In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Max-Planck-Institut erforscht Kreativität

    Das Max-Planck-Institut (MPI) hat für empirische Ästhetik in Frankfurt hat eine neue Studie zu kognitiver Neuropsychologie gestartet. Am Beispiel Musik wollen die Forschenden herausfinden, welchen Anteil unsere Gene und welchen Anteil unsere Lebensumstände etwa an Kreativität und Lernfähigkeit haben. Teil der Versuchsreihe ist ein spezieller Steinway-Flügel, der unter anderem Hirnströme von Musikern aufzeichnen soll.

    Für die Studie wurden aus einer 30.000 Menschen umfassenden Datenbank eineiige und zweieiige Zwillinge sowie andere Geschwister gesucht, die Musik machen. Sie sollen nun Fragen zu ihrer Musikalität beantworten und sechs Wochen lang etwas Neues lernen. Dabei wird zu Beginn, in der Mitte und am Ende ihr Gehirn gescannt. Durch den Vergleich zwischen genetisch völlig gleichen Menschen mit identischem Umfeld (eineiige Zwillinge) und Geschwistern, die nicht alle Gene teilen und nicht völlig gleich aufwuchsen, wollen die Forscher die biologischen und die sozialen Aspekte voneinander trennen.

    Die Tasten des "Spirio", eines selbstspielenden Flügels der Firma Steinway & Sons Hamburg, aufgenommen am 03.04.2017 in Hamburg.
  • Top-Thema

    Vorsitzender des documenta-Forums tritt zurück

    Das documenta-Forum hat sich nach einem Interview von seinem bisherigen Vorsitzenden distanziert. Jörg Sperling trat daraufhin am Donnerstag mit sofortiger Wirkung zurück. Er hatte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur kritisiert, dass das als antisemitisch empfundene Kunstwerk von Taring Padi auf der Kasseler Kunstausstellung "auf politischen Druck hin" abgehängt wurde.

    Das documenta-Forum wurde 1972 von Arnold Bode als Förderverein der documenta gegründet. Es unterstützt nach eigenen Angaben die documenta-Idee und alle mit der documenta verbundenen Institutionen und Objekte.

  • Heimatmuseum in Schotten ausgezeichnet

    Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) hat das Vogelsberger Heimatmuseum Schotten als "Museum des Monats" ausgezeichnet. In dem Fachwerkbau in der Schottener Altstadt werde das Leben einer bürgerlichen Familie im Vogelsberg Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts präsentiert, teilte das Hessische Wissenschaftsministerium am Donnerstag mit.

    Eine Ausstellung im zweiten Stock widme sich der Forstwirtschaft. Die Forstschule in Schotten habe unter anderem die Wiederaufforstung des um 1800 weitgehend kahlen Vogelsberg vorangebracht. Das Museum wurde weitgehend neu konzipiert und dabei seit 2018 vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit rund 155.000 Euro unterstützt.

  • Top-Thema

    Bund will mehr Einfluss bei documenta

    Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat erneut Konsequenzen für die Struktur der documenta gefordert. Die documenta-Geschäftsführung und das Kuratoren-Kollektiv müssten lückenlos aufklären, wie es dazu kommen konnte, dass "ein eindeutig antisemitisches Bild überhaupt aufgehängt wurde", heißt es in einem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Zudem müsse sichergestellt werden, dass keine weiteren antisemitischen Werke auf der documenta ausgestellt werden.

    Die Verantwortlichkeiten zwischen Geschäftsführung, Kuratorinnen und Kuratoren sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden und den Gremien müssen klar geklärt und Konsequenzen daraus gezogen werden, heißt es in dem fünf Punkte umfassenden Papier zu Aufarbeitung und Konsequenzen weiter. Konkrete Rücktrittsforderungen werden nicht gestellt. Der Rückzug des Bundes aus dem Aufsichtsrat 2018 beim gleichzeitigen Festhalten an der Bundesförderung wird aber als schwerer Fehler bezeichnet. Eine finanzielle Förderung müsse zukünftig zwingend mit einer unmittelbaren Einbindung in die Strukturen der documenta verbunden sein.

