In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Top-Thema

    Neue documenta-Struktur gefordert

    Nach den Vorwürfen gegen die documenta fordert der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, künftig mehr Mitsprache des Bundes bei der Kasseler Kunstschau. Es seien grundsätzliche Konsequenzen zu ziehen. Klein sagte, es gehe um die Struktur der documenta, die auch Staatsministern Claudia Roth (Grüne) in einem Fünf-Punkte-Plan angehen wolle.

    "Die documenta ist eine derart bedeutsame Veranstaltung mit weltweiten Auswirkungen", sagte Klein. "Da kann es nicht sein, dass der Bund sich zurückzieht, dass eine Stadt wie Kassel das alleine macht und auch Warnungen, die ja in der Öffentlichkeit und auch von Bundesseite ausgesprochen werden, einfach in den Wind schlägt. Das kann so nicht bleiben."

  • Museum statt Büroflur

    Die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank wird zum ersten Mal öffentlich in einem Museum gezeigt. Ab 8. Juli präsentiert das Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt zum Titel "Ortswechsel" etwa 90 moderne und zeitgenössische Werke aus der Sammlung der Bundesbank, wie die Universität mitteilte. Gezeigt werde ein Querschnitt durch die deutsche Kunstgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts mit Werken von Künstlern wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Wolfgang Mattheuer, Anne Imhof oder Jorinde Voigt.

    Die Sammlung der Bundesbank umfasse mehrere Tausend Werke, darunter vor allem Gemälde, Grafiken und Skulpturen, aber auch einige Fotografien. Aufgebaut wurde sie ab den 1950er Jahren. Die Schau will einen Perspektivwechsel auf die Werke bieten, die sonst an mehreren Standorten der Bundesbank "in den Fluren, Besprechungsräumen sowie den Büros und bisweilen auch zwischen Zimmerpflanzen, Kopierern und Sitzgarnituren ihren Platz" hätten.

    Corinne Wasmuht - Arbeit mit dem Titel "Monaco" aus dem Jahr 2004
  • Rhein wirft Verantwortlichen Fehler vor

    Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat den Verantwortlichen der von Antisemitismus-Vorwürfen überschatteten documenta in Kassel Fehler vorgeworfen. "Es war falsch, vorab nicht mehr Gespräche zu führen", sagte er der Frankfurter Rundschau. Wen er genau damit meinte, erläuterte er in dem Interview allerdings nicht.

    Rhein sagte, er erwarte nun von den Verantwortlichen, "dass sie jeden Stein umdrehen, ob irgendwo noch etwas Problematisches ist." Man werde auch darüber nachdenken müssen, "ob die Strukturen der documenta so bleiben können".

  • 9-Euro-Theaterticket "nach Wien" und zurück

    Mit dem 9-Euro-Ticket der Bahn kann man durch ganz Deutschland reisen, mit dem 9-Euro-Theaterticket des Stadttheaters Gießen geht es für einen Abend sogar nach Wien - und zwar ganz ohne Umstieg und Verspätungen. Kunststück, Sie steigen für den Abend in bester Wien-Kulisse ja nicht einmal in einen Zug. Am 2. und 9. Juli gibt es den Strauß-Klassiker "Die Fledermaus" - eine Festnacht voller Maskeraden in der feinen Wiener Gesellschaft. Und das zum Schnäppchenpreis, kosten die besten Plätze sonst doch 34,50 Euro.

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    Mit dem 9-Euro-Theaterticket "nach Wien"

    Das Stadttheater Gießen
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  • Top-Thema

    Spiegel: Roth konnte sich bei documenta nicht durchsetzen

    Hätte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) den Skandal um antisemitische Kunstwerke auf der documenta 15 noch abwenden können? Ja -  wenn sie sich gegen die documenta-Verantwortlichen durchgesetzt hätte, sagt das Nachrichtenmagazin Spiegel. Ihm liegt nach eigenen Angaben eine E-Mail von Roths Amtsleiter an die hessische Wissenschaftsministerin Dorn (Grüne), Kassels Oberbürgermeister Geselle (SPD) und documenta-Generaldirektorin Schormann vor.

    Aus der Mail vom 17. Januar gehe hervor, dass Roth frühzeitig auf die Vorwürfe reagiert und auch konkrete Vorschläge gemacht habe, wie sicherzustellen sei, dass auf der documenta weder antisemitische Kunst gezeigt noch antiisraelischer Hetze eine Bühne geboten werde. Die Vorschläge seien vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats Geselle unter Verweis auf die Kunstfreiheit abgelehnt worden.

