In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Türkisches Filmfestival widmet sich mutigen Filmemachern

    Es gehört zu den größten der Frankfurter Festivals und ist ein deutschlandweit wichtiges Forum für den türkischen Film: das Türkische Filmfestival Frankfurt International. Am Sonntag geht es wieder los, dann präsentiert das Festival in seiner 22. Ausgabe bis zum 1. Juli ein "sehenswertes und vielschichtiges Programm", wie die Stadt Frankfurt mitteilt. Motto des Festivals ist diesmal "Erhebe deine Stimme!". Es sei allen Filmemachern gewidmet, "die den Mut aufbringen mit ihren Filmen auf politische und gesellschaftliche Missstände hinzuweisen", heißt es weiter.

    Im seinem Hauptwettbewerb zeigt das Festival 16 aktuelle Filme aus der Türkei, die in Frankfurt um den Goldenen Apfel für den besten türkischen Spielfilm des Jahres antreten. Weitere Sektionen präsentieren Dokumentar- und Kurzfilme sowie deutsche und europäische Filme mit türkischer Thematik oder von einem türkischstämmigen Regisseur. Die Kategorie Forum Europa zeigt ganz dem diesjährigen Motto folgend, besonders mutige Werke. Neben Preisen für aktuelle Filme, vergibt das Festival auch Ehren- und posthume Preise für das Lebenswerk.

  • Chefwechsel bei der Fuldaer Karnevalgesellschaft

    Jetzt ist es offiziell: Der neue Präsident der Fuldaer Karnevalgesellschaft heißt Oliver Weißenberger. Er ist am Donnerstagabend auf der Jahreshauptversammlung mit großer Mehrheit neu gewählt worden. Weißenberger übernimmt das Amt von Michael Hamperl. Der bisherige Präsident stellte sich nach acht Jahren Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl, um "den Weg für neue Akzente freizumachen".

    Auf den neuen Chef Oliver Weißenberger wartet eine Menge Arbeit. Das gesellschaftliche Vereinsleben habe in den letzten Jahren durch die Pandemie gelitten, nun kämen noch eine Wirtschaftskrise und der Krieg in der Ukraine hinzu. "Das macht es nicht einfacher", sagte Weißenberger dem hr. "Wichtig ist es jetzt erst mal, den Verein zu formen und die Menschen zusammenzubringen."

    Oliver Weißenberger, neuer Präsident der Fuldaer Karnevalsgesellschaft
  • Hartwig würdigt Demandt

    Frankfurts Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig Demandt (SPD) hat die Arbeit von Philipp Demandt für die Schirn Kunsthalle gewürdigt. Bei der Eröffnung der großen Überblicksausstellung "Ugo Rondinone. Life Time" in der Schirn sagte Hartwig, Demandt habe die Schirn "in den letzten sechs Jahren ganz maßgeblich in ihrer Bedeutung als einer der wichtigsten Kunsthallen Deutschlands geprägt und weiterentwickelt".

    Demandt, zuvor an der Berliner Nationalgalerie, war 2016 von der Administration des Städel Museums als Nachfolger von Max Hollein berufen worden. Dieser hatte seit 2001 die Schirn Kunsthalle geleitet und übernahm ab 2006 auch das Städel Museum sowie das Liebieghaus als Direktor. Demandt bleibt Leiter des Städel und des Liebieghauses. Zum 1. Juli übergibt er aber die Leitung der Schirn Kunsthalle an Sebastian Baden. Als erste Ausstellung in der Amtszeit von Baden ist in der Schirn "Aernout Mik. Double Bind / Threshold Barriers" vom 7. Juli bis 3. Oktober zu sehen.

  • Top-Thema

    documenta: Kunstministerin will "zeitnah" Ergebnisse

    Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) hält den Druck auf die Verantwortlichen der documenta nach dem Antisemitismus-Skandal hoch. "Wir haben als Gesellschafter der Leitung der documenta gGmbH den Auftrag erteilt, alle gezeigten Werke im Sinne eines verantwortungsvollen Kuratierens zu überprüfen", sagte die Ministerin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Wiesbaden. "Diese Prüfung läuft, und wir erwarten, zeitnah über Ergebnisse informiert zu werden."

