In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Wortmeldungen-Literaturpreis zeichnet Nachwuchs-Autoren aus

    "Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen?", fragte Volha Hapeyeva, Trägerin des Wortmeldungen-Literaturpreises 2022 - und mehr als 200 junge Autorinnen und Autoren antworteten ihr im Rahmen des Wortmeldungen-Förderpreises uns sandten Texte ein. Die Jury wählte aus den Einsendungen zehn kurze kritische Texte aus, die sich auf unterschiedliche Weise literarisch mit den Themen Flucht,  Exil und Heimatlosigkeit auseinandersetzen.

    Am Mittwoch wurde die Shortlist mit zehn Nominierten bekanntgegeben. Die von der Jury ausgewählten Texte sind hier zu lesen. Unter den Nominierten ist Juli Mahid Carly aus Kassel. Anfang November benennt die Jury schließlich drei Gewinner, die Verleihung findet am 25. November in Sankt Peter in Frankfurt statt. Der Förderpreis“ ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

  • Online-Vortrag zu antisemitischer Bildsprache

    Seit Monaten sieht sich die documenta Antisemitismus-Vorwürfen ausgesetzt, das Banner "People's Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi und das Werk "Tokyo Reels Film Festival" der Gruppe Subversive Films sorgten für Entsetzen und scharfe Diskussionen. In einem Online-Vortrag mit dem Kulturwissenschaftler und Kunstkurator Andreas Mertin will der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Mittwochabend aufklären, was an dieser Bildsprache problematisch ist. Los geht es um 18.30 Uhr, anmelden können Sie sich hier.

  • Service: Wichtige Infos zur Frankfurter Buchmesse

    Bis zur Frankfurter Buchmesse im Oktober (19. bis 23. Oktober) ist es noch eine Weile hin. Für alle, die gerne zeitig planen, haben wir hier schon einmal alle wichtigen Informationen vorab. Natürlich können sich in Corona-Zeiten noch Dinge ändern, aber in diesem Dokument halten wir Sie auf dem Laufenden.

  • Kabarettist Severin Groebner befragt sein Publikum

    Schokoriegel, Baby-Windeln - viele Produkte werden vorab von Konsumenten getestet. Aber Witze? Manche Kabarettisten testen auch ihre Pointen, bevor sie auf den Markt kommen. So zum Beispiel der in Frankfurt lebende Severin Groebner. Sein Test-Publikum bat er kürzlich sogar, Feedback-Bögen auszufüllen.

  • Museum Wiesbaden zeigt Werke von Ernst Wilhelm Nay

    Das Museum Wiesbaden widmet ab Freitag dem Künstler Ernst Wilhelm Nay eine Ausstellung. Zu sehen sind rund 100 Gemälde aus allen Schaffensphasen des Malers, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Nay habe vielseitige, tiefgründige und farbenreiche Werkserien geschaffen und sich mit den Urkräften von Natur, Musik, Antike, Religion oder den Naturwissenschaften auseinandergesetzt.

    Bis 5. Februar sind demnach beispielsweise die Scheiben- und Augenbilder aus der späten Schaffensphase sowie die in der Rhein-Main-Region entstandenen "Hekate-Bilder" und die "Fugalen Bilder" zu sehen. Nay erreichte laut Museum nach dem Zweiten Weltkrieg national und international große Erfolge und stellte beispielsweise auf der documenta in Kassel, bei Biennalen in Venedig oder in Sao Paulo aus. Er sei als Ikone der deutschen Kunst nach 1945 wahrgenommen worden.

     Das Gemälde "Blauklang" von Ernst Wilhelm Nay aus dem Jahr 1953.
  • Alte Oper wagt Experimente

    Am Dienstag ist die Alte Oper Frankfurt in die neue Saison gestartet. Zu Beginn erwartet die Besucherinnen und Besucher ein zehntägiges Festival. Im Rahmen von "Fratopia" soll mit innovativen Konzertkonzepte experimentiert und so ein Dialog zwischen Publikum und Künstlerinnen und Künstlern angestoßen werden. Zum Auftakt zeigte Jazzpianist Michael Wollny eine Sound-Performance mit Klavier und jeder Menge Zubehör - etwa berstenden Weingläsern und leuchtenden Regenschirmen. hr2-Redakteurin Imke Turner war dabei.