  • Förderung für "Provenienzforschung"

    In vielen hessischen Museen gibt es Sammlungsstücke aus der Kolonialzeit. Koloniale Raubgüter oder nur harmlose Souvenirs? Mit dieser Frage beschäftigt sich die "Provenienzforschung", die vom Land Hessen seit diesem Jahr mit rund 200.000 Euro unterstützt wird.

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    Förderung für "Provenienzforschung"

    hessenschau vom 27.06.2022
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  • 16-Jähriger mit Udo Lindenberg auf Tour

    Udo Lindenberg tritt vor zehntausenden Menschen auf. Dass der 16-jährige Phil aus Wabern-Unshausen vor zehntausenden Menschen singt, ist für den Nordhessen das Allergrößte. Er hat bei einem Casting überzeugt und darf jetzt Udo Lindenberg auf seiner aktuellen Tour begleiten.

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    16-Jähriger mit Udo Lindenberg auf Tour

    hessenschau vom 27.06.2022
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  • Ministerin und Jüdische Verbände für Aufarbeitung

    Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) und die Jüdischen Gemeinden in Hessen haben sich nach dem Skandal um ein documenta-Kunstwerk mit antisemitischen Darstellungen für eine umfassende Aufarbeitung ausgesprochen. Es gelte zu klären, aus welcher Weltsicht die Bilder entstanden sind und wie Antisemitismus bekämpft werden kann, erklärten Dorn und der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Hessen, Jacob Gutmark, am Montag.

    Am Dienstagabend solle es dazu ein Gespräch mit Dorn und jüdischen Vertretern in Frankfurt geben. Dabei müsse es auch um Verantwortlichkeiten geben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Salomon Korn.

  • Singende und tanzende Kinder gesucht

    Sie kennen oder haben ein Kind, das gut und gerne singt und auch noch tanzt? Dann auf zum Kinder- und Jugendchor Cantamus in Kassel. Der sucht noch Mitwirkende im Alter zwischen 6 und 18 Jahren für das Musical "Emil und die Detektive", das in der nächsten Spielzeit im Staatstheater Kassel gespielt wird. Die Bewerbung muss allerdings schnell gehen, Anmeldeschluss ist Dienstag, 28. Juni. Ansprechparter ist der musikalische Leiter Peter Schedding, der sich über Bewerbungen per Mail an cantamus@staatstheater-kassel.de freut.

    Singende Kinder
  • Antisemitismus-Beauftragter kritisiert Autorin bei Adorno-Lesung

    Der hessische Antisemitismus-Beauftragte Uwe Becker (CDU) hat einen geplanten Auftritt der US-amerikanischen Autorin Linda M. Alcoff im Rahmen der Adorno-Lesungen kritisiert. "Eine Referentin, die den Jüdischen Weltkongress angreift, rassistischen Kapitalismus in Palästina ausmacht, Israel mit Kolonialismus und Apartheid gleichsetzt und Sympathien für BDS zeigt" sei sicher keine gute Wahl, so Becker in einer Pressemitteilung. "Wer den israelbezogenen Antisemitismus befördert und BDS unterstützt, sollte kein öffentliches Podium erhalten", schreibt Becker weiter.

    Alcoff ist Professorin für Philosophie am Hunter College und dem Graduate Center der City University of New York. Zu ihren Forschungsfeldern zählen die Kontinentalphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts und Critical Race Studies. Im Rahmen der Adorno-Vorlesungen des Instituts für Sozialforschung an der Uni Frankfurt soll sie ab Mittwoch drei Vorlesungen halten.

  • Podium zum Antisemitismus in der Kunst

    Wenn es Probleme gibt, kann ein Gespräch helfen. Deshalb veranstalten die Bildungsstätte Anne Frank und die documenta am Mittwoch, 29. Juni, um 18.30 Uhr in Kassel ein Podium zum Thema "Antisemitismus in der Kunst". Es diskutieren unter anderem der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, und Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes. Auch Publikum, das nicht bei der Veranstaltung im UK 14 vor Ort sein kann, kann teilnehmen. Die Diskussion wird in deutscher und englischer Sprache live gestreamt.

    Am Montag hat Mendel in der Frankfurter Rundschau davor gewarnt, die gesamte Schau unter Generalverdacht zu stellen. "Jetzt 1.500 Künstlerinnen und Künstler als Antisemiten darzustellen, das ist grob falsch." Dass erst jetzt weitere Werke auf antisemitische Inhalte geprüft werden sollen, wundert ihn. Der Zeitpunkt sei natürlich komplett falsch. Dieser Prozess sei in der Zeit der Vorbereitung notwendig gewesen, was offensichtlich nicht passiert sei.