    Es sei die Aufgabe und die Verantwortung der Generaldirektorin der documenta, Sabine Schormann, aufzuarbeiten, wie es dazu kommen konnte, dass antisemitische Bildsprache auf der Ausstellung zu sehen war, betonte die Kunstministerin. "Aus dem Ergebnis dieser Klärung werden wir weitere Schlüsse für bessere Strukturen und klarere Verantwortlichkeiten zwischen vor allem der Geschäftsführung sowie den Kuratorinnen und Kuratoren sowie auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden und den Gremien ziehen können."

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    documenta: Kunstministerin fordert "zeitnah" Ergebnisse

    Angela Dorn
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  • Top-Thema

    Künstler: Deutsche Reaktionen auf documenta-Bild waren "Schock"

    Das für das viel diskutierte Bild "People's Justice" verantwortliche Künstlerkollektiv hat den Vorwurf des Antisemitismus zurückgewiesen. Die Gruppe Taring Padi aus Indonesien zeigte sich auch enttäuscht vom Krisenmanagement der documenta-Leitung, wie der "Spiegel" in einem am Freitag vorab veröffentlichten Artikel berichtete. "Wir wussten nicht, dass unser altes Bild in Deutschland Gefühle verletzen würde. Es wurde schon oft auf Ausstellungen gezeigt. Wenn wir gewusst hätten, wie die Reaktionen sind, hätten wir es nie aufgehängt", sagen die Künstler dem Nachrichtenmagazin.

    Antisemitisches Banner auf der documenta

    Das Kollektiv habe die Wirkung des 20 Jahre alten Banners, das Freiheitskämpfe in Indonesien am Ende der Suharto-Diktatur zeigt, falsch eingeschätzt. "Ich dachte, dass man als Künstler gerade in einem Land wie Deutschland, in dem Meinungsfreiheit herrscht, sich über mehr Grenzen hinwegsetzen darf", sagt Sri Maryanto, ein Kollektivmitglied, das nach "Spiegel"-Angaben in München lebt und dort studiert hat. Die Ereignisse in Kassel und der Umgang damit seien für das Kollektiv "ein Schock".

    Und weiter: "Wir sind keine Antisemiten. Wir wissen nicht einmal, wer hier über uns urteilt. Wir lesen es nur in der Zeitung." Dass das Bild "People's Justice" antisemitisch gelesen wird, hält die Gruppe für ein interkulturelles Interpretationsproblem. "Wir sind überrascht. Aber wir sind offen und bereit, zuzuhören. Das gehört zum kollektiven Lernen dazu. Wenn etwas falsch läuft, versuchen wir, einander zu verstehen. Wir haben Konsequenzen gezogen. Leider hat anfangs niemand mit uns gesprochen."

  • Kassels OB hält documenta-Absage des Kanzlers für "unangemessen"

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    Kassels OB kritisiert documenta-Absage des Kanzlers

    Foto von Olaf Scholz vor einem Fernsehinterview.
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    Nach der Erklärung von Olaf Scholz, nicht zur documenta fifteen zu kommen, hat der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle einen Brief an den Bundeskanzler geschrieben (beide SPD). Geselle halte die Absage Scholz' für unangemessen, da so die documenta "quasi unter Generalverdacht gestellt werde", zitierte die HNA einen Rathaussprecher. Weitere Details zu dem Brief wurden am Freitag nicht bekannt, die Inhalte seien nicht öffentlich, teilte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

    Ein Besuch des Bundeskanzlers ist kein fester Bestandteil des documenta-Programms. Scholz hatte mit Blick auf den Antisemitismus-Eklat bei der documenta erklärt, die Weltkunstausstellung nicht zu besuchen. Den Gegenstand des Skandals, ein Kunstwerk des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi, hatte Scholz über eine Sprecherin als "abscheulich" bezeichnet.

  • Top-Thema

    documenta: Antisemitismus-Kommission von Bund und Ländern fordert Aufklärung

    Die Antisemitismusbeauftragten von Bund und Ländern haben nach dem Skandal um antisemitische Darstellungen auf einem Werk der documenta Aufklärung und Konsequenzen gefordert. Dass es überhaupt zur Aufstellung des großen Bildes "People's Justice" kommen konnte, verurteile man "auf Schärfste", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens.