    Audiobeitrag

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    Wimmelei mit Ankerpunkten: Michael Wollny went Bauhaus

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  • Burgfestspiele Bad Vilbel ziehen positive Bilanz

    Am vergangenen Sonntag sind die diesjährigen Burgfestspiele Bad Vilbel zu Ende gegangen. Intendant Claus-Günther Kunzmann zeigte sich zum Abschluss zufrieden mit der Spielzeit. Knapp 100.000 Besucherinnen und Besucher seien zu den Vorstellungen gekommen. Zu den erfolgreichsten Inszenierungen zählten demnach die Musical-Produktionen "Dschungelbuch" und "Sister Act". Letzteres sei wie bereits 2021 zu 100 Prozent ausgelastet gewesen.

    Szene aus "Sister Act" bei den Burgfestspielen Bad Vilbel
  • Auschwitz-Komitee übt scharfe Kritik an documenta-Kuratoren

    Nach neuen Diskussionen auf der documenta in Kassel um einen als antisemitisch eingeschätzten Film hat der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees die Schau scharf kritisiert. Die Reaktion der documenta-Verantwortlichen auf die Forderungen des Expertengremiums zeige einmal mehr, dass diese documenta als documenta des Zynismus in die Geschichte eingehen werde, sagte Christoph Heubner am Mittwoch. "Über Wochen hinweg hat man bei der documenta fifteen allen antisemitischen Entgleisungen zum Trotz die Kassen klingeln lassen." Die große Mehrzahl der Künstlerinnen und Künstler sei "für eine antisemitische, antizionistische und antiisraelische Inszenierung missbraucht" worden.

    Auch der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, machte dem verantwortlichen Künstlerkollektiv Ruangrupa schwere Vorwürfe. "Das Künstlerkollektiv hat die documenta vor die Wand gefahren", sagte Zimmermann am Mittwoch im Deutschlandfunk. Kunst selbst dürfte alles oder fast alles. Als verantwortliches Kuratorenkollektiv müsse Ruangrupa den Kontext beachten und Verantwortung für die von ihm eingeladenen ausstellenden Kollektive übernehmen. Das sei bislang unterlassen worden. Zimmermann kritisierte zudem die documenta-Gesellschafter, das Land Hessen und Stadt Kassel: "Alle schieben sich die Verantwortung hin und her."

  • Top-Thema

    Deutsches Romantik-Museum feiert ersten Geburtstag

    Am Mittwoch feiert das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt seinen ersten Geburtstag. Seit der Eröffnung im vergangenen September seien rund 100.000 Besucherinnen und Besucher gekommen. Damit sei man auch in Anbetracht der zwischenzeitlich geltenden Corona-Einschränkungen sehr zufrieden, teilte das Museum auf hr-Anfrage mit.

    Pünktlich zum Jubiläum zeigt das Museum ab Donnerstag eine neue Ausstellung mit dem Titel "Warum soll der Mensch anders sein, als er ist? Auf Entdeckungsreise durch die Handschriften Karoline von Günderrodes". Bis zum 11. Dezember sind archivarische Bestände zum Werk der Philosophin Karoline von Günderrode zu sehen, darunter bislang unveröffentlichte Brief- und Werkhandschriften.

    Das neue Romantikmuseum neben dem Goethe-Haus
  • Buchhändler stimmen über Lieblingsbuch ab

    Wenn jemand qualifiziert ist, Bücher zu empfehlen, dann wohl sie: Buchhändlerinnen und Buchhändler aus über 850 unabhängigen Buchhandlungen sind seit Dienstag aufgerufen, ihren Lieblingsroman des Jahres zu küren. Bis zum 29. September können sie in der Wahl zum "Lieblingsbuch der Unabhängigen" ihren belletristischen Lieblingstitel online einreichen.