  • Grüne Soße Festival beginnt in Frankfurt

    Ab Freitag dreht sich in Frankfurt wieder alles um einen kulinarischen Klassiker: Das Grüne Soße Festival gastiert auf dem Roßmarkt und bringt Kultur, Unterhaltung und natürlich Grie Soß und Handkäs in die Innenstadt. Für Kultur und Unterhaltung sorgen über 200 lokale Künstlerinnen und Künstler. Während der drei Festivalwochen bis zum 16. Juli ist der Roßmarkt mit einem großen Schirm überdeckt. So können die Besucherinnen und Besucher bei allen Wetterverhältnissen Kabarett, Theater und Livemusik bis hin zu Poetry Slam und Zauberkunst erleben. Der Eintritt ist frei.

    Grüne Soße
  • Top-Thema

    Vorverkauf für 53. Deutsches Jazzfestival startet

    Lakecia Benjamin

    Quest, Lakecia Benjamin (im Bild), Rabih Abou-Khalil feat. Elina Duni, das Manfred Bründl Projekt und natürlich die hr-Bigband - das sind einige der Acts beim 53. Deutschen Jazzfestival Frankfurt. Es findet vom 26.-30. Oktober im hr-Sendesaal statt. Der Vorverkauf hat jetzt begonnen. Neu ist in diesem Jahr außerdem eine Clubnacht am Freitag mit fünf Konzerten in den Jazzlocations der Stadt - vom Jazzeller bis zum Studio 294 in der Milchsackfabrik.

  • Trickfilmfestival Wiesbaden beginnt

    Audiobeitrag

    Audio

    Start des Trickfilmfestivals in Wiesbaden

    Das Bild zeigt ein gezeichnetes Mädchen mit rosa Haare, weit aufgerissenen Augen und offenem Mund im Manga-Stil.
    Ende des Audiobeitrags

    In Wiesbaden lockt ab Donnerstag das Trickfilmfestival Film- und Comicfans ins Schloss Biebrich. Bis Sonntag werden Animationsfilme, Manga und Comic-, Kurzfilme und vieles mehr gezeigt. Der Startschuss fällt allerdings nicht im Schloss sondern in der Caligari Filmbühne am Wiesbadener Marktplatz. Der Eröffnungsfilm des Festivals kommt aus Japan und heißt Belle. In 3D flüchtet eine Schülerin in eine virtuelle Welt und wird dort zum Star. Am Sonntag ist Mitmachen gefragt: Das Publikum stimmt ab, welcher Film diesmal der beste ist.

  • Live Entertainment Award verliehen

    In Frankfurt wurde am Mittwochabend zum 15. Mal der Live Entertainment Award verliehen. Der Preis soll diejenigen ehren, die Live-Events im Hintergrund organisieren. Auch Stars wie Yvonne Catterfeld, Leony und Leslie Clio kamen zur Verleihung in der Festhalle. hr-Reporter Andreas Hieke war vor Ort.

    Videobeitrag

    Video

    Verleihung des Live Entertainment Awards in Frankfurt

    hessenschau vom 22.06.2022
    Ende des Videobeitrags
  • Open-Air-Kinos in Hessen

    Endlich wieder Filmegucken unterm Sternenhimmel: Die Open-Air-Kinos in Hessen starten in die Saison. Sie bieten Blockbuster in besonderer Atmosphäre - am Wasser und in der Luft. Eine Auswahl.

  • Kinder malen weltweit größtes Bild des Nachthimmels

    Es soll das weltweit größte Bild des Nachthimmels werden: Der Schweizer Installationskünstler Ugo Rondinone hat Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren eingeladen, Bilder vom Mond zu gestalten. Die kindlichen Kunstwerke sollen als Teil seiner Installation "your age and my age and the age of the moon" in der Rotunde der Frankfurter Kunsthalle Schirn präsentiert werden. Die Installation ist Teil der ersten großen Überblicksausstellung des Künstlers in Deutschland. Ab dem 24. Juni (bis 18. September) bespielt Rondinone fast die gesamte Schirn, die ganze Galerie, die Rotunde und das Dach. Und das Ziel könnte erreicht werden: Mehr als 5.000 Kinder haben nach Angaben des Museums schon mitgemacht und ihre Mondbilder eingeschickt.

    Ugo Rondinone
  • Top-Thema

    documenta-Direktorin kündigt Untersuchung an

    Die documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann hat wegen des Antisemitismus-Skandals auf der documenta eine systematische Untersuchung der Kunstausstellung auf "weitere kritische Werke" angekündigt. Dabei werde auch das Kuratorenkollektiv Ruangrupa "seiner kuratorischen Aufgabe gerecht werden müssen", sagte sie am Donnerstag in einem Interview mit der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" (HNA). Dabei werde die Gruppe nun von anerkannten Experten wie Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt unterstützt.

