In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

Es gibt neue Meldungen
Automatisch aktualisieren
  • Im Juli wird es für Künstlerkolonie Mathildenhöhe spannend

    Bei der nächsten Tagung des Unesco-Welterbekomitees im Sommer steht die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt auf der Tagesordnung. Wie die deutsche Unesco-Kommission mitteilte, wird die Sitzung wegen der Corona-Pandemie vom 16. bis zum 31. Juli online abgehalten. Sie sollte ursprünglich schon 2020 im chinesischen Fuzhou stattfinden, wurde aber abgesagt.

    Auf der Liste des Unesco-Welterbes stehen zurzeit 1.121 Kultur- und Naturstätten, davon 46 aus Deutschland.

  • Zwei Fuldaer erzählen grausige Kriminalfälle aus Osthessen

    Zwei Fuldaer Autoren rekonstruieren für Audio-Reportagen Verbrechen, die in der Vergangenheit in Osthessen Aufsehen erregt haben. Manche Fälle in ihrem Podcast lassen sie auch persönlich nicht kalt und sorgen für manchen Albtraum.

  • Drei Frauen ringen um Amanda Gormans Worte

    Sie spricht von Hautfarbe, Unterdrückung und Hoffnung: Amanda Gorman hat die Welt mit ihrem Gedicht "The Hill We Climb" zu Tränen gerührt. Nun erscheint das Werk auf Deutsch, übersetzt von drei Frauen gemeinsam. Eine von ihnen ist hr-Redakteurin Hadija Haruna-Oelker. Im Interview berichtet sie von der herausfordernden Aufgabe.

  • Arnold-Bode-Preis für Künstlerkollektiv Instar

    Das Künstlerkollektiv "Hannah Arendt Institut für Artivismus" (Instar) und seine Gründerin Tania Bruguera erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis 2021. Das in Havanna arbeitende Kollektiv setze sich "mit künstlerischen und diskursiven Mitteln für demokratische Transformationsprozesse ein", begründete die Kasseler Kulturdezernentin Susanne Völker am Montag die Entscheidung. Das Engagement für gerechtes Miteinander "sei einer der relevantesten (Kunst)Diskurse unserer Zeit".

    Die 1968 geborene Installations- und Performancekünstlerin Tania Bruguera habe bei der documenta 2002 mit der akustischen Simulation eines Erschießungskommandos Aufsehen erregt, teilte die Stadt Kassel mit. Auf Kuba habe die Künstlerin für den Aufbau einer Demokratie gekämpft und sei dafür mehrmals ins Gefängnis gekommen. Das Kollektiv, das sie 2015 gründete, trage die Verbindung von Kunst und Aktivismus im Namen. Als "demokratischer und hierarchiefreier Raum" fordere das Kollektiv soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit. 

    Wann und wie die Preisverleihung stattfindet, werde wegen der Pandemie erst später entschieden, teilte die Stadt mit.

    Gruppenfoto - Künstlerkollektiv INSTAR
  • Über das Warten in Kunst und Literatur

    Warten, weiter warten, warten - worauf eigentlich? Die Corona-Pandemie hat uns in diese Schleife geschickt. Die Künstlerin Christine Reinckens und der Autor Timo Reuter sehen in der aktuellen Hängepartie auch kreatives Potenzial.

  • Dieses Spiel hilft, Extremismus zu erkennen

    Jugendliche sensibilisieren für Extremismus - dafür geht die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt neue Wege: Sie hat ein Handy-Spiel entwickelt, mit dem Schüler versteckte rechtsextreme Botschaften erkennen sollen.

  • So entsteht in Minecraft ein neues Frankfurt

    Wie könnte das Frankfurt der Zukunft aussehen? Zu dieser Frage hat das Deutsche Architekturmuseum einen Wettbewerb ausgelobt. Kleine und große Hobbyarchitekten können sich dabei im Videospiel Minecraft austoben.

  • Top-Thema

    Frankfurt bewirbt sich als Modellregion für Kulturbranche

    Frankfurt will Modellregion des Landes Hessen werden.
    Erste Gespräche auf Landesebene hätten bereits stattgefunden. Den Fokus legt die Stadt dabei auf die Kultur- und Veranstaltungsbranche sowie die Gastronomie. Oberbürgermeister Feldmann (SPD) begründete die Entscheidung damit, dass diese Wirtschaftszweige bisher stark benachteiligt wurden.