    Die Nominierungsliste mit den fünf am häufigsten genannten Titeln wird am 6. Oktober veröffentlicht, aus dieser Liste stimmen die Buchhändlerinnen und Buchhändler anschließend für den Lieblingsroman. Die Preisverleihung findet am 20. Oktober auf der Buchmesse statt und wird live gestreamt. Im Anschluss an die Buchmesse findet vom 29. Oktober bis 5. November die Woche der unabhängigen Buchhandlungen statt. Die seit 2014 stattfindende Aktionswoche ist die größte Veranstaltung ihrer Art und die einzige Initiative vom Buchhandel für den Buchhandel.  

  • Hobby-Historikerinnen und -Historiker gesucht

    Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sucht wieder engagierte Frankfurterinnen und Frankfurter, die sich für Stadtgeschichte interessieren und ehrenamtlich ein stadt- oder stadtteilgeschichtliches Thema ihrer Wahl aufarbeiten. Bis zum 15. Dezember können sich Geschichtsinteressierte unabhängig von Alter und beruflichem Werdegang mit einem Thema ihrer Wahl bewerben.

    Der mittlerweile neunte Jahrgang der Stadtteil-Historikerinnen und -Historiker soll im Februar 2023 starten. Die ausgewählten Projektteilnehmer erhalten inhaltliche Unterstützung von erfahrenen Historikerinnen und Historikern und 1.500 Euro für ihre Recherchen. Nach Ablauf der 18-monatigen Projektphase sollen die Stadtteil-Historiker ihre Ergebnisse öffentlich vorstellen.

    Seit 2007 erforschen zahlreiche Stadtteil-Historikerinnen und -Historiker die Geschichte Frankfurts. Unter anderem wurden die Herkunftsgeschichten Rödelheimer Geschäftsleute, die Geschichte der Frankfurter Jazz-Szene und die Historie der Villa Kennedy recherchiert.

    Die Villa Kennedy in Frankfurt-Sachsenhausen in der Außenansicht.
  • Wie (Livestream)-Konzerte auf das Publikum wirken

    Konzerte im Livestream waren für Künstlerinnen und Künstler während des Corona-Lockdowns eine der wenigen Möglichkeiten, weiterhin für ihr Publikum zu spielen. Jetzt sind wieder Konzerte möglich. Bedeutet das auch das Aus für Livestream-Konzerte oder können beide Varianten nebeneinander bestehen?

    Forschende am Max-Planck-Institut für Empirische Ästhetik untersuchen derzeit, wie unterschiedlich Livemusik und Livestream auf Zuschauerinnen und Zuschauer wirken. hr-Reporterin Susanne Pütz hat in diesem Rahmen an einem Konzert der Kammerphilharmonie Frankfurt teilgenommen und berichtet von ihren Erlebnissen.

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    Live oder Stream? Welche Konzerte wirken wie?

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  • Börsenverein gibt Nominierte für Kalenderpreis bekannt

    Kalender, Kalender an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land? Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat am Dienstag die zehn Nominierten für den Kalenderpreis veröffentlicht. Zum fünften Mal wird diese Auszeichnung vergeben und die Jury hat sich auf diese Top 10 geeinigt:

    Art Culinaire (Ackermann Kunstverlag)
    Das Museum des Meeres (Dumont Kalenderverlag)
    Der literarische Küchenkalender (edition momente)
    Deutschland ist wanderbar! Komoot – Wochenplaner (Ackermann Kunstverlag)
    (Wieder) Ein tolles Jahr (Bohem Press)
    Jahresbegleiter Go for Future! (Korsch)
    Literary Art (Korsch)
    Peace Kalender (Athesia Kalenderverlag)
    Sprachkalender 2023 Dialekte - von den Alpen bis zur Nordsee (PONS Langenscheidt)
    Statis-Tick (Kulturverlag Kadmos)

    Wer sich über die Auszeichnung "Kalender des Jahres 2023" freuen darf, wird am 19. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

    Die 10 nominierten Kalender zum Kalender des Jahres 2023
  • Projekt gewährt Einblicke in Kunstsammlungen hessischer Unternehmen

    Was haben die Deutsche Palliativ-Stiftung, die Sektkellerei Henkell & Co. und die Stadtwerke Offenbach gemeinsam? Sie haben Firmen-Kunstsammlungen - die in der Regel nicht zugänglich sind für die Öffentlichkeit. Das Projekt "Kunst privat" will das im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums ändern und organisiert seit 2005 öffentliche Führungen durch private Kunstsammlungen hessischer Unternehmen vom Finanzinstitut bis zur Anwaltskanzlei.