    Einen Abbruch der Schau hält Mendel nicht für sinnvoll, aber auch nicht für ausgeschlossen. "Das wäre vermutlich nicht im Interesse des Zentralrats der Juden, nicht im Interesse des Publikums, der Künstler. Aber wer weiß, was noch geschieht." Die Situation sei sehr toxisch und explosiv.

    Meron Mendel Portrait
  • Ein Hesse hat uns Toast Hawaii eingebrockt

    Ein Blick auf den Kalender: Heute ist der 27. Juni und das bedeutet, heute ist "International Pineapple Day", der Welttag der Ananas. Man kann sie einfach pur essen, oder aber auch in einer Kombination mit Toast, Schinken, Käse und Kirsche in ein Toast Hawaii verwandeln.

    Diesen wilden Zutaten-Stapel verdanken wir übrigens einem Hessen. Clemens Wilmenrod aus dem mittelhessischen Hadamar-Oberzeuzheim war Deutschlands erster Fernsehkoch und kreierte das Gericht, über das man auf Hawaii vermutlich verwundert den Kopf schüttelt. Dagmar Fulle weiß mehr.

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    Warum wir einem Hessen Toast Hawaii verdanken

    Hmm, schön angerichtet: das hessische Toast Hawaii.
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  • documenta-Floß im Mittellandkanal gestrandet

    Bei der documenta in Kassel laufen einige Dinge nicht ganz rund. Jetzt hat es auch das Projekt "citizenship" des Berliner Zentrums für Kunst und Urbanistik erwischt. Das Floß, das am 2. Juni in Berlin gestartet ist, um in 55 Tagen zur Kunstschau in Kassel zu reisen, ist erst einmal im Mittellandkanal bei Wolfsburg gestrandet.

    Der Grund sei ein Defekt am Schiff, der behoben werden müsse, heißt es aus documenta-Kreisen. Wann genau die Weiterfahrt möglich ist, dazu gibt es noch keine Information.

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    documenta-Schiff im Mittellandkanal gestrandet

    Das Schiff des documenta-Projekts "citizenship" wird vom Ruder-Club Tegelort über die Havel gezogen. Für das Projekt wurde die Dachkonstruktion des Berliner Zentrums für Kunst und Urbanistik als Floß umgestaltet.
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  • Top-Thema

    Friedenspreis für Serhij Zhadan

    Der ukrainische Schriftsteller und Musiker Serhij Zhadan erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. "Wir ehren den ukrainischen Schriftsteller und Musiker für sein herausragendes künstlerisches Werk sowie für seine humanitäre Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft", begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung. Der Friedenspreis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 23. Oktober in der Paulskirche übergeben.

  • Top-Thema

    documenta prüft Kunstwerke auf Antisemitismus

    Die von dem Antisemitismus-Eklat überschattete documenta in Kassel startet in ihre zweite Ausstellungswoche. Forderungen nach Konsequenzen und Aufarbeitung werden die Kunstschau auch in den kommenden Tagen nicht loslassen. Für einen zusätzlichen Dämpfer sorgt Corona: Angesichts der aktuellen Pandemie-Entwicklung werden Veranstaltungen bis Mittwoch (29. Juni) abgesagt, hieß es auf der Website der documenta. Einzelne Veranstaltungen sollen demnach abgewandelt stattfinden - vornehmlich draußen.

    Am Ende der ersten Woche und nach mehreren Tagen heftiger Debatte hatte sich am Freitag das für das umstrittene Banner "People's Justice" verantwortliche indonesische Künstlerkollektiv Taring Padi entschuldigt. Das Werk hatte wegen antisemitischer Bildsprache für die Welle der Empörung gesorgt, am Dienstagabend war das Banner entfernt worden. Nun sollen auch die übrigen documenta-Ausstellungsstücke mit Blick auf den Antisemitismus-Eklat in Augenschein genommen werden.

    Ein Sprecher der Stadt Kassel hatte zwischenzeitlich erklärte, dass derzeit keine Aufsichtsratssitzung vorgesehen sei. Bei den Sitzungen des Gremiums, dem Vertreter der Gesellschafter der Stadt und des Landes Hessen angehören, werden üblicherweise auch mögliche strukturelle oder personelle Veränderungen erörtert. Zuletzt hatte es Rücktrittsforderungen gegen Generaldirektorin Sabine Schormann gegeben, die aber an ihrem Amt festhält.

