In unserem Ticker informieren wir Sie über aktuelle Themen aus der Kulturszene in Hessen.

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  • Energiesparmaßnahmen: Herkules wird nicht mehr angestrahlt

    Der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe ist das Wahrzeichen der Stadt Kassel und auch nachts bereits aus weiter Entfernung zu sehen. Das ändert sich jetzt. Im Zuge energiesparender Maßnahmen wird die Kupferstatue nicht mehr angestrahlt werden, wie die Stadt Kassel am Dienstag gegenüber hessenschau.de bestätigte.

    Das Bild zeigt die beleuchtete Herkules-Statue im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel bei Nacht

    Auch am Museum Fridericianum und an der Spitzhacke an der Fulda, eine Stahl-Plastik des Künstlers Claes Oldenburg, bleibt die Effektbeleuchtung aus. Zudem wird die "Laserscape Kassel" abgeschaltet. Die Lichtinstalltion des Künstlers Horst H. Baumann wurde 1977 zur documenta 6 installiert und ist das erste permanent installierte Laserkunstwerk der Welt.

    Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt Kassel energiesparende Maßnahmen angekündigt, etwa die Abschaltung von Fassadenbeleuchtung für das Rote Palais und den Zwehrenturm, die Lichtfliesen in der Neuen Fahrt, das Naturkundemuseum und die Brüderkirche. Verzichtet wird allerdings nur auf Effektbeleuchtung, die Sicherheitsbeleuchtung bleibt an.

  • Ausstellungsführung mit Angehörigen der Hanau-Opfer

    "Three doors" heißt die aktuelle Ausstellung im Frankurter Kunstverein, die den Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau zum Thema hat. Sie zeigt neue Erkenntnisse zu dem rassistischen Attentat, bei dem neun Menschen erschossen wurden, und zu Ermittlungsfehlern der Polizei, gibt aber auch dem Leid der Angehörigen Raum.

    Die Familien mehrerer Opfer waren an der Entstehung der Ausstellung beteiligt. Am Mittwoch, 3. August, um 17 Uhr und am Donnerstag, 11. August, um 18 Uhr führen sie durch die Räume und berichten über ihr Engagement, um die Erinnerung an die Opfer am Leben zu halten und ihre Forderungen an den Staat, die Polizei und an die Gesellschaft als Ganzes.

    Die Führung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

  • Top-Thema

    Antisemitismus-Vorwürfe: documenta benennt beratendes Expertengremium

    Vor dem Hintergrund der Antisemitismus-Vorwürfe haben die Gesellschafter der documenta einen Expertenrat benannt. Die sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen die Weltkunstschau bei der Aufarbeitung und Analyse problematischer Werke beraten.

  • Inflation trifft auch Kulturbranche

    Die Inflation befindet sich auf einem Rekordniveau. Das hat auch Auswirkungen auf die Kulturbranche. Veranstalter sehen sich gezwungen, Ticketpreise zu erhöhen und blicken wegen der steigenden Energiekosten angespannt Richtung Winter. 

  • 100 Jahre Jugendherbergen in Hessen

    Seit 100 Jahren bieten Jugendherbergen die Möglichkeit, eigenständig Natur, Geschichte und Gemeinschaft zu erleben – inklusive Stockbetten und rotem Tee. Seitdem hat sich selbstverständlich vieles geändert. Wer heute in einer Jugendherberge übernachtet, hat weniger Pflichten als viele das noch von früheren Reisen kennen.

  • "Police"-Gitarrist Andy Summers zeigt Fotografien in Wetzlar

    Bekannt wurde Andy Summers als Gitarrist der Band "The Police". Was aber kaum einer weiß: Summers ist auch ein begnadeter Fotograf. Das Ernst-Leitz-Musuem in Wetzlar zeigt nun rund 150 Aufnahmen aus dem Werk des Musikers, etwa von Tourneen mit seiner Band. Bis zum 22. Oktober sind seine Schwarz-Weiß-Fotografien dort ausgestellt.