    In diesem Jahr nehmen vom 21. bis 25. September unter anderem die Deutsche Bank, das Chemiewerk Evonik und das Kosmetikunternehmen Cosnova teil. Eine Übersicht über alle Unternehmen gibt es hier. Die Anmeldefrist für Führungen endet am Freitag, einige Veranstaltungen sind schon ausgebucht.

  • Antisemitismus-Streit auf der documenta eskaliert weiter

    Zwei Wochen vor dem Ende der documenta ist der Ton in der Auseinandersetzung um Antisemitismus noch einmal schärfer geworden. Der von der documenta-Leitung eingesetzte achtköpfige Expertenrat fordert, die Vorführung eines pro-palästinensischen Films mit Material aus den 1960er bis 1980er Jahren zu stoppen.

    Der am Wochenende veröffentlichte Bericht stieß beim Kuratoren-Kollektiv Ruangrupa auf entsetzte Ablehnung. Es antwortete am Sonntag mit einem Text mit dem Titel "Wir sind wütend, wir sind traurig, wir sind müde und wir stehen zusammen".

    Die Kuratoren kanzelten den Bericht als Versuch der Zensur ab und betonten, sie seien ohnehin von Beginn an gegen die Einsetzung des Expertenrats gewesen. Ihr Brief wurde von anderen Künstler-Kollektiven unterzeichnet und an den Oberbürgermeister von Kassel und Aufsichtsratsvorsitzenden der documenta, Christian Geselle (SPD), die Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) und die hessische Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) adressiert.



  • Bergpark Wilhelmshöhe lädt zum "Großen Dackelspaziergang"

    Ein Dackel macht Männchen vor Schloss Wilhelmshöhe in Kassel

    Was ein Spaziergang mit Hund mit Kultur zu tun hat? Im Kassel so einiges: Dort lädt nämlich die Museumslandschaft Hessen Kassel zum vierten Mal zum "Großen Dackelspaziergang" zur Erinnerung an Erdmann, den Lieblingsdackel von Kaiser Wilhelm II..

    Erdmann war der ständige Begleiter seines Herrchens und starb 1901 bei einem Sommeraufenthalt des Kaisers im Schloss Wilhelmshöhe. Er wurde im Bergpark begraben und bekam auf der Roseninsel sogar einen Gedenkstein.

    Beim "Großen Dackelspaziergang" am Samstag (17.9.) sind auch bürgerliche Hunde jeglicher Rasse willkommen, sofern sie einen Impfpass mit allen empfohlenen Impfungen haben und 10 Euro Teilnahmegebühr entrichten. Ob beim Slalomlaufen, Balancieren oder einem Wissensquiz rund um die Wilhelmshöhe: an fünf verschiedenen Stationen dürfen Mensch und Tier ihr Können unter Beweis stellen. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

  • Fotografien von Walter Schels in Darmstadt

    Walter Schels fotografiert immer von vorne, vor einem schwarzen Hintergrund, verzichtet auf eine dramatische Ausleuchtung. Seine Bilder, die er in Lebensgröße abzieht, sind immer schwarz-weiß. Das hat Walter Schels den Ruf eingebracht, einer der besten Portraitfotografen des Landes zu sein. Und mit demselben Ernst widmet er sich den Portraits von Tieren oder einer verblühenden Artischocke.

    hr2-Kritikerin Stefanie Blumenbecker hat seine Schau im Hessischen Landesmuseum Darmstadt gesehen und ist begeistert.

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    Portraits von Tieren und Menschen

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  • Vorverkauf für Radiokulturnacht und Hörbuchnacht

    Die ARD-Radiokulturnacht und die hr2-Hörbuchnacht gehören zu den Höhepunkten rund um die Frankfurter Buchmesse. Für beide Veranstaltungen, die im Sendesaal des Hessischen Rundfunks stattfinden, hat jetzt der Vorverkauf begonnen.