    Versäumnisse und Fehler bei Planung, Vorbereitung und Durchführung der documenta seien klarzustellen und Konsequenzen zu ziehen. Es dürfe keine finanzielle Förderung für Antisemitismus geben, erklärten die Beauftragten mit Verweis auf die öffentliche Förderung des Kunst-Events. Die Verantwortlichkeiten müssten festgestellt werden. "Ansonsten wäre die documenta als die international bedeutendste Veranstaltung der Gegenwartskunst vollständig gescheitert", heißt es in der Erklärung.

  • Tag der Architektur: 69 besondere Projekte für Besucher geöffnet

    An diesem Wochenende findet nach zwei Jahren wieder der bundesweite Tag der Architektur statt. Interessierte können Architekturprojekte besichtigen, die in der Regel nur an diesem Wochenende für die Öffentlichkeit geöffnet sind. Unter dem Motto "Architektur baut Zukunft" werden in diesem Jahr nachhaltiges Bauen und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen in den Fokus genommen. Dabei sind Wohnhäuser, Schulen und Kitas sowie Verwaltungs- und Kulturbauten.

    In Hessen werden 69 Projekte vorgestellt, die von einem Expertengremium ausgewählt wurden, zum Beispiel das "Haus H" in Frankenberg (Waldeck-Frankenberg), das Feuerwehrgerätehaus in Rotenburg an der Fulda (Hersfeld-Rotenburg) und ein besonders gestaltetes Einfamilienhaus in Roßdorf (Darmstadt-Dieburg). Außerdem sind eine ganze Reihe von Bauten aus den Jahren 2020 und 2021 zugänglich. Bauherrinnen und Architekten stehen Rede und Antwort und geben Einblicke in ihre Arbeit. Hier finden Sie eine Karte über alle teilnehmenden Projekte.

    Haus am Dom Frankfurt
  • Chinesischer Nationalcircus in Frankfurt

    Im August (26. bis 31.8.) gastiert der Chinesische Nationalcircus im Zoom Frankfurt. Auf dem Programm steht ein Theaterstück, das William Shakespeares "Romeo und Julia" ins heutige New York verlegt. "China Girl. Liebe ist stärker als Blut!" heißt es. Wie die Veranstalter mitteilten, verbindet das Stück chinesische Akrobatik mit den westlich geprägten Sparten Tanz, Schauspiel, Gesang und Komik. Unterlegt ist es vom Soundteppich der PopiIkone David Bowie. Es gehe dabei "um ewige Liebe und eine verhängnisvolle Feindschaft zwischen heruntergekommenen Hinterhöfen, Garküchen und Edelrestaurants von Manhattans Chinatown".

    Der 1989 durch den Wiener Multimediakünstler André Heller ins Leben gerufene Chinesische Nationalcircus ist eine europäische Initiative, die es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht hat, die chinesische Kultur mit spektakulärer Akrobatik einem möglichst breiten Publikum näher zu bringen. Circus gehöre im Reich der Mitte zur Hochkultur genauso wie Oper, Ballett oder Theater in der westlichen Welt, heißt es.

  • Kunstministerin Dorn: Kuratoren haben zu spät auf "Riesenproblem" reagiert

    Der Streit um die documenta geht weiter. Dazu ein Gespräch mit der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn von den Grünen. Sie sagt in der hessenschau: Das Kuratorenkollektiv habe zu spät auf das "Riesenproblem" um ein Banner mit antisemitischen Motiven mitten in Kassel reagiert. Nun müsse das Versagen auf verschiedenen Ebenen aufgearbeitet werden.

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    Kunstministerin Dorn (Grüne) über documenta: "Entschuldigung war wichtiger Schritt"

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  • Top-Thema

    Schormann leht Rücktritt weiter ab

    Trotz zahlreicher Rücktrittsforderungen angesichts des Antisemitismus-Eklats auf der documenta 15 hält die Generaldirektorin Sabine Schormann weiterhin an ihrem Amt fest. "Ich nehme meine Aufgabe wie sie mir gestellt wurde verantwortungsvoll wahr und glaube nach wie vor an diese documenta", sagte Schormann am Donnerstag in Kassel. Letztlich liege die Entscheidung aber in der Hand der zuständigen Verantwortlichen und Gremien.