    Geplant ist laut Stadt ein Modellprojekt unter der Federführung des Gesundheitsamtes und mit wissenschaftlicher Begleitung in ausgewählten Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomiebetrieben in einem begrenzten Gebiet des Frankfurter Stadtgebiets. Dort sollen Kultur und Veranstaltungen wieder stattfinden können - mit derzeit geltenden Hygienestandards wie negativen Schnelltests beim Eintritt und digitaler Kontakpersonennachverfolgung.

    Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) betonte, der Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher stehe dabei im Vordergrund. Die Stadt erhofft sich von dem Modellprojekt Erkenntnisse zur Öffnung des Kulturbetriebs und eine Signalwirkung für andere Städte und übrige Wirtschaftszweige.

  • Wiesbadener Fernsehkrimi-Festival 2021 mit hybridem Modell

    Das Deutsche Fernsehkrimi-Festival in Wiesbaden findet in diesem Jahr in hybridem Format statt. Die Veranstalter kündigten am Donnerstag an, als ersten Wettbewerbsbeitrag den Kriminalfilm "Sabine" des Norddeutschen Rundfunks (NDR) aus der ARD-Reihe "Polizeiruf 110" am 1. Juni im Wiesbadener Caligari-Kino zu präsentieren.

    Der Kulturdezernent der Stadt, Axel Imholz, zeigte sich hoffnungsvoll, "dass wir dem Fernsehkrimi auf der großen Leinwand und mit eingeladenen Filmgästen eine Plattform bieten können". Mit Blick auf das Coronavirus werde aber von Anfang an hybrid geplant, viele Inhalte würden im Internet und auf Social Media angeboten. Er versprach: "Egal, was kommt: Wir werden den Fernsehkrimi feiern."

    Insgesamt hätten zwölf Sender trotz erschwerter Drehumstände insgesamt 44 Fernsehkrimis eingereicht. Zehn davon wurden von einer Jury für den Wettbewerb ausgewählt, der am 4. Juni mit der Preisverleihung zu Ende geht.

  • Mit blauen Fensterrahmen zum Weltkulturerbe?

    Die Pyramiden von Gizeh, die Akropolis in Athen, das Kloster Lorsch - sie alle sind Teil des Weltkulturerbes der Unesco. Frankfurt bewirbt sich mit den Ernst-May-Siedlungen aus den 1920er Jahren. Dabei geht es auch um farbenfrohe Details.

  • Queere Liebesgeschichten erobern Jugendbücher

    Queere Themen boomen, auch in Jugendbüchern. Dass diese viel mehr sind als nur ein Nischenprodukt, zeigt die Frankfurter Autorin Alicia Zett mit ihren Liebesgeschichten.

  • 33 Titel im Finale des Deutschen Jugendliteraturpreises

    33 Titel stehen im Finale um den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Auswahl der Nominierungen wurde von drei unabhängigen Jurys getroffen. Sie stellten ihre Kandidaten am Donnerstag online vor. Die Kritikerjury prüfte 667 Titel und nominierte ihre Favoriten in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch.

    Der Preis ist mit insgesamt 72.000 Euro dotiert, die Sieger werden am 22. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Eine Sonderpreisjury würdigt in diesem Jahr außerdem die Leistungen von Übersetzerinnen und Übersetzern.

  • Wegen Corona: Maifestspiele mit Ersatzprogramm

    Die renommierten "Internationalen Maifestspiele" in Wiesbaden finden diesmal mit einem Ersatzprogramm statt. Geplant sind unter anderem Wagners "Der Ring des Nibelungen" sowie die Opern "Der Barbier von Sevilla" von Rossini und Mozarts "Hochzeit des Figaro". Zudem sollen "Il trittico" von Puccini und der Doppeltanzabend "Le sacre du printemps" Premiere feiern, wie das Staatstheater am Mittwoch mitteilte.

    Zu seinem 125-jährigen Bestehen wird das Festival außerdem mit der Sonderausstellung "Vorhang auf!" begleitet.

  • Henkersmahlzeit von 47 Millionen Jahre alter Fliege analysiert

     Fossile Fliege Hirmoneura Messelense aus der Messelgrube. Sie lebte vor rund 47 Millionen Jahren und wurde in der Grube Messel als bislang unbekannte Fliegenart entdeckt.

    Forscher haben im Unesco-Weltnaturerbe Grube Messel in Südhessen das Fossil einer bislang unbekannten Fliegenart entdeckt. Im Bauch des gerade einmal elf Millimeter großen Insekts wiesen sie Blütenpollen nach. Laut des Senckenberg Forschungsinstitut ein Nachweis dafür, dass Fliegen bereits vor 47 Millionen Jahren bei der Bestäubung von Pflanzen eine wichtige Rolle gespielt haben könnten. Die Entdeckung wurde im Fachjournal "Current Biology" veröffentlicht.

