In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Top-Thema

    Coldplay mit überirdischem Gute-Laune-Konzert in Frankfurt

    Wie buntes Popcornkino mit süßer Cola: Am Samstagabend hat die britische Band Coldplay rund um Sänger Chris Martin in Frankfurt ein Feuerwerk der guten Laune abgefackelt, wie unsere Reporterin berichtet.

  • Musik im Palmengarten

    Im Palmengarten Frankfurt gibt es nicht nur Pflanzen, sondern vom 3. Juli bis 11. September auch ein Musikprogramm - von Jazz über Klassik bis hin zu Rock, Pop, Weltmusik und Blues. Den Auftakt machen am Sonntag, 3. Juli, die Promenadenkonzerte der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Am Donnerstag, 7. Juli, startet dann mit "Jazz im Palmengarten" wieder die älteste Open-Air-Jazzkonzert-Reihe der Welt, teilte die Stadt mit.

    Die Tickets kosten zwischen 15 und 29 Euro. Die Promenadenkonzerte sind im Eintrittspreis des Palmengartens enthalten. Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter im Freien statt.

    Aufnahme eines abendlichen Open-Air-Konzerts im Palmengarten


     

  • "Notre Dame"-Premiere in Bad Hersfeld

    Altes Gemäuer in neuem Gewand: In der Stiftsruine wird zum Auftakt der Bad Hersfelder Festspiele "Notre Dame" gezeigt. Die Uraufführung des Klassikers weiß zu überzeugen, wie unser Redakteur berichtet.

  • Top-Thema

    Binding-Kulturpreis für Anne Imhof

    Die Frankfurter Performance-Künstlerin Anne Imhof ist am Samstag mit dem Binding-Kulturpreis 2022 ausgezeichnet worden. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde in der Frankfurter Paulskirche übergeben. Gewürdigt werde die Arbeit einer Künstlerin, "die mit ihren kollaborativ erarbeiteten Performances ein Mediengrenzen auflösendes neues Format aus Tanz, Sound- und Rauminstallation geschaffen hat", heißt es in der Würdigung der Binding-Kulturstiftung. Imhof gelang innerhalb weniger Jahre ein rasanter Aufstieg in der Kunstwelt.

    Nach einer Einzelausstellung 2013 im Frankfurter Portikus bekam sie 2015 für ihre Installation "Rage" den Preis der Berliner Nationalgalerie. Auf der Venedig Biennale 2017 erhielt der Deutsche Pavillon mit Imhofs Performance "Faust" den Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag. 2019 und 2021 folgten Einzelausstellungen in London und Paris. Ihre Performances kreisen um Macht und Ohnmacht, Willkür und Gewalt, Widerstand und Freiheit. "Anne Imhofs Gegenwartskunst sorgt international für Aufsehen und bereichert die Kunstwelt. Mit ihr gesellt sich eine weitere kulturelle Maßstäbe setzende Persönlichkeit aus der Rhein-Main-Region zu den stets herausragenden Preisträgern unserer Auszeichnung", so Bergit Gräfin Douglas, Vorstandsvorsitzende des Stiftungsvorstands der Binding-Kulturstiftung.

    Anne Imhof hält die Urkunde über den Binding-Kulturpreis in der Hand.
  • Top-Thema

    Bad Hersfelder Festspiele eröffnet

    Die Bad Hersfelder Festspiele sind am Freitagabend eröffnet worden. Vor der Premiere des Stücks "Notre Dame" (21 Uhr) gab es einen Festakt und erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder ein Schaulaufen der Prominenten auf dem roten Teppich. Zu den geladenen Gästen gehörten unter anderem Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

    Roter Teppich mit Promis

    Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) schickte eine Videobotschaft zum Start der Festspiele und richtete sich an den osthessischen Austragungsort: "Für die Menschen in Bad Hersfeld ist das ein Tag, an dem sie mit Stolz auf ihre Stadt blicken und sagen können: Wir sind ein wichtiger und weit über die Landesgrenzen hinaus strahlender Ort der hessischen Kultur."

