Blick in die Ausstellung "Moderne am Main"
Stuhl an Stuhl: Die Ausstellungsstücke zeigen, wie man sich in den Jahren des Bauhaus in Frankfurt eingerichtet hat. Bild © hessenschau.de

Am Freitag eröffnet die Ausstellung "Moderne am Main 1919 - 1933" in Frankfurt. Zum 100. Bauhaus-Jubiläum zeigt die Schau, wie Aufbruchstimmung und neues Design nicht nur das Leben in Weimar, sondern auch in Frankfurt geformt haben.

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Es war eine interessante Zeit, geprägt von dem Bestreben, in eine neue, moderne Epoche aufzubrechen. Der Flughafen eröffnete, die erste Messe lockte tausende Menschen nach Frankfurt. Auch in die Kulturlandschaft der Stadt kam nach dem Ersten Weltkrieg wieder Bewegung. Während Walter Gropius 1919 das Bauhaus als Kunstschule in Weimar eröffnete, machte sich diese neue Stimmung auch in Frankfurt bemerkbar.

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Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhaus zeigt das Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt die Ausstellung "Moderne am Main 1919 - 1933". Dabei beschränkt sich das Museum nicht auf Design und Architektur dieser Zeit, sondern zeigt die vielen Facetten des damaligen Lebens.

Das Neue Frankfurt

Zwar hatte das Bauhaus seinen Ursprung in Weimar, doch es wirkte bis nach Frankfurt. Dort ist es untrennbar mit Ernst May und seinem Wohnbauprojekt "Das Neue Frankfurt" verbunden.

Weitere Informationen

"Moderne am Main 1919-1933"

Die Ausstellung ist von 18. Januar bis 14. April zu sehen. Weitere Informationen stehen auf der Seite des Museum Angewandte Kunst.

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"Wenn das Bauhaus die Akademie der Moderne war, so war das 'Neue Frankfurt' ihre Werkstatt", sagte MAK-Direktor Matthias Wagner K am Donnerstag in Frankfurt. Neuen Ideen sei hier ein praktisches Experimentierfeld geboten worden.

Schnörkellos und funktional

Doch der Einfluss des Bauhaus ging weit über neue Siedlungen hinaus. Das zeigen die mehr als 500 Exponate, die das Museum für die Ausstellung gesammelt hat. In sieben Themeninseln, von "Experimentieren und Forschen" bis "Netzwerke und Gesellschaften" erhält der Besucher ein Gefühl für den Zeitgeist und den Ursprung des Wunsches, in die Moderne aufzubrechen.

Blick in die Ausstellung "Moderne am Main"
Schnörkellos und funktional sind auch die Tischlampen von Karl Trabert, die in Frankfurt gefertigt wurden. Bild © hessenschau.de

Viele Möbel haben es in die Räume geschafft, darunter dutzende Lampen und Stühle, mehrere Tische und ein Buffetschrank - alle dem typischen Bauhausstil entsprechend schnörkellos und klar in ihrer Form.

Auch ein Exemplar der Frankfurter Küche, die als Vorläufer der modernen Einbauküche gilt, ist zu sehen. Daneben sind vor allem Fotografien, technische Geräte wie Radioempfänger, aber auch modische Accessoires der damaligen Zeit ausgestellt.

Weitere Ausstellungen zum Bauhaus-Jubiläum

Zwei weitere Frankfurter Museen zeigen in Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst Ausstellungen zum 100. Bauhaus-Jubiläum: Im Deutschen Architekturmuseum ist ab 23. März die Ausstellung "Neuer Mensch, neue Wohnung - Die Architektur des Neuen Frankfurt 1905 - 1933" zu sehen. Das Historische Museum Frankfurt zeigt ab 16. Mai die Ausstellung "Wie wohnen die Leute?".