    Man habe "sozusagen die Henkersmahlzeit der Fliege" analysiert, sagte Senckenberg-Wissenschaftlerin Sonja Wedmann. Fossile Nahrungsreste wie diese seien weltweit extrem selten. Sie geben den Forschern Hinweise auf die Lebensweise und das Fressverhalten der Tiere sowie auf die Umweltbedingungen, in denen die Insekten damals gelebt haben.

  • Eine Million Schulkinder bekommen Buch geschenkt

    Für rund eine Million Kinder der vierten und fünften Klassenstufen gibt es zum Welttag des Buches am 23. April Geschenke: Sie können sich den Comicroman "Biber undercover" in einer von rund 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. Die Aktion läuft vom 20. April bis 30. Juni und gegen Vorlage eines Gutscheins. Das teilten der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main und die Stiftung Lesen in Mainz mit. Die Aktion "Ich schenk dir eine Geschichte" findet zum 25. Mal statt.

  • Große Besuchernachfrage in Frankfurter Museen

    Die Frankfurter Museen verzeichnen nach ihrer viermonatigen Corona-Zwangspause eine große Nachfrage. Am Mittwoch, dem ersten Öffnungstag, seien bereits viele Kinder im Haus gewesen, zudem laufe der Online-Ticket-Verkauf vor allem in Richtung Wochenende sehr gut, sagte die Direktorin des Senckenberg Naturmuseum, Brigitte Franzen. Zwischenzeitlich habe es wegen des großen Interesses sogar Server-Probleme gegeben. Diese seien aber inzwischen behoben worden. Die Besucherzahlen sind auf 450 pro Tag beschränkt.

    Auch in der Schirn sind die nächsten Tage gut gebucht. "Es sind aber noch Tickets verfügbar", sagte Sprecherin Johanna Pulz. Wegen der großen Nachfrage könne es aktuell zu Wartezeiten auf den Servern und bei der Beantwortung der Anfragen kommen. Nach aktueller Regelung sind in der Schirn derzeit 60 Personen pro Ausstellung und Stunde zugelassen.

    Das Städel ist ab Donnerstag wieder geöffnet und verzeichnet ebenfalls eine große Nachfrage. Pro Tag können 1.000 Menschen das Kunstmuseum besuchen und beispielsweise die aktuelle Max-Beckmann-Ausstellung anschauen.

    Im Laufe dieser Woche haben viele Frankfurter Museen wieder ihre Türen geöffnet, beispielsweise das Archäologische Museum, das Caricatura Museum, das Museum für Angewandte Kunst und das Institut für Stadtgeschichte. Voraussetzung dafür ist, dass die Zahl der Infektionen binnen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner hessenweit stabil unter dem Wert 100 bleibt. Besucher können sich online ein Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster kaufen und müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Zudem gelten Schutz- und Hygienekonzepte.

  • Caricatura zeigt "Beste Bilder 2020" - und ein bisschen mehr

    Eigentlich hätte die Caricatura in Kassel ihre Schau "Beste Bilder" schon Ende 2020 gezeigt - schließlich geht es um die besten Cartoons des Vorjahres. Doch alle Museen hatten geschlossen - am Freitag, 12. März, öffnen die Museen in Kassel wieder.

    "Ein Naturgesetz besagt: Wenn das Land in der Krise steckt, hilft nur noch die Komische Kunst. Oder kurz: Lachen ist die beste Medizin", kommentiert der Leiter der Caricatura, Martin Sonntag, die Wiederöffnung. Die Ausstellung startet zwar verspätet, kommt dafür aber in einer "Extended Version" daher und gewährt exklusive Einblicke in das erste Quartal des Jahres 2021.

    Die Ausstellung ist zu den gewohnten Zeiten in der Caricatura Galerie zu sehen: Dienstag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr und Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Wichtig zu beachten ist, dass ein Besuch nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist. Es gelten nach wie vor die gewohnten Hygieneregeln, Abstand und Maske. Das Zeitfenster für den Besuch beträgt eine Stunde.