    Die Welt befinde sich im Umbruch, sagte Intendant Joern Hinkel beim Festakt mit Blick auf den Ukraine-Krieg. "Alles, was einem sicher war, ist plötzlich unsicher." In Anspielung auf den Antisemitismus-Eklat bei der documenta 15 hob Hinkel zugleich hervor: "Die Freiheit der Kunst geht immer nur so weit, wie die Würde anderer nicht mit Füßen getreten wird."

  • Kasseler Kunstpreis - das sind die Preisträgerinnen

    Der Kasseler Kunstpreis der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung geht in diesem Jahr an die Bildende Künstlerin Hilke Heithecker und an die Musikerin Robin-Vanessa Damm. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Über den Doris Krininger-Preis darf sich die Kasseler Künstlerin Sabine Stange freuen.

    Die Künstlerinnen werden für ihre "innovativen Ansätze und die hohe künstlerische Qualität ausgezeichnet", sagte die Vorsitzende des Stiftungsrats, Susanne Völker, bei der Bekanntgabe. Die Preisverleihung findet am 4. Oktober im Kulturbahnhof statt.

    Collage mit Preisträgerinnen: Hilke Heithecker, Robin-Vanessa Damm, Sabine Stange (v.l.n.r.)
  • Zu viele krank: Ulisse fällt aus

    Wegen mehrerer Krankheitsfälle in verschiedenen Partien kann die Oper Frankfurt die heutige Vorstellung von Ulisse nicht spielen. Die Oper veranstaltet stattdessen ein Alternativprogramm mit Sängerinnen und Sängern des Ensembles und des Opernstudios. Tickets können für eine andere Vorstellung von Ulisse eingetauscht werden, unabhängig vom Besuch des heutigen Abends. Weitere Vorstellungen finden am 7., 10., 15., 18. und 21. Juli statt.

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  • Top-Thema

    Kulturrat fordert bessere documenta-Steuerung

    Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, fordert eine organisatorische Neuausrichtung der documenta. Der Skandal um antisemitische Bilder der Künstlergruppe Taring Padi bedeute einen massiven Kontrollverlust. Er freue sich sehr darüber, dass die documenta nicht abgesagt wurde, sagte Zimmermann im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

    "Der Antisemitismusskandal hätte das Ende der documenta sein können. Die Institution documenta ist jetzt jedenfalls massivst beschädigt." Schon bei der documenta vor fünf Jahren seien massive Probleme bei der Steuerung deutlich geworden. "Jetzt betrifft der Kontrollverlust die inhaltliche Seite, und das ist viel schlimmer."

  • Heimweh als Buch-Thema

    Heimweh - ist das in einer globalisierten Welt überhaupt noch ein Thema? Was bedeutet Heimat für Menschen mit Migrationshintergrund? Der Frankfurter Theatermacher Gerd Müller-Droste hat diese Fragen in einem Buch- und Theaterprojekt gestellt. Zwanzig Autorinnen und Autoren waren dabei zwischen 14 und 74 Jahren und mit Wurzeln in neun verschiedenen Ländern.

    Einer von Ihnen: Mathias Seider, 21 Jahre alt, aus Schwalbach am Taunus. Er hat ukrainische Wurzeln und erzählt für das Buchprojekt eine Geschichte aus dem Leben seines Urgroßvaters. Sie spielt in der Zeit des Holodomor, der Hungerkatastrophe Anfang der 1930er Jahre, die vielen Ukrainern bis heute in der Erinnerungskultur als Genozid Stalins gilt. "Schreiben hilft mir, mit Emotionen umzugehen", sagt er im Interview mit Dagmar Fulle. "Vor allem, wenn das eigene Land angegriffen wird, die Oma vertrieben wird, Freunde und Familie, und wenn Leute umgebracht werden."

    Audiobeitrag

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    Was bedeutet für Sie das Schreiben über Heimat, Mathias Seider?

    2er Kombo mit illustriertem Buchcover und Autor
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  • Audiowalk zu den "Völkerschauen" im Zoo

    Menschen als Ausstellungsstücke im Zoo - das gab es zur Kolonialzeit in vielen Städten, auch in Frankfurt. Ein Audiowalk durch den Zoo arbeitet nun die Geschichte und die Hintergründe der Menschenschauen in Frankfurt auf.

