In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Vier Tage Festival for Performing Arts

    Vier Tage und ein dichtes Programm, bei dem man die "ganze Bandbreite des künstlerischen Forschens und Schaffens am Frankfurt LAB" erleben kann, das ist das F°LAB-Festival. Vier Tage dauert es und heute startet es. Jan Tussing durfte bei der Generalprobe zuschauen und erlebte eine "musikalische und visuelle Explosion".

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    Das erleben Sie beim F°LAB-Festival in Frankfurt

    Szene aus With these Hands - "nackte" Menschen liegen auf der Bühne
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  • Top-Thema

    Erstes Antisemitismus-Podium auf documenta

    Hohe Wellen hat er geschlagen, der Antisemitismus-Skandal der documenta 15 in Kassel. Jetzt will ihn die Weltkunstschau aufarbeiten. Dafür startete sie am Mittwoch eine Debattenreihe. Titel des ersten Plenums war "Antisemitismus in der Kunst" (zur Zwei-Stunden-Debatte auf YouTube). Es ging um die Fragen, wie es dazu kommen konnte, dass Kunstwerke mit antisemitischer Bildsprache im Vorfeld nicht entdeckt wurden und was jetzt getan werden kann, um die Situation zu deeskalieren.

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    Diskussion "Antisemitismus in der Kunst"

    Das erste Panel zum Antisemitismus-Skandal auf der documenta 15.
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    Geladen war etwa Doron Kiesel, wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland: Er betonte, wie sehr das Vertrauen der jüdischen Gemeinde in Deutschland durch den Umgang mit Warnungen im Vorfeld und den folgenden Skandal erschüttert sei. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, berichtete von seiner Verwunderung darüber, dass erstmals keine jüdischen Künstlerinnen und Künstler aus Israel zu der Weltkunstschau eingeladen waren. Für ihn ist es nun Zeit, verbal abzurüsten und in einen Dialog zu treten.

    Die Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan betonte, es könne keine Zensur der Redefreiheit geben, gleichzeitig gebe es aber auch keine freie Rede ohne Verantwortung. Adam Szymczyk, Kurator der documenta 14, sieht im, wie er es nannte, "multidirektionalen Erinnern" einen Ausweg aus der festgefahrenen Debatte. Die documenta könne nun genau der Ort für ein solches Erinnern des globalen Nordens und des Südens sein.

    Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes, unterstrich die Verantwortung der documenta-Leitung, gegen Menschenfeindlichkeit vorzugehen. Zugleich betonte sie, der Staat dürfe sich in die Kunstfreiheit nicht einmischen. Weder die documenta-Leitung noch das Künstlerkollektiv Ruangrupa saß auf dem Podium. Letzteres verlas eine Erklärung, in der es seine Dialog- und Lernbereitschaft betonte.

  • Top-Thema

    Kassels OB Geselle und Amtsvorgänger unterstreichen politische Unabhängigkeit der documenta

    In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die früheren Oberbürgermeister Hans Eichel, Wolfram Bremeier, Bertram Hilgen und der amtierende Oberbürgermeisters der Stadt Kassel Christian Geselle noch einmal zur politischen Unabhängigkeit der documenta bekannt. Das gelte auch und gerade in schwierigen Zeiten, hieß es in der Mitteilung von Mittwoch.

    Es sei ein schwerer Fehler gewesen, das Werk "People's Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auszustellen. Antisemitismus habe keinen Platz auf der documenta. Die Verantwortlichen hätten aber richtig reagiert, indem sie das Banner zunächst verhüllt, anschließend abgebaut und um Entschuldigung gebeten hätten. Es sei nicht gerechtfertigt, die documenta in ihrer Gesamtheit nun unter Generalverdacht zu stellen. Geselle und seine Vorgänger im Amt des Oberbürgermeisters zeigten sich enttäuscht über die Eröffnungsrede von Bundespräsident Steinmeier und der Absage von Kanzler Scholz. Man bewerte dies als pauschale Vorverurteilung und unangemessen.

    Den sogenannten 5-Punkte-Plan zu mehr Einfluss durch den Bund, den die Kulturstaatsministerin Claudia Roth in der Vorwoche gelegt hatte, wiesen die Unterzeichner entschieden zurück. Es sei ein "Ausdruck kaum zu überbietender Arroganz", die lokale Verantwortung in Frage zu stellen und übersehe, "dass sich die documenta in ihrer über 60-jährigen Geschichte in 'lokaler Verantwortlichkeit' zu dem entwickelt hat, was sie heute ist - und das ohne oder nur mit sehr bescheidener finanzieller Unterstützung durch den Bund". Die documenta sei nicht auf finanzielle Unterstützung durch den Bund angewiesen. Zudem sei es erst nach dem Ende der documenta 15 an der Zeit, über eventuelle Veränderungen zu sprechen.