    Cartoon: Zwei Männer mit Mund-Nase-Schutz - einer hält eine Flasche in der Hand. Der eine fragt "Und jetzt?" - Antwort: "Gießen wir uns einen hinter die Binde."
  • Schriftstellerin Katja Behrens gestorben

    Die Darmstädter Schriftstellerin Katja Behrens ist gestorben. Die 78-Jährige starb bereits am vergangenen Samstagabend (6. März) nach einem Schlaganfall. Behrens wurde 1942 als Tochter einer Jüdin in Berlin geboren und überlebte die Nazi-Herrschaft in einem Versteck in Österreich. Nach dem Krieg wuchs sie in Wiesbaden auf, lebte einige Jahre in Israel und kam 1973 als Lektorin des Luchterhand-Verlags nach Darmstadt.

    Seit 1978 arbeitete sie als freie Schriftstellerin, unter anderem für Kinder und Jugendliche, und als Herausgeberin. 1978 legte Behrens ihr Debüt "Die weiße Frau" vor. Zu ihren Veröffentlichungen gehören "Der Roman von einem Feld" (2007) über das Darmstädter Oberfeld und der 2009 erschienene Roman "Der kleine Mausche aus Dessau - Moses Mendelssohns Reise nach Berlin im Jahre 1743".

    Katja Behrens war Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und von 2007 bis 2009 dessen Vizepräsidentin und "Writers-in-Prison-Beauftragte". Zu ihren Auszeichnungen zählt der Mainzer Stadtschreiberpreis, 2015 war sie Darmstädter Turmschreiberin.

  • Top-Thema

    Hessens Theater proben wieder

    Der Probenbetrieb an den großen hessischen Theatern darf wieder starten. Das haben die Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden, das Hessische Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen laut Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) gemeinsam mit dem Ministerium vereinbart.

    Die Proben sollen unter Wahrung des Infektions- und Arbeitsschutzes stattfinden. "Ziel ist die Vorbereitung der Öffnung, sobald es die Pandemielage und die Corona-Verordnung des Landes zulassen", heißt es in der Mitteilung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Durch Erfolge beim Impfen und Fortschritte bei der Versorgung mit Tests seien vorsichtige Schritte zurück zur Normalität möglich.

    Die aktuelle Beschlusslage von Bund und Ländern sieht die Öffnung von Theatern frühestens für Ende März vor. Voraussetzung dafür ist, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert stabil unter 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt und dass Besucher ein tagesaktuelles negatives Ergebnis eines Covid-19-Tests vorzeigen können.

  • Oratorium als biblische Zeitreise

    Eine musikalische Zeitreise in die Welt der Urchristen soll während des 3. Ökumenischen Kirchentages im Mai zur - digitalen - Uraufführung kommen. "Das Besondere an der Entstehung des Stückes ist auch sein komplett ökumenischer Charakter", sagte Eugen Eckert, Frankfurter Stadionpfarrer und Referent der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Kirche und Sport. Er hat gemeinsam mit dem Franziskaner Helmut Schlegel das Libretto des Oratoriums "Eins" verfasst.

    Eigentlich sollte das Oratorium im Frankfurter Stadtion mit dem "größten Chor der Welt" zur Aufführung kommen - gedacht war an bis zu 50.000 Sängerinnen und Sänger. In Pandemie-Zeiten ein Unding. Stattdessen soll es bei der Uraufführung auf der Webseite des Kirchentags nun zu virtuellen Choreinspielungen kommen, hieß es. Die vier Solisten und das Orchester wiederum müssen in einer Frankfurter Messehalle bei der Produktion des Oratoriums ausreichend Abstand halten.

    Die Handlung: Eine Journalistin reist für eine Recherche in die Zeit der Urchristen und begegnet dabei unter anderem Petrus und Paulus. Komponiert wurde das rund 90-minütige Werk von den Kirchenmusikern Peter Reulein vom Bistum Limburg und Bernhard Kießig, Referent für Popularmusik am Zentrum der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Das Ergebnis sei ein Crossover von traditioneller und popmusikalischer Kirchenmusik.

  • Übersetzerin und Verleger ausgezeichnet

    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt verleiht einer Übersetzerin und einem Verleger jeweils mit 15.000 Euro dotierte Preise. Der Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung geht an Barbara Kleiner für ihre Übertragungen italienischer Literatur ins Deutsche. Den Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland erhält der arabische Verleger Khalid Al-Maaly.

    "Barbara Kleiners Übersetzungen bewegen sich meisterlich auf der Höhe des Originaltextes", heißt es in der Mitteilung. Der Verleger Al-Maaly sei seit drei Jahrzehnten ein "unermüdlicher Akteur in der deutsch-arabischen Kulturvermittlung". Sein in Beirut ansässiger Verlag "Manschurat al-Djamal" sei die erste Adresse für moderne und zeitgenössische deutschsprachige Literatur und Publizistik in der arabischen Welt. Die Preise sollen am 8. Mai 2021 übergeben werden. In welcher Form die Preisverleihung stattfinde, stehe aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht fest.