  • Professor legt aus Protest Jury-Amt nieder

    Die Debatte um Antisemitismus bei der documenta in Kassel hat auch in Niedersachsen Konsequenzen. Aus Protest gegen die documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann ist am Freitag der Jura-Professor Ulrich Haltern von seinem Mandat in der Jury des Niedersächsischen Staatspreises zurückgetreten. Haltern hatte die Abberufung Schormanns aus dem Gremium verlangt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) habe dieser Forderung mit Verweis, dass die Jury ohnehin bald neu zusammengestellt werde, nicht entsprochen.

  • Top-Thema

    Start der Bad Hersfelder Festspiele

    Mit Prominenz und der Bühnenfassung eines Werkes der Weltliteratur beginnen am Abend die Bad Hersfelder Festspiele. Das Publikum kann die Stiftsruine in diesem Jahr in einem ganz neuen Licht erleben. Die Festspiele haben diesmal ein Budget von acht Millionen Euro und dauern bis Ende August. Was alles geboten wird, können Sie hier lesen.

  • Weltweite Lesung ukrainischer Literatur

    Am 7. September wird es eine weltweite Lesung ukrainischer Literatur geben. Damit soll ukrainischen Autorinnen und Autoren ein Forum gegeben werden. Schulen, Universitäten, Kinos, Kultureinrichtungen oder auch Einzelpersonen sollen sich daran beteiligen. Gelesen werden kann sowohl aus eigens ausgewählten Texten als auch aus den Vorschlägen des Internationalen Literaturfestivals Berlin (ilb), das gemeinsam mit der Frankfurter Buchmesse und dem PEN Zentrum Deutschland zur Teilnahme aufruft. Bis zum 15. August kann man seine Veranstaltung per E-Mail an worldwidereading@literaturfestival.com anmelden.

  • Jazzfestival in Idstein

    Nach zwei Jahren Pause ist das Idstein Jazzfestival zurück - wenn auch etwas kleiner und kürzer als gewohnt. Am Freitag und Samstag, 1. und 2. Juli, wollen die Organisatoren ein "Festival für die Seele" bieten. Einzigartig ist das Ambiente zwischen den Fachwerkhäusern. hr-Reporterin Andrea Bonhagen weiß, was auf dem Programm steht.

    Audiobeitrag

    Audio

    Jazzfestival zwischen Fachwerkhäusern

    Bunte Fachwerkhäuschen zieren die Idsteiner Altstadt.
    Ende des Audiobeitrags
  • Neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim ist Marion Poschmann

    Die Schriftstellerin Marion Poschmann wird Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. "In ihren Romanen bestechen die poetischen Worterkundungen und das Schaffen neuer imaginärer Räume, und sie spielt auffallend gern melancholisch, skurril und lustbetont mit romantischen Motiven", begründete die Jury am Donnerstagabend ihre Entscheidung. Der Stadtschreiberpreis ist nach einem Ortsteil von Frankfurt benannt.

    Über den Sieger entscheidet eine Jury aus Schriftstellern und Bürgern von Bergen-Enkheim. Der Preis beinhaltet das Wohnrecht im Häuschen "An der Oberpforte 4" für ein Jahr und ein Preisgeld von 20.000 Euro. Der neue Preisträger wird sein Amt 2022 antreten.

  • Jüdische Gemeinden fordern Rücktritt der documenta-Generaldirektorin

    Die jüdischen Gemeinden in Hessen haben in dem Gespräch mit Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) den Rücktritt der documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann gefordert. Nach dem antisemitischen Eklats um das Riesengemälde der Gruppe Taring Padi hätten die Verantwortlichen und Schormann durch relativierende Äußerungen wenig Einsicht bewiesen, kritisierte Vorstandsvorsitzender Salomon Korn.

    Die Verantwortlichen hätten grob fahrlässig gehandelt, hieß es am Donnerstag über das Gespräch vom Dienstag. Bereits die Nicht-Einladung israelischer Künstler zur documenta hätten bei allen Zuständigen auf Bundes- und Landesebene die Alarmglocken auslösen müssen, sagte Korn. Die Jüdischen Gemeinden kritisierten auch, dass auch nach Bekanntwerden des antisemitischen Werkes zu langsam gehandelt wurde. Die documenta habe zudem versucht, den Vorfall zu verharmlosen.