    Schormann kündigte zudem eine Gesprächsreihe und einen "Begegnungsstand" auf dem Kasseler Friedrichsplatz mit der Bildungsstätte Anne Frank und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren an. Kritik an ihr selbst wies die Generaldirektorin der documenta zurück. Es sei nicht Aufgabe der Geschäftsführung, alle Werke vorab in Augenschein zu nehmen und freizugeben. Es könne daher auch nicht sein, die Kunst beispielsweise einem Expertengremium im Vorfeld zur Freigabe vorzulegen. Dies sei eine Kernaufgabe der Künstlerischen Leitung.

  • Top-Thema

    documenta-Forum kritisiert Abbau von umstrittenem Banner

    Der Vorsitzende des documenta-Forums, Jörg Sperling, hat die Entfernung des als antisemitisch kritisierten Kunstwerks auf der Kasseler Kunstausstellung kritisiert. "Eine freie Welt muss das ertragen", sagte er. Der Antisemitismus-Vorwurf begleite die documenta fifteen seit Anfang des Jahres und sei nun "eskaliert".

    Sperling sagte, in der Debatte gehe es um Politik, nicht um Kunst. Das Werk "People's Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi sei "auf politischen Druck hin" abgehängt worden. Er bezeichnete das Bild als eine Karikatur, die von der Kunstfreiheit gedeckt sei. Das Thema, das das Banner aufgebracht habe - das Verhältnis zwischen Palästinensern und Israelis - könne weder die Kunst noch die documenta lösen.

    Forderungen, die ausgestellten Kunstwerke hätten vorab überprüft werden müssen, lehnt Sperling kategorisch ab. "Das wäre Zensur." Es sei angesichts der Menge der ausgestellten Objekte an mehr als 30 Standorten nicht leistbar und widerspreche der Idee der documenta. Man müsse aushalten, dass das indonesischen Kuratorenkollektiv Ruangrupa eine andere Sicht auf die Welt habe.

  • Festival Skateweek startet in Frankfurt

    Erstmals findet das Festival Skateweek in Hessen statt. Skateboarderinnen und Skateboarder zeigen in Frankfurt nicht nur ihre Tricks, sondern auch, was noch alles zu ihrem Sport gehört: Kunst, Film, Mode und ein ganz bestimmter Lifestyle.

  • Top-Thema

    Bundeskanzler will documenta fernbleiben

    Nach dem jüngsten Antisemitismus-Vorwürfen will Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf einen Besuch der documenta in Kassel verzichten. Nachdem er "in den vergangenen 30 Jahren wohl keine documenta versäumt" habe, werde er dieses Mal nicht nach Kassel reisen, sagte eine Regierungssprecherin der Jüdischen Allgemeinen. Als Grund nannte die Sprecherin die vielfach als judenfeindlich kritisierten Abbildungen auf dem inzwischen entfernten Banner der indonesischen Künstlergruppe Taring Padi.

    Scholz halte die Abbildung für "abscheulich". Er fordere zudem Konsequenzen aus dem Antisemitismus-Skandal, so die Sprecherin: "Die documenta-Leitung sollte sich nach Überzeugung des Bundeskanzlers ihrer Verantwortung für diesen Vorgang stellen und sich prüfen."

    Videobeitrag

    Video

    Umstrittenes documenta-Banner: Wer trägt die Verantwortung?

    hessenschau vom 22.06.2022
    Ende des Videobeitrags
  • Deutscher Sprachpreis für Autorin Daniela Danz

    Die Schriftstellerin Daniela Danz (45) erhält den Deutschen Sprachpreis 2022. Die Autorin und Übersetzerin setze sich in ihren Texten mit sozialen und politischen Fragen der Gegenwart auseinander, aber auch mit großen literarischen Stoffen der klassischen Antike, teilte die Jury der Henning-Kaufmann-Stiftung am Mittwoch in Kassel mit. Danz sei eine vielseitige, in unterschiedlichen Genres bewanderte Autorin und schütze, stärke und bereichere die deutsche Sprache vorbildlich.

    Daniela Danz

    Die mit 5.000 Euro verbundene Auszeichnung soll am 30. September in Kassel verliehen werden. Der Sprachpreis würdigt Bemühungen um "gute und gut verständliche deutsche Sprache" ebenso wie "Beiträge zu ihrer Weiterentwicklung". Die Auszeichnung wird seit 1984 vergeben.