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    Foto-Ausstellung von "The Police"-Gitarrist Andy Summers

    hessenschau
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  • Interims-Geschäftsführer lehnt Abbruch der documenta ab

    Sollte die documenta nach dem neuerlichen Antisemitismus-Eklat abgebrochen werden? Nein, betont Interims-Geschäftsführer Alexander Farenholtz im Interview. Ausschließen möchte er weitere Vorfälle aber nicht.

  • Top-Thema

    Techno-Doku zeigt Clubs, DJs und die Geschichte der Musik

    Es ist fast schon Wochenende! Für alle, die Lust auf Party haben, aber nicht raus gehen wollen, sei die ARD Mediathek empfohlen. Ganz frisch gelandet ist dort die achtteilige Doku "Techno House Deutschland". Allein vier Folgen handeln von der legendären Techno-Szene in und um Frankfurt - Stichworte Dorian Gray, Robert Johnson, Sven Väth und das Omen. Wilde Zeiten, die bis heute nachwirken. Viel Spaß damit! Ein Interview DJ und Club-Betreiber Ata Macias gibt es hier.

  • Top-Thema

    Zissel startet in Kassel nach Corona-Pause

    Zwei Jahre war wegen Corona Pause, aber ab heute wird in Kassel wieder Zissel gefeiert, das größte Volksfest in Nordhessen.

    Der Zissel wird hauptsächlich an und auf der Fulda gefeiert. Es gibt Fackelschwimmen, eine Wasserski-Show, den traditionellen Umzug mit Booten und ein Feuerwerk. Dazu viel Musik und Rummel auf der Festmeile entlang des Auedamms. Viele Wassersportvereine machen ihre Bootshaus-Gelände außerdem zum Biergarten. Bis einschließlich Montag werden tausende Besucher erwartet.

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    Endlich wieder Zissel in Kassel

    Zissel-Festzug
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  • Top-Thema

    Becker: Keine Hintertüren für Antisemitismus

    Nachdem auf der documenta 15 in Kassel erneut antisemitische Werke aufgetaucht sind, hat der Hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker das Kuratorenteam Ruangrupa zu Konsequenzen aufgefordert. "Erklärungen oder Formen der Einordnung sind falsche Mittel im Umgang mit Judenhass." Es dürfe keine Hintertüren für Antisemitismus geben, "weder auf der documenta fifteen noch sonst an einem Ort in unserem Land". Es könne nur eine Antwort auf Antisemitismus geben: Die konsequente Entfernung antisemitischer Hetze und die gesellschaftliche Ächtung von Judenfeindlichkeit in all ihren Erscheinungsformen. "Dies muss auch die künstlerische Leitung der documenta fifteen endlich einsehen", so Becker in einer Erklärung am Freitag.

  • Patricia Kelly bei den Residenzfestspielen Darmstadt

    Heute starten die Darmstädter Residenzfestspiele. Nach dreijähriger Umbaupause findet das Eröffnungswochenende wieder im Innenhof des Regierungspräsidiums am Luisenplatz statt. Gruppen und Künstler aus den unterschiedlichsten musikalischen Bereichen treten auf, berühmtester Name auf der Liste ist Patricia Kelly, die mit ihrer Kelly Family große Erfolge feierte. Sie tritt am 6. August auf der Mathildenhöhe auf.

    Los gehen die Festspiele heute mit der irisch-keltischen Gruppe Larún. Tutti-Soli aus Bulgarien stellt am Sonntag Werke zum Thema "Friede und Liebe auf Erden" Werke aus der Renaissance, dem Barock und der Neuzeit vor. Spannend dürfte auch die Hamburger Ratsmusik am Dienstag werden: Die Musikerinnen spielen auf über 300 Jahre alten Original-Instrumenten im Marstall des Jagdschlosses Kranichstein.