  • Top-Thema

    Kassler OB: Können documenta auch ohne Bund finanzieren

    Kassel will die Kunstausstellung documenta im Zweifel auch ohne Bundesmittel finanzieren. "Der Stadt Kassel ist es nicht nur durchaus finanziell möglich, sondern insbesondere vor dem Hintergrund der Bedeutung der documenta für unsere Stadt und Stadtgesellschaft auch ideell möglich, die Verantwortung für diese herausragende Veranstaltung auch ohne Beteiligung aus der Bundeshauptstadt zu tragen", schrieb Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) an Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Der Brief liegt der dpa vor.

    Zuvor hatte Roth als Konsequenz aus der Antisemitismus-Diskussion um die documenta Änderungen in der Struktur der Kunstausstellung gefordert. Im Kern will der Bund mehr Einfluss.

  • Kreative Sommerferien-Tipps für Kinder

    Schmieden wie die Kelten, Sprayen wie im New York der 1990er oder Welten erschaffen auf der Lego-Baustelle. In diesen Sommerferien gibt es viele Möglichkeiten, selbst kreativ zu werden. Bei einigen Angeboten heißt es: Schnell anmelden!

  • Top-Thema

    Literaturfonds-Preis für Georg Klein

    Einst hieß die Auszeichnung "Kranichsteiner Literaturpreis", mittlerweile heißt sie "Großer Preis des Deutschen Literaturfonds" und ist mit 50.000 Euro dotiert. Wer sich über diese Summe und die Ehrung in diesem Jahr freuen darf? Schriftsteller Georg Klein. Glückwunsch! Der 69-Jährige, der im niedersächsischen Bunde lebt, wird für seine "Sprach- und Fabulierfähigkeit" geehrt. Das teilte die Jury am Mittwoch in Darmstadt mit.

    "Was Literatur vermag, uns nämlich in fremde, in bedrohliche Welten und Weltsichten zu entführen, in denen Schein und Sein nicht getrennt sind, davon erzählt das umfangreiche Werk dieses Autors, der die Konventionen des Romans ebenso beherrscht wie bricht (...)", lobte die Jury.

    Georg Klein
  • Pearl Jam begeistern Frankfurt

    Der Grunge ist schon lange tot, doch Pearl Jam sind immer noch da. Nach 30 Jahren sind die einstigen Ikonen der Subkultur nach Frankfurt zurückgekehrt und haben die ausverkaufte Festhalle mit altem Charme und neuer Attitüde verzaubert. Julian Moering war dabei.

  • Rettet Meron Mendel die documenta?

    In der Antisemitismus-Debatte um die documenta fifteen in Kassel soll nun der öffentliche Diskurs zur Aufarbeitung des Eklats beginnen. Die Bildungsstätte Anne Frank und die Trägergemeinschaft documenta gGmbH laden heute am Abend, 18.30 Uhr, gemeinsam zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Antisemitismus in der Kunst" ein. Die Veranstaltung wird live gestreamt.

    An dem Gespräch nimmt unter anderem auch der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, teil. Ist er der Mann, der die documenta retten kann? Das hat ihn hr-Kulturreporterin Juliane Orth im Interview gefragt.

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    Meron Mendel: "Ruf der documenta 15 ist schwer beschädigt"

    Gerüst ohne Banner
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  • Der Herr der Ringe aus Haina

    Mittelerde im Miniaturformat: Andreas Meye ist leidenschaftlicher Fan der fantastischen Welt des Herrn der Ringe. Fast 1.000 Figuren aus Tolkiens Reich hat der 56-Jährige aus Haina zusammengebastelt und bemalt.

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    Der Herr der Ringe aus Haina

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  • Holocaust-Zeitzeugen kämpfen gegen Antisemitismus

    Das Thema Antisemitismus und Diskriminierung sind zurzeit leider oft ein Thema. Wie auch aktuell auf der Kunstshow documenta 15 in Kassel. Zeitgleich zur documenta war am Montag das Berliner Ehepaar Michalski in der Stadt - Holocaust-Zeitzeugen, die für mehr Zivilcourage kämpfen.