    Zunächst müsse es aber darum gehen, die Vorgänge aufzuarbeiten und "das Schiff wieder auf Kurs zu bringen", betonte sie. "Und bei schwerer See geht ein Kapitän nicht von Bord. So sehe ich an diesem Punkt auch meine Rolle, ich bin für die Organisation der Ausstellung verantwortlich und habe weitere Maßnahmen eingeleitet."

    Derzeit sei das Kollektiv fest entschlossen, "das Positive dieser Ausstellung gemeinsam mit uns zu retten und fortzusetzen", erklärte Schormann. Die Prüfung der Vorfälle werde zeigen, ob und welche weiteren Konsequenzen notwendig seien.

  • Städel will Demokratie fördern

    Sich eine Meinung bilden, Debatten und Diskurse führen, eine lebendige demokratische Kultur leben: Das steht im Zentrum einer neuen kulturellen Bildungsinitiative des Frankfurter Städel Museums. Titel des Angebots: "Meinungsbilder. Anders sehen. Einander verstehen". Ein Museum sei ein Ort für vielfältige gesellschaftliche Aspekte des Lebens, teilte das Städel am Donnerstag mit, deswegen entwickle das Haus seit Jahren "eine zeitgemäße publikumsorientierte Kunstvermittlung".

    Städel Museum

    "Meinungsbilder" solle nun demokratieförderndes Denken und Handeln unterstützen. "Durch eine aktive Auseinandersetzung mit Kunstwerken des Städel Museums lassen sich historische Entwicklungen und Prozesse, die das gesellschaftliche Wertesystem von Freiheit und Demokratie herausgebildet haben, eindrücklich nachvollziehen", schreibt das Städel. "Die Kunstwerke der Sammlung von 1300 bis zur Gegenwart erzählen Geschichten unter anderem von Globalisierung, Widerstand, Utopie, Emanzipation, Macht, Unterdrückung oder Populismus." Nach und nach würden dazu nun verschiedene Formate ins Kunstvermittlungsprogramm einfließen. 

  • Max-Planck-Institut erforscht Kreativität

    Das Max-Planck-Institut (MPI) hat für empirische Ästhetik in Frankfurt hat eine neue Studie zu kognitiver Neuropsychologie gestartet. Am Beispiel Musik wollen die Forschenden herausfinden, welchen Anteil unsere Gene und welchen Anteil unsere Lebensumstände etwa an Kreativität und Lernfähigkeit haben. Teil der Versuchsreihe ist ein spezieller Steinway-Flügel, der unter anderem Hirnströme von Musikern aufzeichnen soll.

    Für die Studie wurden aus einer 30.000 Menschen umfassenden Datenbank eineiige und zweieiige Zwillinge sowie andere Geschwister gesucht, die Musik machen. Sie sollen nun Fragen zu ihrer Musikalität beantworten und sechs Wochen lang etwas Neues lernen. Dabei wird zu Beginn, in der Mitte und am Ende ihr Gehirn gescannt. Durch den Vergleich zwischen genetisch völlig gleichen Menschen mit identischem Umfeld (eineiige Zwillinge) und Geschwistern, die nicht alle Gene teilen und nicht völlig gleich aufwuchsen, wollen die Forscher die biologischen und die sozialen Aspekte voneinander trennen.

    Die Tasten des "Spirio", eines selbstspielenden Flügels der Firma Steinway & Sons Hamburg, aufgenommen am 03.04.2017 in Hamburg.
  • Top-Thema

    Vorsitzender des documenta-Forums tritt zurück

    Das documenta-Forum hat sich nach einem Interview von seinem bisherigen Vorsitzenden distanziert. Jörg Sperling trat daraufhin am Donnerstag mit sofortiger Wirkung zurück. Er hatte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur kritisiert, dass das als antisemitisch empfundene Kunstwerk von Taring Padi auf der Kasseler Kunstausstellung "auf politischen Druck hin" abgehängt wurde.

    Das documenta-Forum wurde 1972 von Arnold Bode als Förderverein der documenta gegründet. Es unterstützt nach eigenen Angaben die documenta-Idee und alle mit der documenta verbundenen Institutionen und Objekte.

  • Heimatmuseum in Schotten ausgezeichnet

    Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) hat das Vogelsberger Heimatmuseum Schotten als "Museum des Monats" ausgezeichnet. In dem Fachwerkbau in der Schottener Altstadt werde das Leben einer bürgerlichen Familie im Vogelsberg Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts präsentiert, teilte das Hessische Wissenschaftsministerium am Donnerstag mit.