    Bei der ARD-Radiokulturnacht, Freitag, 21. Oktober, können Sie diese Autorinnen und Autoren erleben: Juri Andruchowytsch, Lukas Bärfuss, Karen Duve, Theresia Enzensberger, Michel Friedman, Joshua Groß, Dörte Hansen, Ulrike Herrmann, Edgar Reitz, Elvira Sastre, Karl Schlögel, Jasmin Schreiber, Mithu Sanyal und den oder die Buchpreisträger:in 2022. Vince Ebert wird außerdem pointierte Passagen aus "Lichtblick statt Blackout" präsentieren.

    In der hr2-Hörbuchnacht, Samstag, 22. Oktober, dreht sich alles um Hörbuch-Neuerscheinungen. Prämiert wird das "Hörbuch des Jahres". Mit dabei sind unter anderem Wladimir Kaminer, Christian Brückner, Omid-Paul Eftekhari, Claudia Ott, Camilla Renschke, Dirk Stermann, und Martin Vischer. Musikalisch wird der Abend begleitet von den "Gramophoniacs".

  • Top-Thema

    Hollywood-Komponist Hans Zimmer wird 65

    Auch wenn sein Gesicht vielen Menschen unbekannt sein dürfte: Zu Musik von Hans Zimmer haben wahrscheinlich fast alle schon einmal gebannt auf eine Leinwand gestarrt. Zuletzt vielleicht beim Blockbuster "Dune", für den der gebürtige Frankfurter Klänge erfunden haben will, die es zuvor nicht gab. Am Montag (12.9.) wird die mit zwei Oscars gekrönte Hollywood-Größe 65 Jahre alt.

    Welche Stimmung ein Film dem Zuschauer auch vermitteln sollte, düster oder spielerisch, heroisch oder mystisch - Zimmer fing sie musikalisch ein. Heute gilt er als Spezialist dafür, die Möglichkeiten der elektronischen Musik mit traditionellen Orchesterarrangements zusammenzubringen. Berühmt wurde er für die Musik zum Zeichentrickfilm "König der Löwen" (1994), für die er seinen ersten Oscar gewann. Meilensteine waren die Komödie "Besser geht's nicht" (1997), aber auch der Kriegsepos "Der schmale Grat" (1998) und das monumentale Drama "Gladiator" (2000).

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    Hans Zimmer wird 65

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    Für das Frühjahr 2023 hat Zimmer seine nächste Europatour angekündigt, die ihn auch nach Frankfurt führt.

  • Glasstudio Derix leidet unter hohen Energiepreisen

    Das Glasstudio Derix in Taunusstein kann auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurückblicken. Besonders berühmt sind die Kirchenfenster, die aus Gläsern der Firma Derix hergestellt werden, wie die Fenster in der Kapelle von Reims oder das Fenster von Gerhard Richter im Kölner Dom.

    Nur: Glasherstellung verbraucht Unmengen von Gas, das in diesen Zeiten knapp und teuer geworden ist. Und deshalb gibt es in Taunusstein große Sorgen, ob die dazugehörige Glashütte noch genug Gas bekommt. Falls nicht, stünde eine jahrhundertealte Tradition vor dem Aus.

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    Glas und Gas: Derzeit eine schwierige Konstellation

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  • Top-Thema

    Maus-Grafikerin Schmitt-Menzel gestorben

    Die Grafikerin Isolde Schmitt-Menzel ist am vergangenen Sonntag im Alter von 92 Jahren in Frankfurt gestorben. Das teilte der WDR unter Berufung auf die Familie mit. Bekannt wurde Schmitt-Menzel vor allem für die Schöpfung der orangefarbenen Zeichentrickmaus, die 1971 erstmals in "Die Sendung mit der Maus" zu sehen war. Sie habe deren originellen und fantasievollen Charakter durch die ersten rund 100 von ihr kreierten Maus-Spots geprägt, würdigte der WDR. Schmitt-Menzel lebte lange Zeit in Frankfurt und Bad Homburg, wo eine Maus-Skulptur am Gotischen Haus zu bewundern ist.