  • Ausstellung zu ukrainischen Märchen in Kassel

    Die Eigenständigkeit der ukrainischen Sprache und Literatur zeigen: Das möchte der Landkreis Kassel und präsentiert deswegen die Ausstellung "Ukrainische Märchen und Sagen" und mit ihr eine große Literatursammlung. Man wolle damit ein Zeichen setzen gegen Gewalt und Intoleranz, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Im Mittelpunkt stünden illustrierte Ausgaben ukrainischer Märchen und Sagen. Daneben seien zahlreiche Dokumente zur altslawischen und ukrainischen Literaturgeschichte zu sehen. An historischen Landkarten des 19. und 20. Jahrhunderts werde die Territorialgeschichte der Ukraine verdeutlicht. Teil der Schau seien außerdem ukrainische Ausgaben der Grimmschen Märchen. Beginn ist Mittwoch, der 6. Juli im Kreishaus Kassel. Offen ist die Ausstellung montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

  • Frankfurt zieht positive Zwischenbilanz zur Fashion Week

    Die Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst hat nach den ersten Tagen der Fashion Week eine positive Zwischenbilanz gezogen. "Die Dynamik ist großartig", sagte die FDP-Politikerin am Mittwoch. Die Initiativen und Impulse der internationalen, nationalen und lokalen Akteure für die Umsetzung der Fashion Week prägten die Stadt. Nun richte sich der Blick nach vorne, betonte Wüst. So wolle man nach der Woche evaluieren und das Konzept zukunftsfähig aufbauen. Denn nach Angaben des Dezernats soll die Frankfurt Fashion Week auch künftig stattfinden, in welcher Form und in welchen zeitlichen Abständen sei aber noch nicht klar. Die Fashion Week läuft seit vergangenem Sonntag.

  • Kunstmuseum Marburg baut Inklusion aus

    Das Kunstmuseum Marburg hat taktile Modelle für blinde und sehbehinderte Menschen erhalten. Zu den Modellen werden künftig auch besondere Führungen angeboten, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Die inklusiven Architekturführungen ermöglichten es Menschen mit und ohne Sehfähigkeit, das "Kunstgebäude als Gesamtkunstwerk zu begreifen". Ein taktiler Stockwerkplan helfe, das historische Konzept hinter der Architektur zu verstehen. Halbreliefs von architektonischen Wahrzeichen verschiedener hessischer Städte könnten nun als Modell ertastet werden.

    Der Eingang des Kunstmuseums Marburg

    Dargestellt seien Rathäuser und Kirchen von Gemeinden, die sich an der Spendenkampagne zur Errichtung des Gebäudes in den 1920er Jahren beteiligten. Die Aktion Mensch hat das Projekt gefördert. Beteiligt sind der Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen, die Deutsche Blindenstudienanstalt und das Kunstmuseum Marburg.

  • Top-Thema

    Buchmessen-Ehrengast Spanien kommt mit 200 Autoren

    Das Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, Spanien, wird rund 200 Schriftstellerinnen, Übersetzer und Vertreter der Buchbranche nach Frankfurt schicken. Die "renommiertesten Stimmen der aktuellen spanischen Literatur" präsentierten das Ehrengastland, kündigte die Projektleiterin Elvira Marco am Mittwoch an. Ein Viertel der Delegierten schreibe in einer der regionalen Amtssprachen Spaniens Katalanisch, Galizisch oder Baskisch, erklärte Marco.

    Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller schilderten den Wandel der Geschlechterrollen und der Familie, vermittelten lebendige Porträts des urbanen Lebens, schrieben über die Landflucht und reflektierten über die Vergangenheit oder den Klimawandel. Während der Buchmesse vom 19. bis 23. Oktober halten sie Lesungen und nehmen an Diskussionsrunden teil. Einzelne treten bereits zuvor am 1. Juli auf dem "Literaturfestival FrankfurtRheinMain literaTurm" oder beim "internationalen literaturfestival berlin" vom 7. bis 17. September auf.

  • Top-Thema

    Experten sehen Ruf der documenta schwer beschädigt

    Das umstrittene Banner ist abgebaut, die Diskussionen um Fehler der documenta-Leitung gehen weiter: Es werden Forderungen nach weiteren Konsequenzen laut. Kunstministerin Dorn (Grüne) setzt zunächst auf Dialog.