    Eine Ausstellung im zweiten Stock widme sich der Forstwirtschaft. Die Forstschule in Schotten habe unter anderem die Wiederaufforstung des um 1800 weitgehend kahlen Vogelsberg vorangebracht. Das Museum wurde weitgehend neu konzipiert und dabei seit 2018 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit rund 155.000 Euro unterstützt.

  • Top-Thema

    Bund will mehr Einfluss bei documenta

    Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat erneut Konsequenzen für die Struktur der documenta gefordert. Die documenta-Geschäftsführung und das Kuratoren-Kollektiv müssten lückenlos aufklären, wie es dazu kommen konnte, dass "ein eindeutig antisemitisches Bild überhaupt aufgehängt wurde", heißt es in einem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zudem müsse sichergestellt werden, dass keine weiteren antisemitischen Werke auf der documenta ausgestellt werden.

    Die Verantwortlichkeiten zwischen Geschäftsführung, Kuratorinnen und Kuratoren sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden und den Gremien müssen klar geklärt und Konsequenzen daraus gezogen werden, heißt es in dem fünf Punkte umfassenden Papier zu Aufarbeitung und Konsequenzen weiter. Konkrete Rücktrittsforderungen werden nicht gestellt. Der Rückzug des Bundes aus dem Aufsichtsrat 2018 beim gleichzeitigen Festhalten an der Bundesförderung wird aber als schwerer Fehler bezeichnet. Eine finanzielle Förderung müsse zukünftig zwingend mit einer unmittelbaren Einbindung in die Strukturen der documenta verbunden sein.

  • Grüne Soße Festival beginnt in Frankfurt

    Ab Freitag dreht sich in Frankfurt wieder alles um einen kulinarischen Klassiker: Das Grüne Soße Festival gastiert auf dem Roßmarkt und bringt Kultur, Unterhaltung und natürlich Grie Soß und Handkäs in die Innenstadt. Für Kultur und Unterhaltung sorgen über 200 lokale Künstlerinnen und Künstler. Während der drei Festivalwochen bis zum 16. Juli ist der Roßmarkt mit einem großen Schirm überdeckt. So können die Besucherinnen und Besucher bei allen Wetterverhältnissen Kabarett, Theater und Livemusik bis hin zu Poetry Slam und Zauberkunst erleben. Der Eintritt ist frei.

    Grüne Soße
  • Top-Thema

    Vorverkauf für 53. Deutsches Jazzfestival startet

    Lakecia Benjamin

    Quest, Lakecia Benjamin (im Bild), Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni, das Manfred Bründl Projekt und natürlich die hr-Bigband - das sind einige der Acts beim 53. Deutschen Jazzfestival Frankfurt. Es findet vom 26.-30. Oktober im hr-Sendesaal statt. Der Vorverkauf hat jetzt begonnen. Neu ist in diesem Jahr außerdem eine Clubnacht am Freitag mit fünf Konzerten in den Jazzlocations der Stadt - vom Jazzeller bis zum Studio 294 in der Milchsackfabrik.

  • Trickfilmfestival Wiesbaden beginnt

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    Start des Trickfilmfestivals in Wiesbaden

    Das Bild zeigt ein gezeichnetes Mädchen mit rosa Haare, weit aufgerissenen Augen und offenem Mund im Manga-Stil.
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    In Wiesbaden lockt ab Donnerstag das Trickfilmfestival Film- und Comicfans ins Schloss Biebrich. Bis Sonntag werden Animationsfilme, Manga und Comic-, Kurzfilme und vieles mehr gezeigt. Der Startschuss fällt allerdings nicht im Schloss sondern in der Caligari Filmbühne am Wiesbadener Marktplatz. Der Eröffnungsfilm des Festivals kommt aus Japan und heißt Belle. In 3D flüchtet eine Schülerin in eine virtuelle Welt und wird dort zum Star. Am Sonntag ist Mitmachen gefragt: Das Publikum stimmt ab, welcher Film diesmal der beste ist.

  • Live Entertainment Award verliehen

    In Frankfurt wurde am Mittwochabend zum 15. Mal der Live Entertainment Award verliehen. Der Preis soll diejenigen ehren, die Live-Events im Hintergrund organisieren. Auch Stars wie Yvonne Catterfeld, Leony und Leslie Clio kamen zur Verleihung in der Festhalle. hr-Reporter Andreas Hieke war vor Ort.

