Emily steht vor einer Wand.

Viele Drehorte im neuen hr-Tatort "Funkstille" haben eine interessante Geschichte. Von einem "Lost Place" über Frankfurter Wasserhäuschen bis hin zu einer Promi-Villa in Kelkheim ist alles dabei.

Eigentlich war Emily nachts im Park mit Nachbarsjunge Sebastian verabredet. Doch der kommt nicht. Zu Hause erfährt Emily, dass sich Sebastian in einer alten Fabrikhalle in den Tod gestürzt haben soll. Noch kennt die 17-Jährige nicht den Grund, warum Sebastian sterben musste und welche Rolle ihre Eltern im neuen hr-Tatort "Funkstille" dabei spielen werden. Gedreht wurde der Agenten-Tatort an folgenden Orten:

Lost Place

Verlassene Halle auf dem Militärflugplatz Eschborn

Die alte Halle ist ein "Lost Place" par excellence. Düstere Atmosphäre, kaputte Wände, Unrat in den Räumen und viele Graffitis an den Wänden. Hier wird die Leiche des 19-jährigen Sebastian gefunden. Noch ist für das Ermittlerteam, bestehend aus Anna Janneke und Paul Brix, unklar, wie er zu Tode gekommen ist. War es wirklich ein Selbstmord?

Gedreht wurde die Szene am ehemaligen Fliegerhorst in Eschborn. Im Zweiten Weltkrieg durch die deutsche Luftwaffe benutzt und später von US-Truppen besetzt, ist der ehemalige Militärflughafen heute Teil des Arboretum Main-Taunus. Das ist ein mehrere Hektar großer Park der Gemeinden Sulzbach, Schwalbach am Taunus und Eschborn.

Die Karte zeigt den Ort des ehemaligen Militärflughafens nahe Eschborn.

Villa von Nele Neuhaus

Janneke und Brix sind bei Familie Fisher zuhause

Was sich im Haus der Familie Fisher abgespielt hat, können Janneke und Brix natürlich noch nicht ahnen, als sie der Familie einen Besuch abstatten. Sie sitzen im Wohnzimmer und wollen herausfinden, was die Familie mit dem Mord an Nachbarsjunge Sebastian zu tun haben könnte.

Interessant ist: Die Villa, die als Set für Familie Fisher diente, hat selbst eine Krimi-Vergangenheit und steht in Kelkheim. Bis vor einigen Jahren lebte und wirkte hier die Krimi- und Bestsellerautorin Nele Neuhaus.

Die Karte verortet die ehenmalige Villa von Nele Neuhaus.

Frankfurts Klassiker

Gretchen Fisher trifft auf dem Frankfurter Opernplatz eine ominöse Frau

Frankfurts Klassiker dürfen natürlich in keinem hr-Tatort fehlen. Besonders beliebt bei Touristen und in den letzten Wochen für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt hat der Opernplatz. Im Film ist der Opernplatz ein Treffpunkt von Gretchen Fisher (Tessa Mittelstaedt) und einer ominösen russischen Frau.

Ein zweiter Klassiker ist die Kleinmarkthalle. Hier kommt es zu einer Verfolgungsjagd, Emily wird von einem amerikanischen Agenten verfolgt bis Brix auftaucht.

Wasserhäuschen

Emily trifft einen Agenten an einem Wasserhäuschen

Frankfurter Originale sind natürlich auch die Trinkhallen oder Wasserhäuschen. Sie sind fester Bestandteil im Frankfurter Stadtbild und dürfen im Tatort natürlich nicht fehlen. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt es die Wasserhäuschen. Früher wurde hier Bitzelwasser, also Mineralwasser in Flaschen abgefüllt, heute gibt es natürlich auch alkoholische Getränke zu kaufen.

Im neuen Tatort, ist das Wasserhäuschen Treffpunkt zwischen Emily und einem amerikanischen Agenten, der sie anwerben möchte.

Die Karte zeigt den Drehort "Trinkhalle" in der Petersstraße 4 in Frankfurt.

Sendung: Das Erste, 13.09.2020, 20.15 Uhr