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    Holocaust-Zeitzeugen kämpfen gegen Antisemitismus

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  • Frankfurter Studienprojekt zu Alchemismus ausgezeichnet

    Die virtuelle Ausstellung und Wissensplattform "Matthäus Merian d.Ä. und die Bebilderung der Alchemie um 1600" ist am Dienstagabend mit dem Johann Philipp von Bethmann-Studienpreis 2021 ausgezeichnet worden. Die Historische Kommission prämiert damit erstmals ein digitales Projekt.

    Die Wissensplattform "Bebilderung der Alchemie" wurde vom Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität und der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt erarbeitet und bietet eine sich ständig erweiternde virtuelle Ausstellung zu den Bildern des Künstlers Matthäus Merian d. Ä. sowie zu vielen weiteren Darstellungen der Alchemie um 1600, einer Hochphase der Beliebtheit alchemistischer Literatur in Europa. Gezeigt werden etwa Druckgraphiken, Bücher, Gemälde und alchemistische Instrumente.

    Der mit 5.000 Euro dotierte Johann Philipp von Bethmann-Studienpreis wird seit 1984 von der Frankfurter Historischen Kommission gestiftet.
     

  • Top-Thema

    documenta: Staatsanwaltschaft prüft strafbares Verhalten

    Die Staatsanwaltschaft Kassel prüft, ob bei einzelnen Kunstwerken der documenta der Anfangsverdacht eines strafbaren Verhaltens vorliegt. Das teilte die Behörde am Dienstag mit. Dabei bezieht sich die Staatsanwaltschaft auf das inzwischen abgehängte "People´s Justice" des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi und die Bilderserie "Guarnica Gaza" von Mohammed Al Hawajri. Es seien mehrere Strafanzeigen eingegangen, auch eine gegen den Kasseler Oberbürgermeister.

  • Neue Dauerausstellung zeigt Geschichte der Paulskirche

    Am Dienstag ist die neue Dauerausstellung in der Frankfurter Paulskirche eröffnet worden. Die von der Wüstenrot Stiftung geförderte Schau "Paulskirche. Demokratie, Debatte, Denkmal" garantiere, dass die Paulskirche sowohl als Denkmal der Demokratie als auch als Ort der politischen und kulturellen Bildung wahrgenommen werde, sagte Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig bei der Eröffnung.

    Die Frankfurter Paulskirche gilt als eines der wichtigsten Demokratiedenkmale Deutschlands. Die digitale Ausstellung in der Wandelhalle präsentiert in sechs Stationen die Baugeschichte der historischen Paulskirche und des heutigen Gebäudes und bietet einen Überblick zur Frankfurter Nationalversammlung und deren Verfassungsgeschichte. Die Ausstellung ist auch vollständig im Internet zu sehen.

    Die neue Dauerausstellung in der Paulskirche ist in den Fensternischen gelegen.


  • Ein grünes Hochhaus für Frankfurts Europa-Allee

    Grüner, nachhaltiger, innovativer - das sind die neuen Attribute für Hochhäuser in Frankfurt. Das jüngste Projekt heißt NION und soll auf der letzten freien Fläche der architektonisch bisher wenig anspruchsvollen Europa-Allee entstehen. Das haben der Projektentwickler Groß & Partner und der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) mitgeteilt. In einem internationalen Architekturwettbewerb setzte sich das Amsterdamer Büro UNStudio durch. 

    Visualisierung (Computer) des geplanten Hochhauses Nion.

    Deren Entwurf habe durch die "starke, städtebauliche Formgebung und das demokratische Angebot an begrünten Außenflächen" überzeugt, heißt es in der Mitteilung vom Dienstag. Das Grün wandere "optisch vom öffentlichen Park über das Sockelgebäude entlang der Hochhauskante nach oben". Die grünen Fugen sollen sich im Inneren des Bürogebäudes fortsetzen und "besondere Erlebnisbereiche" schaffen. Durch den Einsatz von Geothermie und Photovoltaik-Fassaden sei ein "teilweise autarker" Betrieb des Gebäudes möglich.

    Planungsdezernent Josef lobt die geplante Verbindung der Stadtteile Europaviertel und Gallus mit einer öffentlichen Grünanlage. Im Sockelbereich des Hochhauses wünscht sich Josef "Bewegungsangebote für junge Menschen, wie beispielsweise eine Halfpipe, ein Café und Ateliers". Die Fertigstellung des über 100 Meter hohen Turms ist für Anfang 2026 geplant. Die Entwurfspläne aller acht Wettbewerbsteilnehmer sind bis zum 15. Juli im Stadtplanungsamt Frankfurt zu sehen.