  • Top-Thema

    Hessische Produktionen beim Filmfest München

    Es ist das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands nach der Berlinale: das Filmfest München. Wenn es am Donnerstag beginnt, sind auch zwei hessische Produktionen am Start. Beide Filme beschäftigen sich mit dem Thema Elternschaft und Familie, berichtet die Filmförderanstalt Hessenfilm und Medien. Die gebürtige Wiesbadenerin Carolin Schmitz stellt in München ihre Produktion "Mutter" vor. Darin erzählen acht Frauen zwischen 30 und 75 Jahren von ihrem Leben und ihrem ambivalenten Verhältnis zur Mutterschaft. Anke Engelke dient dabei als Abbild der Frauen und erweckt die Geschichten zum Leben.

    Anke Engelke spricht alle Rollen bei "Unerschrocken!".

    Christopher Roths Coming-of-Age-Film "Servus Papa - See You In Hell" wiederum handelt vom Leben in einer Kommune, in der Kinder ohne Eltern aufwachsen. Mit Schauspieler Clemens Schick als Herrscher der Kommune zeigt der Film, wie sich die Utopie einer neuen Gesellschaft zu einem reaktionären System entwickelt. Beide Filme wurden 2020 in Hessen gedreht und von der Hessenfilm gefördert.

  • Große Klima-Ausstellung im MfK geplant

    Im Herbst nimmt sich das Museum für Kommunikation (MfK) des Themas Klimawandel an - und wird in Sachen Klima auch aktiv: Das Museum will sein Dach neu begrünen, "um die Vielfalt an Insekten, Vögeln und Kleinstlebewesen zu fördern", wie es mitteilt. Am 12. Oktober eröffnet das Haus dann die große Sonderausstellung "KLIMA_X". Es soll um die Kommunikation der Klimakrise gehen und die große Diskrepanz, die zwischen Wissen und Handeln besteht. Die Schau soll bis zum 28. August 2023 laufen.

    Dach des Museums für Kommunikation
  • documenta sagt Veranstaltungen wegen Corona ab

    Die documenta in Kassel hat eine ganze Reihe von Veranstaltungen vorsorglich bis einschließlich Freitag abgesagt. Als Grund nannten die Veranstalter die "aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie".

    In Kassel lag die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 454 mit 214 neuen Fällen, die am Dienstag registriert wurden. Die Inzidenz in Hessen liegt bei 612. Die documenta eröffnete am vergangenen Samstag für Besucher. Workshops, Musikveranstaltungen und Gesprächsreihen sind ein wichtiger Teil des Programms für Besucher.

  • Top-Thema

    documenta-Banner wird abgebaut

    Die heftig umstrittene großflächige Banner-Installation auf der documenta in Kassel wird abgebaut. Zuvor hatten mehrere Kulturpolitiker des Bundes und des Landes die Verhüllung des Kunstwerks als nicht ausreichend kritisiert. Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) forderte zudem eine Aufarbeitung, "wie es bei der documenta geschehen konnte, dass eine solche Bildsprache öffentlich gezeigt wurde". Sie distanzierte sich von der am Montagabend von der Künstlergruppe und der documenta-Geschäftsführerin Sabine Schormann abgegebenen Erklärung. "Auf der Basis von Beleidigungen und Verletzungen ist selbstverständlich kein Dialog möglich", betonte Dorn.

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    Antisemitismus-Vorwurf: documenta lässt umstrittenes Banner abbauen

    Das umstrittene Banner hängt nur noch halb, Menschen stehen auf einem Gerüst und lösen es.
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  • Neues Grab in Kassels Künstler-Nekropole

    Rund um den Blauen See, einem stillgelegten Steinbruch in Kassel-Harleshausen, ist ein neues Grabkunstwerk entstanden. Die Künstlerin E.R. Nele hat dort ihr eigenes Grabmal errichtet, eines Tages wird sie sich dort bestatten lassen. Nele ist die Tochter von Arnold Bode, dem Begründer der documenta. Ihr Grabmal ist das zehnte in der Nekropole und zeigt eine Skulptur namens "Gang" - vielleicht in Anspielung auf den letzten Gang.

    In der Künstler-Nekropole ist Platz für insgesamt 40 Grabmäler. Eines ist reserviert für Gernot Minke, der jahrzehntelang an der Uni Kassel gelehrt und auf der documenta 14 ausgestellt hat. Bedingung für die Grabmäler ist, dass der Habichtswald ungestört bleibt und die Grabmäler sich selbst überlassen bleiben.

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    Kassels Künstler-Nekropole

    Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker (rechts), E.R. Nele (Mitte) und Gerold Eppler, Vorsitzender des Kuratoriums der Künstler-Nekropole Kassel vor Neles Grabstätte.
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