    Videobeitrag

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    Verleihung des Live Entertainment Awards in Frankfurt

    hessenschau vom 22.06.2022
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  • Open-Air-Kinos in Hessen

    Endlich wieder Filmegucken unterm Sternenhimmel: Die Open-Air-Kinos in Hessen starten in die Saison. Sie bieten Blockbuster in besonderer Atmosphäre - am Wasser und in der Luft. Eine Auswahl.

  • Kinder malen weltweit größtes Bild des Nachthimmels

    Es soll das weltweit größte Bild des Nachthimmels werden: Der Schweizer Installationskünstler Ugo Rondinone hat Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren eingeladen, Bilder vom Mond zu gestalten. Die kindlichen Kunstwerke sollen als Teil seiner Installation "your age and my age and the age of the moon" in der Rotunde der Frankfurter Kunsthalle Schirn präsentiert werden. Die Installation ist Teil der ersten großen Überblicksausstellung des Künstlers in Deutschland. Ab dem 24. Juni (bis 18. September) bespielt Rondinone fast die gesamte Schirn, die ganze Galerie, die Rotunde und das Dach. Und das Ziel könnte erreicht werden: Mehr als 5.000 Kinder haben nach Angaben des Museums schon mitgemacht und ihre Mondbilder eingeschickt.

    Ugo Rondinone
  • Top-Thema

    documenta-Direktorin kündigt Untersuchung an

    Die documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann hat wegen des Antisemitismus-Skandals auf der documenta eine systematische Untersuchung der Kunstausstellung auf "weitere kritische Werke" angekündigt. Dabei werde auch das Kuratorenkollektiv Ruangrupa "seiner kuratorischen Aufgabe gerecht werden müssen", sagte sie am Donnerstag in einem Interview mit der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA). Dabei werde die Gruppe nun von anerkannten Experten wie Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt unterstützt.

    Schormann kündigte zudem eine Gesprächsreihe und einen "Begegnungsstand" auf dem Kasseler Friedrichsplatz mit der Bildungsstätte Anne Frank und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren an. Kritik an ihr selbst wies die Generaldirektorin der documenta zurück. Es sei nicht Aufgabe der Geschäftsführung, alle Werke vorab in Augenschein zu nehmen und freizugeben. Es könne daher auch nicht sein, die Kunst beispielsweise einem Expertengremium im Vorfeld zur Freigabe vorzulegen. Dies sei eine Kernaufgabe der Künstlerischen Leitung.

  • Top-Thema

    documenta-Forum kritisiert Abbau von umstrittenem Banner

    Der Vorsitzende des documenta-Forums, Jörg Sperling, hat die Entfernung des als antisemitisch kritisierten Kunstwerks auf der Kasseler Kunstausstellung kritisiert. "Eine freie Welt muss das ertragen", sagte er. Der Antisemitismus-Vorwurf begleite die documenta fifteen seit Anfang des Jahres und sei nun "eskaliert".

    Sperling sagte, in der Debatte gehe es um Politik, nicht um Kunst. Das Werk "People's Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi sei "auf politischen Druck hin" abgehängt worden. Er bezeichnete das Bild als eine Karikatur, die von der Kunstfreiheit gedeckt sei. Das Thema, das das Banner aufgebracht habe - das Verhältnis zwischen Palästinensern und Israelis - könne weder die Kunst noch die documenta lösen.

    Forderungen, die ausgestellten Kunstwerke hätten vorab überprüft werden müssen, lehnt Sperling kategorisch ab. "Das wäre Zensur." Es sei angesichts der Menge der ausgestellten Objekte an mehr als 30 Standorten nicht leistbar und widerspreche der Idee der documenta. Man müsse aushalten, dass das indonesischen Kuratorenkollektiv Ruangrupa eine andere Sicht auf die Welt habe.

  • Festival Skateweek startet in Frankfurt

    Erstmals findet das Festival Skateweek in Hessen statt. Skateboarderinnen und Skateboarder zeigen in Frankfurt nicht nur ihre Tricks, sondern auch, was noch alles zu ihrem Sport gehört: Kunst, Film, Mode und ein ganz bestimmter Lifestyle.