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    Residenzfestspiele in Kassel starten in Darmstadt

    Residenzfestspiele Darmstadt
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  • Burg Herzberg Festival feiert Corona-Comeback

    Es ist eines der ältesten und größten Hippie-Festivals überhaupt: das Burg Herzberg Festivals in Breitenbach (Hersfeld-Rotenburg). Nach drei Jahren werden in diesem Jahr wieder mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher zum "osthessischen Woodstock" erwartet. Auf insgesamt vier Bühnen treten Bands aus der Blues-, Folk- und Rockszene auf, darunter Künstler wie Faber und Kadavar. In einem Lesezelt zeigen zudem Poetry Slammer ihr Können.

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    Burg Herzberg Festival startet

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  • Top-Thema

    Zwei Frankfurter Projekte im Rennen um Internationalen Hochhaus-Preis

    Zwei Frankfurter Hochhäuser dürfen sich Chancen auf den Internationalen Hochhaus-Preis ausrechnen: das One und das Senckenberg Quartier. Mit der Moschee von Algier ist außerdem ein Projekt des Frankfurter Architekten Jürgen Engel unter den Nominierten.

    Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) nominierte insgesamt 34 Projekte auf vier Kontinenten. Neun dieser Bauwerke stehen in China. In Europa sind vier Gebäude nominiert, neben den zwei Frankfurter Hochhäusern eines in Österreich und eines in Großbritannien. Die fünf Finalisten werden im Herbst bekanntgegeben, der Gewinner wird am 8. November in der Paulskirche in Frankfurt gekürt.

    Senckenberg Quartier

    Der Internationale Hochhaus-Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt, dem DAM und der DekaBank vergeben. Er gilt als einer der weltweit wichtigsten Architekturpreise für Hochhäuser und richtet sich an Architekten und Bauherrinnen, deren Gebäude mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden.

  • Top-Thema

    Erneut problematische Werke auf der documenta 15 entdeckt

    Auf der documenta 15 in Kassel hat ein Besucher offenbar weitere Exponate mit judenfeindlichen Darstellungen entdeckt. Das berichtet die Jüdische Allgemeine in ihrer Onlineausgabe am Mittwoch. Demnach handelt es sich um 34 Jahre alte faksimilierte Broschüren eines algerischen Frauenkollektivs, die im Museum Fridericianum ausliegen.

    Die neuen Bilder der @WerteInitiative von der @documenta__ zeigen, dass die alleinige Fokussierung auf das Banner „People's Justice“ von Taring Padi falsch war. Der virulente Antisemitismus auf der #documenta15 bleibt inakzeptabel & die Reaktion der Verantwortlichen eine Schande! https://t.co/TjUCwSCg92

    [zum Tweet]

    Von der documenta in Kassel habe es auf eine entsprechende Anfrage der Jüdischen Allgemeinen am Mittwoch zunächst keine Stellungnahme gegeben. Vor dem Museum Fridericianum war bereits wenige Tage nach Beginn der documenta ein Werk des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi mit antisemitischen Motiven zunächst verhüllt und kurz darauf abgehängt worden.

  • 3D-Streetart in Fulda

    Große bunte Bilder zieren ab Mittwoch wieder den Universitätsplatz in Fulda: Im Rahmen des Streetart-Festivals bemalen sieben Künstlerinnen und Künstler bis Samstag den Boden in der Inennstadt. Ihre großformatigen Werke sollen eine 3D-Optik bekommen und ein besonderes Fotomotiv hergeben, weiß hr-Reporterin Kathinka Mumme.

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    Streetart-Festival in Fulda gestartet

    Eine Frau sitzt zwischen Häusern auf einem goldenen Stuhl neben einem Tisch, der als optische Täuschung auf das Pflaster gezeichnet wurde.
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  • Rheinhessische Weinbergshäuschen ausgezeichnet

    Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat zum dritten Mal besondere Sehenswürdigkeiten der Weinkultur ausgezeichnet. Unter den 14 am Mittwoch vorgestellten "Höhepunkten der Weinkultur" sind auch die als Trulli bezeichneten Rundhäuser in Rheinhessen. Die Häuschen wurden im 18. Jahrhundert errichtet und dienten den Bauern und Winzern als Schutzhütten.