  • Hessischer Kulturpreis an Caricaturas in Frankfurt und Kassel übergeben

    Zugesprochen wurde ihnen der Preis schon 2020, aber erst jetzt konnten die Macher des Caricatura Museums Frankfurt und der Caricatura Galerie Kassel den Hessischen Kulturpreis auch tatsächlich entgegen nehmen. Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) überreichte am Donnerstag die Urkunden an die Direktoren Achim Frenz und Martin Sonntag und ihre Teams.

    In ihrer Ansprache würdigte Dorn das Engagement beider Institutionen für die Karikatur und die Komische Kunst. Die zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Europa und auf anderen Kontinenten machten weit über die hessischen Grenzen hinweg auf die Bedeutung und die Vielfalt der Karikatur und Komik aufmerksam. Karikatur als Sinnbild der Meinungsfreiheit, so betonte Dorn weiter, sei ein wichtiges Korrektiv in der Politik wie auch in der Gesellschaft.

    "Noch nie zuvor hat ein Museum oder eine Galerie diese Auszeichnung erhalten, das erfüllt uns mit Stolz", erwiderte Frenz. "Noch viel wichtiger ist es aber, dass damit unsere Leistung gewürdigt wird, Galerie und Museum als feste Größen und die Komische Kunst als ernstzunehmende Gattung in der Kulturlandschaft zu etablieren."

    Der Hessische Kulturpreis ist einer der höchstdotierten Kulturpreise in der Bundesrepublik. Das Preisgeld in Höhe von 45.000 Euro wird zwischen dem Caricatura Museum und der Caricatura Galerie aufgeteilt.

    Ministerin Dorn zwischen den beiden Museumsdirektoren mit Urkunden in der Hand
  • Top-Thema

    Jüdische Gemeinde fordert personelle Konsequenzen

    Bereits am Dienstag hat sich Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) mit den Vorständen des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Hessens und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt über die antisemitischen Inhalte auf der documenta fifteen ausgetauscht. Einigkeit herrschte darüber, dass es eine umfassende Aufarbeitung geben müsse, teilte Dorn am Donnerstag mit. "Es ist darüber hinaus wichtig, hieraus für die Zukunft zu lernen – und zwar für die documenta genauso, wie als Kunstbetrieb und Gesellschaft insgesamt." Das Gespräch sei der Beginn für einen weiteren engen Austausch.

    Ziel müsse das Schaffen von Strukturen sein, um Kulturinstitutionen besser für Antisemitismus, seine Gefahren und seine Auswirkungen sensibilisieren zu können. "Zu Kunstschauen gehören immer auch Zumutungen. Aber diese Zumutungen haben ihre Grenzen – und zwar dort, wo Menschen in ihrer Würde verletzt werden." Der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Salomon Korn, erklärte: "Wir haben unseren Standpunkt sehr deutlich gemacht, dass es nun nach der allgemeinen ersten Empörung auch personelle Konsequenzen geben muss."

  • English Theatre mit Zukunftssorgen

    Im dritten Anlauf soll die neue Saison am English Theatre in Frankfurt am 16. September mit "Secret Life of Humans" eröffnet werden. Der Autor David Byrne werde selbst die Regie übernehmen und das Stück komplett neu inszenieren, sagte Intendant Daniel Nicolai am Donnerstag. Das Stück über die Historie der Menschheit sollte bereits zweimal gezeigt werden, musste aber coronabedingt immer wieder gestrichen werden.

    Unklarheiten gibt es noch immer über den Mietvertrag des Theaters, der zum Jahresende ausläuft. "Für Stadt und Land und weit darüber hinaus wäre es eine Katastrophe, wenn wir unseren Standort hier verlassen müssten", sagte Nicolai. Es sei ein Brandbrief verfasst worden, um mit allen Beteiligten zu sprechen. Er sei optimistisch, dass eine Lösung gefunden werde. Das Theater nutzt die Räume der Commerzbank im Gallileo-Hochhaus seit vielen Jahren mietfrei. Nun zieht die Bank aber aus dem Tower aus.