    Ein Mitarbeiter der documenta fifteen verhüllt ein großflächiges Banner des Kollektivs Taring Padi.  (dpa)
  • Seligenstädter bei Tagen der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet

    Nach dreitägigem Wettlesen wurde am Sonntagmittag der Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt verliehen. Der aus Seligenstadt (Offenbach) stammende Schriftsteller Juan S. Guse gewann den mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis für eine fantasiereiche Geschichte über eine unbekannte Zivilisation, die im Taunus entdeckt wird und dort unbemerkt von der Welt den Frankfurter Flughafen inklusive Duty-Free-Shop nachgebaut hat. Der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis des deutschsprachigen Literaturwettstreits ging an die aus Slowenien stammende Autorin Ana Marwan.

    Juan S. Guse

    Nach zwei virtuellen Ausgaben fand der Wettbewerb erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder mit Autorinnen und Autoren vor Ort statt. Die Preise wurden nach einem neuen Punktesystem vergeben, das die bisherige öffentliche Abstimmung unter den Jurymitgliedern ersetzt. Voriges Jahr gewann die aus dem Iran stammende und in Graz lebende Nava Ebrahimi. Der Preis erinnert an die in Klagenfurt geborene Literatin Ingeborg Bachmann (1926-1973).

  • Lesungen in Frankfurts Hochhäusern

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    Literaturfestival literaTurm 2022 startet

    Blick aus dem Frankfurter Opernturm auf die Skyline
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    Lesen an besonderen Orten: In Frankfurt beginnt am Montag das Literaturfestival "LiteraTurm" (bis 3. Juli). In diesem Jahr steht es unter dem Motto "Risse" und widmet sich dem 24. Februar 2022, dem Tag des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine. Fokus des Festivals ist Mittel- und Osteuropa. Renommierte Autoren und Autorinnen aus der Ukraine, aus Russland, Belarus, Bulgarien, Albanien, Polen und Ungarn sind zu Gast und lesen in Frankfurts Hochhäusern aus ihren Werken. Daneben präsentieren sich Autoren aus dem Buchmesse-Gastland Spanien.

  • Top-Thema

    Die verheerende erste documenta-Woche

    Die documenta in Kassel will ein Fest der Weltkunst sein. Immer wieder sorgte sie auch für Aufreger. Doch die aktuellen Vorwürfe, antisemitische Kunst zu zeigen, haben eine andere Dimension als die Kontroversen früherer Jahre. Die verheerende Bilanz der ersten Woche.

  • Top-Thema

    Künstlerkollektiv Taring Padi entschuldigt sich

    Nach dem Eklat auf der documenta hat sich das Künstlerkollektiv Taring Padi entschuldigt. "Wir bedauern zutiefst, in welchem Ausmaß die Bildsprache unserer Arbeit People’s Justice so viele Menschen beleidigt hat. Wir entschuldigen uns bei allen Zuschauer*innen und Mitarbeiter*innen der documenta fifteen, der Öffentlichkeit in Deutschland und insbesondere der jüdischen Gemeinde", schreibt Taring Padi auf der Website der documenta.

    Man habe aus dem Fehler gelernt und erkenne jetzt, dass die Bildsprache im historischen Kontext Deutschlands eine spezifische Bedeutung bekommen hat, schreibt das indonesische Kollektiv. Als Kollektiv von Künstlerinnen und Künstlern, "die Rassismus jeglicher Art verurteilen, sind wir schockiert und traurig über die mediale Berichterstattung, die uns als antisemitisch bezeichnet. Mit Nachdruck möchten wir unseren Respekt für alle Menschen bekräftigen, unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Rasse, Religion, ihrem Geschlecht oder ihrer Sexualität."

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    Künstlerkollektiv Taring Padi entschuldigt sich

    Ein Mitarbeiter steht ganu oben auf einem Gerüst und rollt schwarzen Stoff über eine großformtatiges, sehr kleinteiliges farbiges Bild.
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  • Start des Rheingau Musik Festivals

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    Rheingau Musik Festival beginnt

    HESSENSCHAU VOM 25:06:2022
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    Nachdem die Corona-Pandemie zuletzt Einschränkungen für das Rheingau Musik Festival bedeutete, treten in diesem Jahr wieder große Orchester und Chöre auf. Mit dabei sind außerdem Stars wie Popmusiker Laith Al-Deen, Geigerin Anne-Sophie Mutter und Jazz-Trompeter Till Brönner. Den Auftakt macht traditionell das hr-Sinfonieorchester. Das Konzert am Samstagabend wird im Livestream und in hr2 übertragen.