  • documenta-Schiff braucht etwas länger

    Okay, es wird ein bisschen länger dauern, doch das schwimmende documenta-Projekt, das Floß "citizenship", ist auf gutem Weg nach Kassel. Mit etwa ein bis zwei Wochen Verzögerung werde es in Kassel ankommen, erklärte das Zentrum für Kunst und Urbanistik. In den Unterbau der zum Floß umfunktionierten Dachkonstruktion war Wasser eingedrungen. Für eine Reparatur musste das Gefährt pausieren.

    Mit seinen 16 Tonnen Gewicht sei das Floß "durchaus behäbiger, als wir es uns zu Beginn eingestanden haben", hieß es. Die Fahrt geht am Mittwoch weiter und zwar "in gemäßigter Geschwindigkeit". Die "citizenship" hatte sich Anfang Juni von Berlin aus auf den Weg über Flüsse und Kanäle nach Kassel gemacht. Ursprünglich waren 55 Tage für die Reise geplant.

    Das Schiff des documenta-Projekts "citizenship" wird vom Ruder-Club Tegelort über die Havel gezogen. Für das Projekt wurde die Dachkonstruktion des Berliner Zentrums für Kunst und Urbanistik als Floß umgestaltet.
  • Festival im Zeichen des Krieges

    Noch bis Sonntag findet in Frankfurt das Literaturfestival LiteraTurm statt. Alles, was in den oberen Etagen Frankfurter Hochhäuser gelesen wird, bezieht sich in diesem Jahr irgendwie auf die Ukraine. Schon am Anfang ist klar, dass selbst Hochkaräter wie Tanja Maljartschuk, Lea Ypi, Gerd Koenen und Viktor Jerofejew nicht so funkeln wie gewohnt - Betroffenheit allenthalben und gespannte Vorsicht bei vielen Äußerungen. Ulrich Sonnenschein berichtet vom Eröffnungsabend.

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    "Risse" - Motto und traurige Tatsache bei "Literaturm"

    Aus dem Kopf von da Vincis David kommt das Wort "Risse"
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  • Pearl Jam in Bembel-Town

    Die Band Pearl Jam tritt am Abend in der Frankfurter Festhalle auf und bei Instagram zeigen die Musiker, wie sehr sie sich auf das Konzert in Hessen freuen. Heimliche Äppler-Freunde? Wer weiß das schon so genau.

    Pearl Jam-Posting bei Instagram - kündigen ihr Konzert in Frankfurt mit Bembel an.
  • Top-Thema

    Neue documenta-Struktur gefordert

    Nach den Vorwürfen gegen die documenta fordert der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, künftig mehr Mitsprache des Bundes bei der Kasseler Kunstschau. Es seien grundsätzliche Konsequenzen zu ziehen. Klein sagte, es gehe um die Struktur der documenta, die auch Staatsministern Claudia Roth (Grüne) in einem Fünf-Punkte-Plan angehen wolle.

    "Die documenta ist eine derart bedeutsame Veranstaltung mit weltweiten Auswirkungen", sagte Klein. "Da kann es nicht sein, dass der Bund sich zurückzieht, dass eine Stadt wie Kassel das alleine macht und auch Warnungen, die ja in der Öffentlichkeit und auch von Bundesseite ausgesprochen werden, einfach in den Wind schlägt. Das kann so nicht bleiben."

  • Museum statt Büroflur

    Die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank wird zum ersten Mal öffentlich in einem Museum gezeigt. Ab 8. Juli präsentiert das Museum Giersch der Goethe-Universität Frankfurt zum Titel "Ortswechsel" etwa 90 moderne und zeitgenössische Werke aus der Sammlung der Bundesbank, wie die Universität mitteilte. Gezeigt werde ein Querschnitt durch die deutsche Kunstgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts mit Werken von Künstlern wie Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Wolfgang Mattheuer, Anne Imhof oder Jorinde Voigt.

    Die Sammlung der Bundesbank umfasse mehrere Tausend Werke, darunter vor allem Gemälde, Grafiken und Skulpturen, aber auch einige Fotografien. Aufgebaut wurde sie ab den 1950er Jahren. Die Schau will einen Perspektivwechsel auf die Werke bieten, die sonst an mehreren Standorten der Bundesbank "in den Fluren, Besprechungsräumen sowie den Büros und bisweilen auch zwischen Zimmerpflanzen, Kopierern und Sitzgarnituren ihren Platz" hätten.