    Mann lächelt in Kamera
  • Kunstministerin kritisiert Art der Auseinandersetzung

    Im Streit um die Verantwortlichkeiten bei der documenta nach dem Antisemitismus-Eklat auf der Schau hat Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) die Art der Auseinandersetzung kritisiert. "Es braucht aktuell ein Wirken beider Gesellschafter in Kooperation mit dem Zuwendungsgeber des Bundes, die der Bedeutung der documenta als einer der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt gerecht werden und der Tatsache Rechnung tragen, dass hier üble antisemitische Bildsprache zu sehen war", erklärte die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der documenta am Donnerstag der dpa.

    Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) fordert mehr Einfluss der Bundesregierung auf die Schau, andernfalls werde man den Geldhahn zudrehen. Dorn unterstützt Roths Forderungen, der Aufsichtsratsvorsitzende, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), lehnt sie vehement ab.

    Dorn erklärte, ihr fehle das Verständnis dafür, "wie einige die Debatte über die dringend nötige bessere Aufstellung der documenta-Gremien jetzt führen". Schon nach der documanta 14 im Jahr 2017 seien das Land Hessen und die Stadt Kassel als Gesellschafter darüber einig gewesen, zusätzlich zu den eigenen Vertretern auch bundesweite und internationale Expertise in den Aufsichtsrat einzubeziehen.

  • Junger Waldkunstpfad in Darmstadt

    Der Waldkunstpfad in Darmstadt wird in diesem Jahr 20 Jahre alt und zur Feier des Geburtstags gibt es einige Besonderheiten. Eine davon ist der "Junge Waldkunstpfad", bei dem 14 Schulklassen der Lichtenbergschule einen Pfad gestaltet haben, der etwas neben dem eigentlich Rundgang liegt. Und während der große Waldkunstpfad erst Anfang September fertig ist, kann der junge Ableger bereits ab Freitag, 1. Juli, 17 Uhr, besucht werden. hr-Reporterin Petra Demant durfte beim Aufbau aber schon mal spicken. Zu sehen sind die Werke bis 23. Oktober.

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    Schulklassen gestalten "Jungen Waldkunstpfad"

    Die Arbeit "WortGeflechte" - geflochtene Kugeln hängen in einem Baum, darin hängen beschriftete Wortfahnen
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  • Faszinierende Film-Unterwasserwelten

    Putzige Clownfische und bezaubernde Meerjungfrauen, weiße Riesenhaie und tollkühne U-Boot-Kapitäne - was unter der Wasseroberfläche lauert, ist perfekter Stoff für Filme aller Art. Filmemacher tauchen gerne ins Wasser ein und genau darum geht es in der neuen Ausstellung "Im Tiefenrausch. Film unter Wasser" im Filmmuseum Frankfurt, die am Freitag, 1. Juli, startet.

    Kurator Michael Kinzer hat Szenen aus 500 Filmen zu einer Art Bewegtbild-Aquarium zusammengestellt. Ein eindrückliches, sinnliches Erlebnis, findet hr-Reporter Jan Tussing.

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    Erleben Sie den "Tiefenrausch" im Filmmuseum Frankfurt

    Blick in die Ausstellung Tiefenrausch im Filmmuseum - auf einer Leinwand ist ein Wal in Großaufnahme zu sehen.
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  • Vier Tage Festival for Performing Arts

    Vier Tage und ein dichtes Programm, bei dem man die "ganze Bandbreite des künstlerischen Forschens und Schaffens am Frankfurt LAB" erleben kann, das ist das F°LAB-Festival. Vier Tage dauert es und heute startet es. Jan Tussing durfte bei der Generalprobe zuschauen und erlebte eine "musikalische und visuelle Explosion".