  • Tag des offenen Denkmals

    Schlösser, Werkstätten oder Wehrtürme – alte Gemäuer stecken voller Geschichten aus der Vergangenheit. Der Tag des offenen Denkmals zeigt, welche Spuren menschliches Handeln hinterlassen kann. Ein Überblick über die zehn Orte in Hessen, die Sie nur am Sonntag besuchen können.

  • documenta-Beschäftigte protestieren gegen Arbeitsbedingungen

    documenta-Beschäftigte wehren sich: Mindestlohn, Überarbeitung und ein toxischer Umgang stünden in krassem Gegensatz zu den künstlerischen Ideen. Die Kritik richtet sich an die Organisatoren in Kassel - sie hätten sich zudem nie auf die Ideen der indonesischen Kuratoren eingelassen. Hier geht es zum ganzen Beitrag:

  • Top-Thema

    Wie Fulda 1953 die Queen-Krönung feierte

    Zum Tod von Queen Elizabeth II. hat man sich in Fulda an eine Episode der Stadtgeschichte erinnert, die die große Begeisterung der Fuldaerinnen und Fuldaer für die Königin dokumentiert. Das Stadtarchiv verwahrt ein Dokument aus dem Krönungsjahr 1953, zu dem diese Anekdote überliefert ist:

    Bildkombination aus drei Fotos: links Foto der Krönung, mittig ein historisches Schrift-Dokument, rechts Außenansicht des Lichtspielhaus in Fulda.

    Die Krönung Elisabeths II. wurde 1953 live in alle Welt übertragen. Da die wenigsten Fuldaer zu dieser Zeit bereits einen Fernseher hatten, wurde das Großereignis wenige Wochen später als Kinofilm in den "Europa-Lichtspielen" gezeigt. Der Dokumentarfilm beeindruckte die Besucher offenbar so sehr, dass man beschloss, der jungen Königin ein Geschenk zukommen zu lassen: ein aufwändig gestaltetes Buch aus Leder, auf dem das Fuldaer Stadtwappen aufgedruckt ist.

    In dem Band findet sich die Zeichnung einer Königskrone samt einer Widmung an die englische Königin: "Ihrer Majestät Elisabeth II. und dem englischen Königshaus entbieten hiermit Bürger und Gäste der Barockstadt Fulda, Stadt des heiligen Bonifatius, des aus Angelsachsen kommenden Missionars und Apostels Deutschlands, eines der großen Gestalter des Abendlandes, Glückwünsche zur Krönung." Auf 50 Seiten folgen Unterschriften, nicht nur von den Honorationen der Stadt, sondern auch von fast 1.000 Menschen, die den Kinofilm gesehen hatten.

    Im Stadtarchiv befindet sich eine zweite Ausfertigung des Buchs, die der damalige Besitzer des Kinos, Hermann Becker, für sich anfertigen lies. Das Original schien Elizabeth II. tatsächlich erreicht zu haben, denn in einem Brief des britischen Konsuls bedankt sich dieser im Namen der Königin für das "wunderschöne Buch".

  • Facetten von Verlust im Museum für Sepulkralkultur

    Abschied und Verlust – im Museum für Sepulkralkultur geht es nicht nur um Bestattungs- oder Friedhofskultur. Es geht auch darum, welche Emotionen Menschen bei diesem Prozess begleiten. So behandelt die Künstlerin Klara Charlotte Zeitz in ihrer Videoarbeit "Manifesto of Transformation" Gefühle wie Wut, Zorn und Schmerz. Ihre Arbeit wird vom 10. September bis zum 13. November in der Rotunde des Museums gezeigt.

    Der Titel der Ausstellung ist ein Textauszug ihres gleichnamigen Films. Die Künstlerin kreist in ihrer Arbeit um Themen wie Verlust oder Ohnmacht. Ihr Weg aus diesen negativen und passiven Gefühlen, ist die Wut – eine produktive Form davon. Sie kann ein Motor sein und uns zum Handeln bewegen und wie ein Seismograph für Ungerechtigkeit wirken. In ihrem Fillm führt die Wut zum Widerstand und schlussendlich zur Befreiung. Zeitz erzählt eine Geschichte der Emanzipation.