Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird - und alles, was Hessen bewegt. Das war der Freitagmorgen im Ticker.

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Die wichtigsten Meldungen des Morgens:

10.00 Uhr: Das war's für diese Woche. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche ein entspanntes und erholsames Wochenende. Wir sind an dieser Stelle am Montag ab 6 Uhr wieder für Sie da. Tschüss!

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+++ Zu schnell auf nasser Straße: Zwei Frauen schwer verletzt +++

9.54 Uhr: Bei einem Autounfall in Bad Wildungen (Waldeck-Frankenberg) sind gestern Abend zwei junge Frauen schwer verletzt worden. Wie die Polizei heute mitteilte, kam die 18-jährige Fahrerin mit ihrem Wagen in einer Kurve zwischen Odershausen und Reinhardshausen von der regennassen Fahrbahn ab und rutschte in den angrenzenden Straßengraben. Das Auto überschlug sich, die beiden Insassinnen wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.

Die 18-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, ihre junge Beifahrerin mit einem Rettungswagen. Vermutlich sei die junge Frau mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher.

Sujet Rettungsdienst Rettungswagen Fahrt Tag

+++ Weitere Windräder im Reinhardswald +++

9.47 Uhr: Hessens größtes zusammenhängendes Waldgebiet, der Reinhardswald in Nordhessen, soll mit weiteren Windradflächen bestückt werden. Das hat die zuständige Verwaltung Hessenforst im Kreis Kassel bekannt gegeben. Aber was bedeutet das für das Naturschutzgebiet? Die Windräder sollen auf einem 67 Hektar großen Areal bei Wesertal aufgestellt werden - das entspricht der Fläche von rund 100 Fußballfeldern. Die Gemeinde lehnt den Bau der Windräder aber ab und fordert, auf die Ausschreibung zu verzichten. Sie befürchten drastische Auswirkungen auf den Tourismus. Zudem seinen durch die Folgen der Trockenheit schon große Flächen gerodet worden.

Andererseits: Regenerative Energien – wie etwa die Windkraft – tragen aktiv zum Klimaschutz bei und bekämpfen somit auch die Ursachen von Trockenheit. 🤷‍♂

Rotorenblätter eines Windrads

+++ Betrunkener attackiert und verletzt Polizisten +++

9.35 Uhr: Ein Betrunkener hat gestern nach einem Streit in Groß-Gerau zwei Polizisten attackiert und verletzt. Das teilte die Polizei heute Morgen mit. Ein Anwohner hatte demnach gegen Mittag mehrere schreiende und aggressive Personen auf der Straße gemeldet, die gegen ein Fenster schlugen. Wie sich herausstellte, forderte ein 48-Jähriger in Begleitung von drei anderen Männern die Herausgabe eines Dokuments von einem Angestellten in einem Obdachlosenheim.

Nachdem er das Dokument erhalten hatte, wollte er trotz Aufforderung durch die Polizei das Gelände nicht verlassen. Stattdessen beleidigte der betrunkene 48-Jährige die Ordnungshüter und leistete Widerstand. Dabei erlitten zwei Beamte Verletzungen, einer konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Den Angreifer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Polizeieinsatz

+++ Prozess nach schwerem Bankraub in Frankfurt +++

9.22 Uhr: Rund zehn Monate nach einem spektakulären Bankraub mit Schüssen und Verfolgungsjagd im Frankfurter Bahnhofsviertel stehen in wenigen Minuten vier Männer vor dem Landgericht Frankfurt. Die Anklage wirft den zwischen 27 und 35 Jahre alten Angeklagten schweren Raub und verschiedene andere Delikte vor.

Nachdem sie demnach im August vergangenen Jahres zunächst im Tresorraum einer Sparkassenfiliale nahe dem Hauptbahnhof zahlreiche private Schließfächer geplündert hatten, flüchteten die Männer im Auto vor der Polizei. Bei der Verfolgungsjagd wurden den Angaben zufolge vier andere Autos gerammt und drei Personen verletzt. Drei Angeklagten wurden im Anschluss festgenommen - dem vierten gelang zunächst die Flucht. Er wurde einige Wochen später in Berlin verhaftet.

Landgericht und Amtsgericht Frankfurt

+++ Lkw-Fahrer verursacht zwei Kilometer lange Ölspur +++

9.06 Uhr: In Ginsheim-Gustavsburg (Groß-Gerau) hat gestern ein Lkw-Fahrer rund 200 Liter Öl verloren, ohne es zu merken. Der Lastwagen hatte einen maroden Öltank geladen, aus dem auf der rund zwei Kilometer langen Fahrt unentwegt Öl auf die Straße lief. Mehrere Autos rutschten auf dem schmierigen Ölfilm aus, einige standen sogar quer, wie die Polizei mitteilte.