    Corinne Wasmuht - Arbeit mit dem Titel "Monaco" aus dem Jahr 2004
  • Rhein wirft Verantwortlichen Fehler vor

    Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat den Verantwortlichen der von Antisemitismus-Vorwürfen überschatteten documenta in Kassel Fehler vorgeworfen. "Es war falsch, vorab nicht mehr Gespräche zu führen", sagte er der Frankfurter Rundschau. Wen er genau damit meinte, erläuterte er in dem Interview allerdings nicht.

    Rhein sagte, er erwarte nun von den Verantwortlichen, "dass sie jeden Stein umdrehen, ob irgendwo noch etwas Problematisches ist." Man werde auch darüber nachdenken müssen, "ob die Strukturen der documenta so bleiben können".

  • 9-Euro-Theaterticket "nach Wien" und zurück

    Mit dem 9-Euro-Ticket der Bahn kann man durch ganz Deutschland reisen, mit dem 9-Euro-Theaterticket des Stadttheaters Gießen geht es für einen Abend sogar nach Wien - und zwar ganz ohne Umstieg und Verspätungen. Kunststück, Sie steigen für den Abend in bester Wien-Kulisse ja nicht einmal in einen Zug. Am 2. und 9. Juli gibt es den Strauß-Klassiker "Die Fledermaus" - eine Festnacht voller Maskeraden in der feinen Wiener Gesellschaft. Und das zum Schnäppchenpreis, kosten die besten Plätze sonst doch 34,50 Euro.

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    Mit dem 9-Euro-Theaterticket "nach Wien"

    Das Stadttheater Gießen
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  • Top-Thema

    Spiegel: Roth konnte sich bei documenta nicht durchsetzen

    Hätte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) den Skandal um antisemitische Kunstwerke auf der documenta 15 noch abwenden können? Ja -  wenn sie sich gegen die documenta-Verantwortlichen durchgesetzt hätte, sagt das Nachrichtenmagazin Spiegel. Ihm liegt nach eigenen Angaben eine E-Mail von Roths Amtsleiter an die hessische Wissenschaftsministerin Dorn (Grüne), Kassels Oberbürgermeister Geselle (SPD) und documenta-Generaldirektorin Schormann vor.

    Aus der Mail vom 17. Januar gehe hervor, dass Roth frühzeitig auf die Vorwürfe reagiert und auch konkrete Vorschläge gemacht habe, wie sicherzustellen sei, dass auf der documenta weder antisemitische Kunst gezeigt noch antiisraelischer Hetze eine Bühne geboten werde. Die Vorschläge seien vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats Geselle unter Verweis auf die Kunstfreiheit abgelehnt worden.

  • Förderung für "Provenienzforschung"

    In vielen hessischen Museen gibt es Sammlungsstücke aus der Kolonialzeit. Koloniale Raubgüter oder nur harmlose Souvenirs? Mit dieser Frage beschäftigt sich die "Provenienzforschung", die vom Land Hessen seit diesem Jahr mit rund 200.000 Euro unterstützt wird.

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    Förderung für "Provenienzforschung"

    hessenschau vom 27.06.2022
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  • 16-Jähriger mit Udo Lindenberg auf Tour

    Udo Lindenberg tritt vor zehntausenden Menschen auf. Dass der 16-jährige Phil aus Wabern-Unshausen vor zehntausenden Menschen singt, ist für den Nordhessen das Allergrößte. Er hat bei einem Casting überzeugt und darf jetzt Udo Lindenberg auf seiner aktuellen Tour begleiten.

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    16-Jähriger mit Udo Lindenberg auf Tour

    hessenschau vom 27.06.2022
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  • Ministerin und Jüdische Verbände für Aufarbeitung

    Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) und die Jüdischen Gemeinden in Hessen haben sich nach dem Skandal um ein documenta-Kunstwerk mit antisemitischen Darstellungen für eine umfassende Aufarbeitung ausgesprochen. Es gelte zu klären, aus welcher Weltsicht die Bilder entstanden sind und wie Antisemitismus bekämpft werden kann, erklärten Dorn und der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Hessen, Jacob Gutmark, am Montag.

    Am Dienstagabend solle es dazu ein Gespräch mit Dorn und jüdischen Vertretern in Frankfurt geben. Dabei müsse es auch um Verantwortlichkeiten geben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Salomon Korn.