerstag. Bis zum 13. August werden auf gleich vier verschiedene Dachterrassen der Stadt Klassiker der Filmgeschichte wie "Frühstück bei Tiffany" und "Pulp Fiction" gezeigt, aber auch aktuelle Blockbuster wie "Elvis" oder "Top Gun: Maverick". Weitere Freiluft-Kinos in Hessen finden Sie in dieser Übersicht.

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    Video

    Kino-Spektakel in Frankfurt

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    Ende des Videobeitrags
  • Erstmals Audio-Beschreibungen bei Brüder Grimm Festspielen

    Die Hanauer Brüder Grimm Festspiele erleben an diesem Samstag eine Premiere der besonderen Art: Zu einer Aufführung von "Aladin und die Wunderlampe" wird eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten und damit erstmals überhaupt bei den Festspielen. Florian Schneider vom Mainzer Projekt "T_OHR" will den Gästen live durch detaillierte Beschreibungen von Bühnenbild, Kostümen, Gestik und Mimik eine genaue Vorstellung vom Geschehen auf der Bühne vermitteln.

    Die Nachfrage nach diesem Angebot sei groß gewesen, sagt Schneider: Nachdem die zunächst 30 angebotenen Tickets schon nach ein bis zwei Tagen vergriffen gewesen seien, habe man das Kontingent nochmals aufgestockt. Grundsätzlich wäre auch denkbar, das Angebot auf weitere Vorstellungen auszudehnen, doch ist das auch eine Frage des Geldes, wie ein Sprecher der Festspiele deutlich macht.

    Gäste, die das Angebot der Audiodeskription in Anspruch nehmen, hören Schneiders Beschreibungen über einen Kopfhörer in einem Ohr und folgen zugleich dem Geschehen auf der Bühne.

  • Top-Thema

    Hessen zeichnet LandHeldinnen aus

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    Katja Hack und Katrin Schmidt-Wagner sind die LandHeldinnen 2022.

    Collage: Eine Köchin am Herd, eine Frau vor einer Holzkonstruktion
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    Starke, tatkräftige Frauen gibt es auf dem Dorf schon immer, jetzt bekommen sie einen eigenen Preis: LandHeldinnen nennt das Land Hessen seine neue Auszeichnung, die am Mittwoch zum ersten Mal vergeben wurde.

    Eine Preisträgerin ist Katja Hack, die als erfolgreiche Köchin auf Sterne-Niveau nach Nordhessen zurückgekehrt ist, um den 120 Jahre alten elterlichen Gasthof in Borken-Kerstenhausen zu übernehmen. Sie schaffte es, diesen nicht nur zu einem kulinarischen Highlight zu machen, sondern auch als dörflichen Treffpunkt zu erhalten.

    Der zweite Preis geht an Katrin Schmidt-Wagner aus Lauterbach-Maar. Sie ist Geschäftsführerin einer Zimmerei und beschäftigt zahlreiche weibliche Mitarbeiterinnen, wobei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wesentliche Rolle spielt.

    Umweltministerin Priska Hinz und Vertreterinnen des Netzwerks LandHessin übergaben den Preis am Mittwochabend auf der Burg Gleiberg. Der Preis soll Frauen inspirieren und ermutigen, aktiv  die ländlichen Räume mitzugestalten. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird zukünftig alle zwei Jahre vergeben.

  • Kasseler Nachwuchspreises an Katharina Brehl und Sophie Borney

    Vier Menschen stehen Arm in Arm vor einigen Foto-Porträts

    Die Schauspielerin Katharina Brehl und Tänzerin Sophie Borney sind mit dem Nachwuchspreis der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel ausgezeichnet worden. Der mit zweimal 1000 Euro dotierte Preis würdigt besonders herausragende Leistungen von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern und soll einen "Sonderapplaus" der Fördergesellschaft darstellen.

    Die 1991 in Fulda geborene Katharina Brehl gehört seit 2021/22 zum Ensemble des Staatstheaters und ist u.a. in "Grimm. Ein deutsches Märchen" zu sehen. Die gebürtige Italienerin Sophie Borney ist Tänzerin und Company-Mitglied bei TANZ_KASSEL.

  • Party zum 90. Geburtstag von Nam June Paik

    Klassenfoto vor dem Museum für Kommunikation

    Den Pre Bell Man von Nam June Paik kennt in Frankfurt fast jeder: Für die Video-Skulptur vor dem Museum für Kommunikation verwendete der koreanische Künstler Geräte aus der Museumssammlung: Radios, Fernseher oder auch Antennen, bearbeitete sie und nannte das Werk "Pre Bell Man" nach dem Erfinder des Telefons Alexander Graham Bell.

    Heute wäre der 2006 verstorbene Künstler 90 Jahre alt geworden, und das feiert das Museum zusammen dem Generalkonsulat der Republik Korea. Neben kühlen Getränken und koreanischem Essen gibt es am Museum ab 17 Uhr ein Programm mit der K-Pop-Tanzgruppe Shapgang, die eigens für die Reiterskulptur eine Choreografie kreiert hat.

    Nam June Paik gilt als ein Begründer der Video- und Medienkunst. Der "Pre Bell Man" ist die größte Video-Skulptur im öffentlichen Raum, die Paik Nam June jemals als Auftragsarbeit entwickelt hat.

  • Dieter Wedel gestorben

    Der ehemalige Intendant der Bad Hersfelder Festspiele ist gestorben. Er galt als einer der größten deutschen Regisseure, war zuletzt aber wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs in Verruf geraten.