Zwei Reinigungsfirmen, die Feuerwehr, die Stadtpolizei und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sowie des Klärwerks waren über drei Stunden im Einsatz, um die Sauerei zu beseitigen. Die Höhe des Schadens und die entstandenen Kosten sind noch unklar. Die Polizei traf den verursachende Lastwagen sowie zwei Mitarbeiter in einer Lagerhalle an. Die Ermittlungen laufen.

+++ Fußgänger ohne erkennbaren Grund totgeschlagen - Prozess beginnt +++

8.49 Uhr: Weil er einen Passanten mit Schlägen und Tritten getötet haben soll, muss sich heute ein 19-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Der Vorfall ereignete sich im November in der Frankfurter Innenstadt. Nach den brutalen Schlägen und Tritten ohne erkennbaren Grund kollabierte das 54-jährige Opfer zunächst. Neun Tage später starb der Mann im Krankenhaus, ohne zuvor das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Die Jugendstrafkammer hat zunächst sechs Verhandlungstage bis Ende Juni angesetzt.

+++ Wer sollte aufsteigen dürfen? +++

8.33 Uhr: Die Aufstiegsregel im hessischen Amateurfußball bei Saisonabbruch ist noch nicht geklärt. Wie sollte sie Ihrer Meinung nach aussehen? Stimmen Sie ab!

Voting

Wer sollte aufsteigen dürfen?

+++ Stunk wegen Aufstiegsregel im Amateurfußball +++

8.27 Uhr: Das Fußballtraining ist in den Amateurvereinen längst wieder angelaufen - wenn auch unter strengen Auflagen. Die laufende Saison wird aber wohl abgebrochen. Allerdings ist immer noch nicht final geklärt, wie der Hessische Fußballverband in diesem Fall mit der Aufstiegsregel umgehen will. Nun setzen 45 Vereine den Landesverband unter Druck. Sie fordern, dass auch die zweitplatzierten Vereine automatisch mit dem Meister aufsteigen dürfen. Mehr erfahren Sie in unserem Beitrag auf hessenschau.de.

Fußball im Tor Sujet

+++ Über 7.800 Soforthilfe-Anträge abgelehnt +++

8.12 Uhr: Das Land hat bisher über 7.800 Anträge auf Corona-Soforthilfen für Unternehmer abgelehnt. Häufig betroffen seien Branchen, die "naturgemäß keine laufenden betrieblichen Kosten haben", sagte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums Kassel. Dazu gehörten Künstler, freiberufliche Dozenten und Vertreter. Die häufigsten Gründe für Ablehnungen seien aber Doppelanträge gewesen oder eine zu späte Gründung des Unternehmens. So musste für einen Anspruch auf Soforthilfe das Gewerbe schon 2019 angemeldet worden sein.

907 Millionen Euro sind laut dem Wirtschaftsministerium bisher an hessische Unternehmer ausgezahlt worden. 134.500 Anträge wurden gestellt, 117.000 sind bereits abgearbeitet. Alle aktuellen Infos rund um Corona erfahren Sie in unserem Ticker:

+++ Grillfreies Wochenende +++

7.56 Uhr: Schlechte Nachrichten für alle, die ihre Tiefkühltruhe schon mit Grillgut fürs Wochenende aufgefüllt haben: Es bliebt zunächst regnerisch und kühler. Heute wird die Bewölkung im Tagesverlauf immer dichter und es kommt verbreitet zu kräftigen Schauern und teils auch Gewittern. Die Temperaturen erreichen maximal 17 Grad. Am Samstag wechseln sich Regen und freundliche Abschnitte ab, am Sonntag gibt es dann nur noch vereinzelt Schauer. Wärmer als 20 Grad wird es aber nicht. Hier finden Sie den ausführlichen Wetterbericht.

+++ Fledermaushotel in altem Wasserspeicher +++

7.40 Uhr: Im Hünfelder Stadtteil Mackenzell (Fulda) steht jetzt ein Fledermaushotel. Nach einer Idee von der Arbeitsgemeinschaft für Fledermäuse in Fulda und vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wurde ein ehemaliger Wasserspeicher so umgebaut, dass Batmans kleine Helfer bequem rein und raus fliegen können. Der Raum in dem Steingebäude ist dunkel und kühl, so wie es Fledermäuse am liebsten mögen. An der Decke wurden spezielle Lochsteine angebracht, an denen die Tiere gepflegt Abhängen können. Das Fledermaushotel ist ab sofort geöffnet und hat auch schon erste Übernachtungsgäste verzeichnen können.