  • Top-Thema

    Buchmesse als Präsenzveranstaltung geplant

    Nach einer rein digitalen Ausgabe im Corona-Jahr 2020 soll die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das sagte Messechef Juergen Boos der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ, Montagsausgabe). Zusätzlich solle es ein ergänzendes Digitalprogramm geben, sagte Boos, ohne bereits Details zu nennen.

    "Frankfurt braucht es dieses Jahr. Weil sich Kreativität auf Begegnung und Austausch stützt und nicht zuletzt auf den Zufall", sagte Boos zur Begründung. Die Buchmesse (20.-24. Oktober) werde sich an den im Herbst geltenden Hygieneregelungen orientieren. Anmeldeschluss für die Verlage ist Ende Mai, Ehrengast in diesem Jahr Kanada.

    Die digitale Buchmesse 2020 hatte einen Rekordverlust verbucht. Laut FAZ bewegt sich dieser in einem zweistelligen Millionenbereich.

  • Top-Thema

    Hochdotierter Kunstpreis für Shaw-Ausstellung

    Große Freude im Frankfurter Kunstverein. Die Ausstellung "Phase Shifting Index" von Jeremy Shaw wird mit dem Dr. Maschner-Ausstellungspreis in Höhe von 25.000 Euro ausgezeichnet. Die Corona-Beschränkungen machen Ausstellungshäusern und Museen die Arbeit schwer, dennoch wurden "auch in 2020 hervorragende und herausstechende Ausstellungen geplant und umgesetzt", betonte Stiftungsvorstand Peter Gatzemeier bei der Preisübergabe.

    Der Jury gefiel besonders, dass die Besucherinnen und Besucher auf einen Parcours geschickt werden, bei dem die einzelnen Teile ein einheitliches Gesamtwerk bilden. Unser Reporter mochte die Schau auch sehr und sprach von "Ekstase im Kunstverein". Bis Ostermontag, 5. April, ist die Schau verlängert worden. Eine weitere Besonderheit: Die Ausstellung wurde so kuratiert, dass auch in Zeiten geschlossener Museen ein Hauptwerk des Künstlers immer, tags wie nachts, für die Menschen in der Frankfurter Innenstadt zu sehen ist und "diese mit seiner hypnotischen Sogwirkung" in ihren Bann zieht, erklärt Kunstvereins-Direktorin Franziska Nori.

  • 15 Künstlerkollektive arbeiten digital an documenta

    Die nächste documenta dürfte so global werden wie keine zuvor: Die Liste der Mit-Kuratoren aus aller Welt wächst immer weiter an. Die Kunstausstellung in Kassel soll vom 18. Juni bis 25. September 2022 stattfinden. An den Vorbereitungen sind 15 Künstlerkollektive aus mehr als einem Dutzend Länder beteiligt. "Die Vorbereitungen auf dem Weg zur documenta fifteen verlaufen planmäßig", teilte die Pressestelle mit.

    Geleitet wird die "documenta fifteen" von dem indonesischen Künstler-Kollektiv Ruangrupa. Ihr Arbeitsprinzip nennen sie "lumbung", das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune. Sie haben Institutionen aus der ganzen Welt eingeladen, "um gemeinsam lumbung zu praktizieren". Die Liste ist inzwischen auf 14 Kollektive mit einer nicht genannten Zahl an Köpfen angewachsen.

    Die Künstler der Kuratoren-Gruppe Ruangrupa aus Indonesien, Iswanto Hartono (li.) und Reza Afisina (re.) auf der Kasseler Treppenstraße vor dem ruru-Haus.
  • 53.300 Euro bei Benefiz-Auktion für Künstler in Not

    Bei einer Versteigerung von Kunstwerken sind in Frankfurt 53.300 Euro für Künstlerinnen und Künstler in Not zusammengekommen. Das Geld kommt nach Angaben der Stadt dem Kulturnotfallfonds zugute, der wegen der Corona-Krise gegründet wurde. Betroffene können daraus zwischen 500 und 5.000 Euro erhalten.

    Bei der Versteigerung am Samstag waren sieben Werke von Heiner Blum, Thomas Bayrle, Jana Euler, Anne Imhof, Christiane Feser, Parastou Forouhar, Christa Näher und Tobias Rehberger angeboten worden.