"Respekt geht anders", heißt das neue Buch der Journalistin und langjährigen Moskau-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz. Sie wirft darin einen besorgten Blick auf die zerstrittene Gesellschaft in Deutschland und plädiert für mehr Respekt gegenüber Andersdenkenden. "Ich halte Streit für das Salz in der Demokratiesuppe", betonte die Autorin im Gespräch auf der ARD-Buchmessenbühne am Mittwoch.

Man müsse über Dinge streiten, um in der Sache weiterzukommen. Im Laufe der vergangenen Jahre oder Jahrzehnte sei in der deutschen Streitkultur jedoch der Respekt verloren gegangen, erklärte sie. Dabei sei eine respektvolle Streitkultur elementar für die Demokratie. "Demokratie ist schwierig", sagte Krone-Schmalz, "wenn wir das hinbekommen wollen, dann müssen wir alle mutig sein - mutig und gelassen."

Sie sei selber jemand, der durchaus sehr gerne streite. "Man muss es bloß respektvoll tun und denjenigen noch auf Augenhöhe leben lassen." In der Gesellschaft sei das Bedürfnis da, sich in der Diskussion nicht gegeneinander aufhetzen zu lassen. Hier gibt es das ganze Gespräch zum Nachschauen.