    Ab 2015 war Wedel Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Bei dem Freilicht-Theaterfestival stellte der promovierte Theaterwissenschaftler Zuschauer-Rekorde auf und sorgte dafür, dass viel Prominenz zur Eröffnung über den roten Teppich lief.

    Die Festspiel-Leitung reagierte am Mittwoch mit großer Bestürzung auf die Todes-Nachricht. Intendant Joern Hinkel, sein Nachfolger und langjähriger Weggefährte, sagte laut einer Mitteilung: "Die Bad Hersfelder Festspiele haben seinem leidenschaftlichen Einsatz und Mut sehr viel zu verdanken. Ihr Ansehen in der Theater- und Festspiellandschaft ist auf sein Ringen um künstlerische Qualität, zeitgemäße Themen verbunden mit hohem Unterhaltungswert zurückzuführen."

  • Sparkassen als documenta-Sponsor fordern "kraftvolle Veränderungen"

    Die Sparkassen-Finanzgruppe - neben Volkswagen einer der Hauptsponsoren der documenta - knüpft nach dem Antisemitismus-Skandal sein weiteres Engagement an Bedingungen. Auf Anfrage des Handelsblatts erklärte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV): "Durch kraftvolle Veränderungen muss die hohe Bedeutung der Documenta über aktuelle Personalentscheidungen hinaus für die Zukunft abgesichert werden."

    Wie die Forderungen genau aussehen ist nicht bekannt. Die Sparkassen, zuerst die Kasseler Sparkasse, fördern die Kunstaustellung bereits seit ihrem Start im Jahr 1955. Im Gesamtbudget von rund 42 Millionen Euro sind die Banken nach eigenen Angaben mit einer sechsstelligen Summe beteiligt.

  • Stadtplanung für alle

    Stadtentwicklung darf nicht nur Politikern, Projektentwicklerinnen und Architekten überlassen werden, sagen zwei Initiativen in Frankfurt und Kassel. Sie laden die Stadtbevölkerung zum Mitreden ein.

  • Wie ein Frankfurter eine Moschee in Algier baute

    In Frankfurt hat der Architekt Jürgen Engel mit modernen Bürohochhäusern die Skyline und viele Plätze in der Innenstadt geprägt. Aber auch einen Sakralbau von gigantischen Ausmaßen hat er entworfen, die Große Moschee von Algier, die 2020 fertiggestellt wurde. Bis zu 120.000 Menschen haben auf dem 26 Hektar großen Areal in Algeriens Hauptstadt Platz. Im Gebetssaal können 36.000 Gläubige zusammenkommen. Das alles überragende Minarett ist mit 265 Metern zugleich das höchste Hochhaus des afrikanischen Kontinents.

    Das Bild zeigt die Moschee in Algier und ein Wasserbecken davor.

    Die abenteuerliche Geschichte dieses Baus erzählt Jürgen Engel zusammen mit dem Kunsthistoriker Christian Welzbacher in einem Bildband, der jetzt erscheint: "The Making of a Mosque". Es geht um Säulen, Kuppeln und islamische Gartenkunst, um Ornament und Kalligrafie, um die Arbeit auf einer interkulturellen Baustelle und das Gotteshaus als Beitrag zur Stadtentwicklung.

    Großformatige Fotos, Grundrisse und Zeichnungen aus dem Skizzenblock des Architekten geben Einblicke in den einzigartigen Planungs- und Bauprozess. Eine Anregung für moderne und repräsentative Moscheebauten auch hierzulande – vielleicht sogar in Frankfurt.

  • Top-Thema

    "Love Family Park" verlässt Rüsselsheim

    Impression vom Love Family Park-Festival

    Das Elektro-Pop-Festival "Love Family Park" wird nicht mehr in den Mainauen bei Rüsselsheim stattfinden. Nicht nur das für Juli angekündigte Festival ist abgesagt, auch in den nächsten Jahren wird es keine Konzerte mehr in Rüsselsheim geben. Das teilt der Veranstalter cosmopop GmbH auf seiner Webseite mit. Es fehle an Unterstützung der Stadt Rüsselsheim und ihrer übergeordneten Behörden.

    Die Auflagen der Naturschutzbehörden für die Veranstaltung im Landschaftsschutzgebiet seien nicht mehr umsetzbar, kritisieren die Veranstalter. Es fehle die Bereitschaft und eine einheitliche Initiative von städtischer Seite, das Festival auf dem Mainvorland umzusetzen, sagte Marketingleiter Robin Ebinger dem Groß Gerauer Echo.

    Vor der Corona-Zwangspause hatte das Festival 2018 und 2019 jeweils rund 10.000 Besucher. Erstmals hatte es 1996 in Hanau stattgefunden.

  • Top-Thema

    Hessische Sternsinger vertreten Deutschland in Rom

    Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg: Alexandra, Joshua, Miriam und Julian, sind Sternsinger aus Hessen. Sie vertreten Deutschland in diesem Jahr beim Neujahrsgottesdienst mit dem Papst im Petersdom in Rom. Sie kommen aus der Pfarrei St. Peter und Paul in Bad Camberg im Bistum Limburg. Und weil Limburg im kommenden Jahr die bundesweite Sternsingeraktion eröffnet, darf diese kleine Delegation nach Rom fliegen. Die vier sind die einzigen deutschen Sternsinger beim Gottesdienst am 1. Januar in Rom. Das Programm ist voll: Sie treffen die Schweizer Garde, dürfen Sightseeing machen und - vielleicht gibt es sogar ein Händeschütteln mit dem Papst.

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    Hessische Sternsinger beim Neujahrsgottesdienst in Rom

    Eine goldene Krone liegt auf einem Holztisch
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