Platz 2: "Aquaman" - Turm auf dem Wasser

Wie könnte das Frankfurt der Zukunft aussehen? Danach fragte das Deutsche Architektur Museum und rief einen Bau-Wettbewerb im Computerspiel Minecraft ins Leben. Jetzt stehen die Sieger fest.

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Frankfurts Zukunft in Minecraft

hessenschau om 04.12.2021
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Den Wettbewerb "Frankfurt_2099" hatte das Deutsche Architekturmuseum zusammen mit dem Youtuber Josef Heinrich Bogatzki aka TheJoCraft ausgerufen. Auf einer digitalen Spielfläche im Minecraft-Universum waren Teile des heutigen Frankfurt vorgebaut, auf den freien Flächen haben sich rund 11.0000 Spielende ausgetobt und fast 5.500 Grundstücke bebaut. Geschätzte Bauzeit: fast 25.000 Stunden.

600 Gebäude wurden dann beim Wettbewerb eingereicht. Dabei sollte auch auf die Aspekte Klimaschutz, Mobilität und Digitalisierung geachtet werden. Es gab zwei Kategorien, nämlich Kids bis 12 Jahre und die Kategorie Main für alle älteren. Diesen Samstag werden die Preise nun übergeben. Wir stellen hier die Sieger vor.

David Kersten: Ein Haus aus Pilzen

Platz 1 Kategorie Kids: der Turm von David Kersten (und Unterstützer:innen), 11 Jahre aus Niddatal

Auf dem 1. Platz bei den Kids ist der Entwurf von David Kersten gelandet. Der 11-Jährige aus Niddatal hat monatelang daran gearbeitet. Wände und Böden bestehen aus Pilzmaterial und das Haus enthält insgesamt viel Grün: Schon in der Eingangshalle stehen Bäume und wenn man mit einem Aufzug nach oben fährt, landet man im eigentlichen Hochhaus. "Es sind Bäume, die immer weiter hochwachsen und das Hochhaus schlängelt sich quasi um die Bäume herum", erklärt David seine Idee. 

Juror TheJoCraft hat nicht nur das viele Grün überzeugt: "David hat es geschafft, auf kleinem Raum viel Wohnfläche zu realisieren, mit viel Licht, Offenheit und großen Räumen. Und das Ganze in einem spektakulären Design."

Franziska Eberle: Ein ganzes Dorf in einem Haus

Platz 2 Kategorie Kids: Der Turm von Franziska Eberle (und Unterstützer:innen), 11 Jahre, aus Dieburg

Platz zwei bei den Kids geht an Franziska Eberle. Die Elfjährige aus Dieburg war eine von nur wenigen Mädchen, die beim Wettbewerb mitgemacht haben. Sie hat in ihrem Haus ein ganzes Dorf untergebracht: Es gibt Kindergarten, Schule, Einkaufszentrum, Theater, Café, Feuerwehr und ein Schwimmbad auf dem Dach. 

Weil fast alles da ist, muss man das Haus kaum verlassen, braucht also auch seltener Verkehrsmittel. Ab und an sollte man aber doch mal raus gehen, meint Franziska - zum Beispiel, um den Müll runter zu bringen.

Timur Schuckmann: Laborcampus mit Roboterproduktion

Platz 3 Kategorie Kids: Timur Schuckmann

Den 3. Platz bei den unter 12-jährigen hat Timur Schuckmann mit seinem Laborcampus geholt. Jeder Turm hat eine eigene Funktion, unter anderem eine Roboterproduktion. Alle Türme sind mit schwebenden Bahnen miteinander verbunden.  

Lars Fröhlich: Lichtdurchflutete Doppelhelix

Platz 1 Kategorie Main: der Turm von Lars Fröhlich, 14 Jahre

Der 14-jährige Lars Fröhlich belegt den ersten Platz in der Kategorie Main. Seine Doppelhelix hat aus Sicht der Jury den Vorteil, dass Licht und Schatten gut verteilt sind, was den vielen Pflanzen zugute kommt, und dass neben Wohnen auch Freizeitmöglichkeiten mitgedacht sind wie Bogenschießen.  

Henry Barth: Eigenes kleines Viertel

Detailansicht von Platz 2: Henry Barth, Kategorie Main

Der 15-jährige Henry Barth hat ein kleines Stadtviertel entwickelt mit vielen Gebäuden vom Asia-Imbiss über Büros bis zu Wohnhäusern. Auf den Dächern thronen Kräne und eine Magnetschwebebahn. Er belegte gemeinsam mit einem weiteren Entwurf von Simon Bernhard den zweiten Rang. 

Alexander Bendak: Dach mit Hovercraft-Station

Platz 3 Kategorie Main: der Turm von Simon Bernhard (und Unterstützer:innen), 15 Jahre

Einer von drei dritten Plätzen geht an den 15- jährigen Alexander Bendak. In seinem Hochhaus haben die Bewohner:innen jeweils eine eigene Wohnkuppel, die auf die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Zur Verbesserung des Stadtklimas sind die Kuppeln begrünt. In der großen Eingangshalle ist Platz für gemeinsame Aktionen und auf dem Dach gibt es zwei Hovercraft-Stationen.  

TheJoCraft alias Josef-Heinrich Bogatzki, 25 Jahre, hat auf Youtube mehr als 300tausend Follower
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Der Experte

Josef Heinrich Bogatzki aka TheJoCraft ist 25 Jahre alt und begeisterter Minecraft-Spieler. Sein youtube-Kanal hat mehr als 300.000 Follower. Er studiert Mathematik und Musik auf Lehramt. Als Juror fiel es ihm schwer, sich bei den Entwürfen zu entscheiden: "Ich hätte am liebsten jedem Einzelnen den 1. Preis verliehen, weil wirklich alles großartig ist." Wie Frankfurt im Jahr 2099 aussieht, kann man sich ab Samstagmittag auf seinem Youtube-Kanal ansehen.
Was ihn an dem Computerspiel fasziniert und warum wir Probleme der Stadtplanung auch spielerisch lösen können, hat er bei hr-iNFO Das Interview erzählt.

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