  • Hessische Regisseurin gewinnt Deutschen Filmpreis

    Die Dokumentation "The Other Side Of The River" der Kasseler Regisseurin Antonia Kilian ist bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises am Freitagabend als "Bester Dokumentarfilm" ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 200.000 Euro dotiert. In Kilians Film geht es um das Ringen von Frauen um ihre Rechte auf ein selbstbestimmtes Leben in der syrischen Kultur. 2021 gewann die Dokumentation den Hessischen Filmpreis.

    Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung in der Branche. Er wird seit 1951 vergeben. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt rund drei Millionen Euro dotiert. Das Geld stammt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).

    Porträt-Aufnahme von Regisseurin Antiona Kilian
  • Designer präsentiert Graffiti-Mode auf der Fashion Week

    Die Frankfurt Fashion Week geht am Sonntag zu Ende. Im Zentrum der Modemesse stand das Thema Nachhaltigkeit. Modedesigner Paulinus Fung M'englü kam als Einwanderer aus Kamerun nach Deutschland und will mit seiner Graffiti-Mode die Modewelt erobern.

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    Graffiti-Mode bei der Fashion Week

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  • Deutscher Dokumentarfilmpreis für Film über hessische Schulklasse

    Der Film "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth hat den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2022 gewonnen. Er wurde am Freitagabend gemeinsam mit dem Film "Dear Future Children" von Franz Böhm bei einer Gala in Stuttgart ausgezeichnet. Die beiden Filme teilen sich das Preisgeld von 20.000 Euro.

    Regisseurin Speth begleitete über Monate eine Gesamtschulklasse in Stadtallendorf (Marburg-Biedenkopf), in der Lehrer Dieter Bachmann mit ungewöhnlichen Ideen 12- bis 14-Jährige aus zwölf Nationen unterrichtet. Nachwuchsregisseur Böhm erzählt von drei Aktivistinnen, die sich in Chile, Uganda und Hongkong teils unter Lebensgefahr für Demokratrie und Umweltschutz engagieren. Getragen wird die Auszeichnung vom Südwestrundfunk (SWR) und von der baden-württembergischer Medien- und Filmgesellschaft (MFG).

    Herr Bachmann und seine Klasse - Dieter Bachmann und Klasse 6B
  • Ukrainisches Sinfonieorchester lädt zu Benefizkonzert

    Benefizkonzert für die Ukraine: Am Sonntag gastiert das Sinfonieorchester Czernowitz um 11.30 Uhr im Dr. Hoch's Konservatorium in Frankfurt. Das Konzert unter Leitung des Chefdirigenten des Orchesters Josyp Sozansky ist der Auftakt einer Deutschlandtour, bei der das Orchester die Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven und Werke verschiedener ukrainischer Komponisten spielen wird. 

    Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine initiieren viele kulturelle Institutionen Benefizkonzerte. Auch bei dem Konzert des Sinfonieorchesters Czernowitz wird zu Spenden aufgerufen.

  • Türkisches Filmfestival widmet sich mutigen Filmemachern

    Es gehört zu den größten der Frankfurter Festivals und ist ein deutschlandweit wichtiges Forum für den türkischen Film: das Türkische Filmfestival Frankfurt International. Am Sonntag geht es wieder los, dann präsentiert das Festival in seiner 22. Ausgabe bis zum 1. Juli ein "sehenswertes und vielschichtiges Programm", wie die Stadt Frankfurt mitteilt. Motto des Festivals ist diesmal "Erhebe deine Stimme!". Es sei allen Filmemachern gewidmet, "die den Mut aufbringen mit ihren Filmen auf politische und gesellschaftliche Missstände hinzuweisen", heißt es weiter.

    Im seinem Hauptwettbewerb zeigt das Festival 16 aktuelle Filme aus der Türkei, die in Frankfurt um den Goldenen Apfel für den besten türkischen Spielfilm des Jahres antreten. Weitere Sektionen präsentieren Dokumentar- und Kurzfilme sowie deutsche und europäische Filme mit türkischer Thematik oder von einem türkischstämmigen Regisseur. Die Kategorie Forum Europa zeigt ganz dem diesjährigen Motto folgend, besonders mutige Werke. Neben Preisen für aktuelle Filme, vergibt das Festival auch Ehren- und posthume Preise für das Lebenswerk.