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    Das erleben Sie beim F°LAB-Festival in Frankfurt

    Szene aus With these Hands - "nackte" Menschen liegen auf der Bühne
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  • Top-Thema

    Erstes Antisemitismus-Podium auf documenta

    Hohe Wellen hat er geschlagen, der Antisemitismus-Skandal der documenta 15 in Kassel. Jetzt will ihn die Weltkunstschau aufarbeiten. Dafür startete sie am Mittwoch eine Debattenreihe. Titel des ersten Plenums war "Antisemitismus in der Kunst" (zur Zwei-Stunden-Debatte auf YouTube). Es ging um die Fragen, wie es dazu kommen konnte, dass Kunstwerke mit antisemitischer Bildsprache im Vorfeld nicht entdeckt wurden und was jetzt getan werden kann, um die Situation zu deeskalieren.

    Audiobeitrag

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    Diskussion "Antisemitismus in der Kunst"

    Das erste Panel zum Antisemitismus-Skandal auf der documenta 15.
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    Geladen war etwa Doron Kiesel, wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland: Er betonte, wie sehr das Vertrauen der jüdischen Gemeinde in Deutschland durch den Umgang mit Warnungen im Vorfeld und den folgenden Skandal erschüttert sei. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, berichtete von seiner Verwunderung darüber, dass erstmals keine jüdischen Künstlerinnen und Künstler aus Israel zu der Weltkunstschau eingeladen waren. Für ihn ist es nun Zeit, verbal abzurüsten und in einen Dialog zu treten.

    Die Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan betonte, es könne keine Zensur der Redefreiheit geben, gleichzeitig gebe es aber auch keine freie Rede ohne Verantwortung. Adam Szymczyk, Kurator der documenta 14, sieht im, wie er es nannte, "multidirektionalen Erinnern" einen Ausweg aus der festgefahrenen Debatte. Die documenta könne nun genau der Ort für ein solches Erinnern des globalen Nordens und des Südens sein.

    Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes, unterstrich die Verantwortung der documenta-Leitung, gegen Menschenfeindlichkeit vorzugehen. Zugleich betonte sie, der Staat dürfe sich in die Kunstfreiheit nicht einmischen. Weder die documenta-Leitung noch das Künstlerkollektiv Ruangrupa saß auf dem Podium. Letzteres verlas eine Erklärung, in der es seine Dialog- und Lernbereitschaft betonte.

  • Top-Thema

    Kassels OB Geselle und Amtsvorgänger unterstreichen politische Unabhängigkeit der documenta

    In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die früheren Oberbürgermeister Hans Eichel, Wolfram Bremeier, Bertram Hilgen und der amtierende Oberbürgermeisters der Stadt Kassel Christian Geselle noch einmal zur politischen Unabhängigkeit der documenta bekannt. Das gelte auch und gerade in schwierigen Zeiten, hieß es in der Mitteilung von Mittwoch.

    Es sei ein schwerer Fehler gewesen, das Werk "People's Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auszustellen. Antisemitismus habe keinen Platz auf der documenta. Die Verantwortlichen hätten aber richtig reagiert, indem sie das Banner zunächst verhüllt, anschließend abgebaut und um Entschuldigung gebeten hätten. Es sei nicht gerechtfertigt, die documenta in ihrer Gesamtheit nun unter Generalverdacht zu stellen. Geselle und seine Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters zeigten sich enttäuscht über die Eröffnungsrede von Bundespräsident Steinmeier und der Absage von Kanzler Scholz. Man bewerte dies als pauschale Vorverurteilung und unangemessen.

    Den sogenannten 5-Punkte-Plan zu mehr Einfluss durch den Bund, den die Kulturstaatsministerin Claudia Roth in der Vorwoche gelegt hatte, wiesen die Unterzeichner entschieden zurück. Es sei ein "Ausdruck kaum zu überbietender Arroganz", die lokale Verantwortung in Frage zu stellen und übersehe, "dass sich die documenta in ihrer über 60-jährigen Geschichte in 'lokaler Verantwortlichkeit' zu dem entwickelt hat, was sie heute ist - und das ohne oder nur mit sehr bescheidener finanzieller Unterstützung durch den Bund". Die documenta sei nicht auf finanzielle Unterstützung durch den Bund angewiesen. Zudem sei es erst nach dem Ende der documenta 15 an der Zeit, über eventuelle Veränderungen zu sprechen.