    Eine weiße Lehmhütte mit Spitzdach steht auf einem Weinberg zwischen Reben

    Mit der Auszeichnung will das DWI auf Anlaufstellen für Touristen aufmerksam machen, um die Weinkultur in den jeweiligen Regionen kennenzulernen. Die Auswahl reicht von besonderen regionalen Standorten wie den Winninger Weinbergterrassen an der Mosel bis zu Erlebnisorten wie dem Rotweinwanderweg an der Ahr.

  • Top-Thema

    Mastodon steht wieder am alten Platz in Darmstadt

    Nach einer langen Reise steht es nun endlich wieder an seinem angestammten Platz: Das berühmte Skelett "Paele’s Mastodon" hat Einzug im Eingangsbereich der Erd- & Lebensgeschichte im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt gehalten. Von März 2020 bis Juli 2021 war es als Leihgabe in einer Ausstellung über Alexander von Humboldt in Washington DC zu bestaunen. Nun dürfen sich die Hessen wieder darüber freuen.

    Mastodon zurück am Platz
  • Wettbewerb: "Wände können mehr"

    Bunte Wände, die Menschen erfreuen - das ist das Ziel des Wettbewerbes "Alles nur Fassade", den das Land Hessen ausgerufen hat. Nun wurden drei Projektideen für kreative Fassadengestaltungen in Hanau und Gießen ausgezeichnet. "Kunst gehört mitten ins Leben und damit auch in den öffentlichen Raum", erklärte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) bei der Preisverleihung am Montagabend in Wiesbaden. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nannte Fassaden "die Gesichter von Gebäuden", die das Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden prägten. "Sie tragen wesentlich dazu bei, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner wohl fühlen und ihren Lebensraum wertschätzen." Der Wettbewerb ist mit 100.000 Euro Preisgeld für die Umsetzung der Ideen ausgestattet.

    Bunte Fassade
  • Katrin Eigendorf erhält evangelischen Medienpreis

    Die Fernsehjournalistin Katrin Eigendorf erhält in diesem Jahr den Robert Geisendörfer Preis der evangelischen Kirche. Die Jury zeichnet die 60-Jährige für ihr jahrzehntelanges journalistisches Engagement in Krisen- und Kriegsgebieten mit dem Sonderpreis aus, wie das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.

    Als Auslandskorrespondentin der ARD, später für RTL sowie seit 1999 als Internationale Reporterin für das ZDF und Arte ordne Eigendorf Konflikte ein und vermittle sensibel reflektiert Hintergrundinformationen, lobte die Jury unter dem Vorsitz des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung.

    Porträtfoto von Katrin Eigendorf
  • Goethe-Plakette an Ursula Jungherr verliehen

    Bei einer Feierstunde im Bad Homburger Schloss ist am Montag die Ehrenpräsidentin des Landesmusikrates Hessen, Ursula Jungherr, mit der Goethe-Plakette ausgezeichnet worden: Auf ihrer Sommertour überreichte Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) ihr die Plakette und damit die höchste Auszeichnung, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt. Die Goethe-Plakette wird seit 1949 an Personen verliehen, die mit ihrer Arbeit die Kunst und Kultur des Landes gefördert und geprägt haben.

    Dr. Ursula Jungherr
  • Eichel tritt aus Deutsch-Israelischer Gesellschaft aus

    Einem Bericht der HNA vom Montag zufolge ist Kassels Ex-Oberbürgermeister und Hessens ehemaliger Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) aus der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) ausgetreten. Eichel protestiert damit offenbar gegen die documenta 15-Kritik des DIG-Präsidenten Volker Beck. "Wenn der Präsident der DIG die documenta so verleumdet und sie aus Kassel weghaben will, kann ich ihr nicht mehr angehören", sagte Eichel der HNA. Beck hatte in einem Interview von der "documenta der Schande" gesprochen und befürwortet, dass die Kunstausstellung nicht mehr in Kassel stattfinde. Eichel gehörte der DIG mehrere Jahrzehnte an.

