Die Schriftstellerin Terézia Mora (Archivbild 2016)
Die Schriftstellerin Terézia Mora (Archivbild 2016) Bild © picture-alliance/dpa

Am Samstag ist es so weit, der diesjährige Georg-Büchner-Preis wird verliehen. Die Schriftstellerin Terézia Mora erhält die renommierteste literarische Auszeichnung in Deutschland.

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Terézia Mora

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Büchner-Preis 2018 für Terézia Mora

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Der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis 2018 geht am Samstag an die Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin Terézia Mora. Mora bekomme die Auszeichnung "für ihre eminente Gegenwärtigkeit und lebendige Sprachkunst, die Alltagsidiom und Poesie, Drastik und Zartheit vereint", heißt es in der Begründung der Jury.

"In ihren Romanen und Erzählungen widmet sich Terézia Mora Außenseitern und Heimatlosen, prekären Existenzen und Menschen auf der Suche und trifft damit schmerzlich den Nerv unserer Zeit."

Jury: "Verlorenheit der Großstadtnomaden im Blick"

Schonungslos nehme sie die Verlorenheit von Großstadtnomaden in den Blick und lote die Abgründe innerer und äußerer Fremdheit aus, so die Jury weiter. Dies geschehe suggestiv, kraftvoll, bildintensiv und spannungsgeladen.

Mora wurde in Ungarn geboren und wuchs zweisprachig auf. Seit 1990 lebt sie in Berlin. Für ihren Roman "Das Ungeheuer" bekam sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Sie erhielt auch eine Reihe anderer Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis (1999). Zu ihren Werken zählen neben "Das Ungeheuer" auch der Großstadtroman "Alle Tage", "Der einzige Mann auf dem Kontinent" oder "Die Liebe unter Aliens".

Preisträger von Max Frisch bis Jan Wagner

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt vergibt die Auszeichnung seit 1951 an Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen "durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten" und "an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".

Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958) und Günter Grass (1965) sowie zuletzt Jürgen Becker (2014), Rainald Goetz (2015), Marcel Beyer (2016) und im vergangenen Jahr der Lyriker Jan Wagner.

Namensgeber ist der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner ("Woyzeck"). Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich. Die Auszeichnung wird am 27. Oktober während der Herbsttagung der Deutschen Akademie in Darmstadt verliehen.

Sendung: hr-iNFO, 03.07.2018, 10 Uhr