Installation zur US-Wahlnacht der Künstlerin Trisha Baga für Fridericianum

Zur Wahl in den USA projiziert die Künstlerin Trisha Baga eine Nacht lang Videos auf die Fassade des Kasseler Fridericianums. Es geht um Trump, Corona - und Hoffnung. "Hope" heißt die Installation, die sogar Parallelen zwischen Weißem Haus und Fridericianum aufzeigt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Videokunst zur US-Wahlnacht am Fridericianum

Joe Biden und Donald Trump US-Wahl 2020
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Manche werden die US-Wahlnacht von Dienstag auf Mittwoch gebannt vor dem Fernseher verbringen, in Kassel kommentiert die amerikanische Künstlerin Trisha Baga das Ereignis mit einer Videoinstallation unter dem Titel "Hope" (Hoffnung).

Sie wirft großflächig Bilder an die Fassade des Museums Fridericianum in der Innenstadt: In dem acht Minuten langen Video geht es um die Weltlage in Corona-Zeiten, den US-Präsidenten Donald Trump, seinen nie schweigenden Twitter-Account und brennende Wälder. In einer Sequenz modelliert die Künstlerin das Weiße Haus aus Ton, in einer anderen haben Schnecken Sex.

Corona, Trump und Schnecken beim Liebesakt

Die Künstlerin Baga zeige die "Relevanz der Themen, aus der sich ein klarer Appell zur Hoffnung wie zum Handeln ableitet", heißt es vom Museum. Baga hat die Installation extra für Kassel zur US-Wahlnacht entworfen. Das Weiße Haus taucht immer wieder auf, auch als Ruine. Mit etwas gutem Willen lassen sich sogar architektonische Parallelen zwischen dem us-amerikanischen Präsidentensitz und dem säulengestützten, weißen Gebäude des Fridericianums erkennen.

Die acht Minuten Film laufen ab Dienstagabend von 19 Uhr bis Mittwoch um 6 Uhr in Endlosschleife, Besucher können die Installation unter freiem Himmel anschauen - mit dem nötigen Corona-Abstand. Wenn die Kunst früh morgens endet, könnte sich schon abzeichnen, ob der alte Präsident auch der neue US-Präsident wird - oder Demokrat Joe Biden das Ruder übernimmt.

Weitere Informationen

US-Wahl made in Hessen

Für die Präsidentschaftswahl in den USA können auch zahlreiche Amerikaner in Hessen ihre Stimme abgeben. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lebten Ende letzten Jahres knapp 15.400 US-Bürger in Hessen, die meisten davon in Frankfurt (3.200), im Hochtaunuskreis (1.350) und Wiesbaden (1.250). Wie viele sich tatsächlich an der Abstimmung beteiligen, ist unklar. "Die Registrierung für die Wahl läuft über die einzelnen Bundesstaaten und nicht über uns", sagte ein Sprecher des US-Generalkonsulats in Frankfurt.

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Sendung: hr4, 3.11.2020, 8:30 Uhr