    Hans Eichel
  • Top-Thema

    UNESCO Welterbe-Titel lohnt sich für Mathildenhöhe

    Die Freude in Darmstadt war riesig, als vor einem Jahr die Mathildenhöhe auf die Liste der UNESCO-Welterbestätten gesetzt wurde. Damit ist die Künstlerkolonie mit ihren prächtigen Jugendstil-Bauten und der russischen Zarenkapelle eine von insgesamt sieben Welterbestätten, die es in Hessen gibt.

    Der Titel hat nach Angaben von Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch eine "deutliche Steigerung des Interesses und der Besucher gegeben". Um diese positive Jahresbilanz noch zu steigern, soll die Mathildenhöhe auf internationalen Touristikmessen beworben werden. Außerdem ist auch eine engere Zusammenarbeit mit den südhessischen Welterbestätten Kloster Lorsch und Grube Messel geplant, so Partsch.

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    Welterbe-Titel lohnt sich für Mathildenhöhe

    Die Darmstädter Mathildenhöhe
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  • Top-Thema

    Arolsen-Archive setzen Zeichen gegen documenta-Eklat

    Die documenta in Kassel hat bisher vor allem wegen des Antisemitismus-Eklats für Schlagzeilen gesorgt. Die Arolsen-Archive für Opfer des Nationalsozialismus eröffnen heute auch als Reaktion auf diesen Skandal in Kassel eine Ausstellung über NS-Opfer. Dafür haben die Arolsen-Archive ihren Plan für die Wanderausstellung spontan geändert. Nur einen Steinwurf von der Oper in Kassel entfernt, war zu Beginn der documenta ein Riesenbanner mit antisemitischer Bildsprache zu sehen. Nun zeigen die Arolsen-Archive dort Fotos von Menschen, die von den Nazis in Konzentrationslager deportiert wurden. Viele von ihnen waren Juden, die meisten wurden ermordet. Die Fotos sollen an sie erinnern und zeigen, wohin Antisemitismus führen kann.

    Reste einer Papp-Installation hinter einem Bauzaun. Im Hintergrund unscharf der Eingang zur documenta-Halle und Besucher davor.
  • hr-Moderatorin Hanne Kulessa ist tot

    Die Frankfurterin Hanne Kulessa ist am Sonntag im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben, wie die FAZ berichtete. Kulessa machte sich als Schriftstellerin, Journalistin, Moderatorin und Gastgeberin eines literarischen Salons im Frankfurter Holzhausenschlösschen, einen Namen.

    Seit 1982 war sie als freie Autorin, unter anderem auch durch ihr Wirken im Hessischen Rundfunk, bekannt. Dort arbeitete sie unter anderem als Redakteurin und Moderatorin für hr2-Kultur. Ihr erster Roman "Der Große Schwarze Akt" erschien 2008.

    Hanne Kulessa (1951-2022)
  • Top-Thema

    Keine Überprüfung der documenta-Werke nach Antisemitismus-Eklat

    Nach dem Antisemitismus-Eklat auf der documenta fifteen in Kassel hat der Interims-Geschäftsführer der Kunstschau, Alexander Farenholtz, betont, dass es keine Prüfung der verbliebenen Kunstwerke geben werde. "Unter keinen Umständen darf der Eindruck entstehen, dass durch die fachwissenschaftliche Begleitung eine Kontrollinstanz eingeführt wird", sagte Farenholtz am Freitag.

    Auf der documenta fifteen war kurz nach ihrer Eröffnung Mitte Juni ein Banner mit antisemitscher Bildsprache entdeckt und abgebaut worden. Bereits Monate zuvor waren Antisemitismus-Vorwürfe gegen das indonesische Kuratorenkollektiv Ruangrupa laut geworden.

    Porträt von Alexander Farenholtz