So sieht das Fledermaushotel von außen aus.

+++ Neugestaltete Unglücks-Kita öffnet wieder +++

7.22 Uhr: Mehr als sieben Monate nach dem Tod eines Sechsjährigen in einer Frankfurter Kita soll die Einrichtung am Montag wieder öffnen. Zuvor will Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) heute über die bisherigen und zukünftigen Entwicklungen informieren. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des neugestalteten Kinderzentrums, teilte die Stadt mit.

Der Junge war Ende Oktober im Kinderzentrum Atzelbergstraße im Stadtteil Seckbach durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

In dieser Kita ereignete sich das Unglück.

+++ Hessischer Graf als Ampelmännchen in der Pfalz +++

7.05 Uhr: Ein legendärer Hesse wird die Menschen im rheinland-pfälzischen Pirmasens bald als Ampelmännchen über die Straße geleiten. Die Umrisse von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (1719-1790) sollen "bis zum Ende der Sommermonate" auf fünf Übergängen installiert werden, sagte ein Sprecher der Stadt. Das Rotlicht der Fußgängerampel zeigt Ludwig von vorne - wartend mit der Hand auf der Hüfte. Das grüne Licht der Ampel zeigt ihn dann seitlich, schreitend mit wehendem Gehrock.

Aber warum gerade dieser hessische Graf? Ganz einfach: Ludwig IX. ist der Gründer der Stadt in der Pfalz. Unter seiner Herrschaft wuchs Pirmasens vom Dorf mit 40 Häusern zur Residenzstadt mit rund 9.000 Einwohnern. Von dem historischen Ampelmännchen erhofft sich die Stadt auch eine größere Bekanntheit. Die Umrüstung kostet etwa 1.200 Euro.

Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt als Ampelmännchen

+++ Bombenentschärfung mitten in Frankfurt +++

6.49 Uhr: In Frankfurt steht heute wieder einmal eine Bombenentschärfung auf dem Programm: Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände sind Arbeiter auf einen 500 Kilo schweren Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Rund 2.700 Menschen müssen heute Morgen ihre Wohnungen verlassen – da ist Frankfurt schon deutlich Schlimmeres gewohnt. Allerdings legt die Entschärfung ab 8.30 Uhr auch große Teile des Nahverkehrs lahm. Mehr Informationen zum Zeitplan finden Sie in unserem Beitrag auf hessenschau.de. Wir werden die Entschärfung natürlich begleiten.

Die Karte zeigt den Bereich der Evakuierung während der Bombenentschärfung.

+++ 15 Millionen Euro für Klimaschutz-Gemeinden +++

6.29 Uhr: Wussten Sie, dass mehr als die Hälfte der hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise Mitglied im Bündnis der Klima-Kommunen sind? Diese Kommunen erhielten nämlich bei zwei Förderprogrammen des Landes erhöhte Fördersätze für die Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, wie Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Wiesbaden auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion antwortete. Die dafür bewilligten Zuschüsse beliefen sich in den vergangenen drei Jahren insgesamt auf über 15 Millionen Euro.

Alle Klima-Kommunen verpflichten sich, die Klimaschutzziele des Landes zu unterstützen. Dafür müssen sie ein Konzept erarbeiten, das neben einer Treibhausgasbilanz sowie den kommunalen Energieverbräuchen auch geeignete Maßnahmen zu Klimaschutz und Anpassung enthält. Fragen Sie doch bei Ihrer Gemeinde einmal nach, ob sie auch dabei ist.

+++ #Fahrstuhlgate: Kreis leitet Verfahren gegen Bouffier und Klose ein +++

6.16 Uhr: Ein Foto meines Kollegen Bodo Weissenborn hatte Mitte April für mächtig Wirbel gesorgt: Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) standen in der Corona-Pandemie dicht gedrängt mit anderen Personen in einem Aufzug im Gießener Uni-Klinikum. Der Kreis Gießen hat deswegen bislang gegen fünf Personen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, wie ein Sprecher gestern bestätigte. Die Verfahren richten sich nach Angaben der Staatskanzlei auch gegen Bouffier und Klose.

Bei den Verfahren werde laut Kreis geprüft, ob und in welchem Umfang gegen die Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus verstoßen wurde. Die Betroffenen sollen Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen. Es sei noch offen, wann die Verfahren beendet und beispielsweise über die Verhängung von Bußgeldern entschieden sein wird.

Voller Aufzug: Jens Spahn (2.vl), Helge Braun (5.vl), Volker Bouffier (6.vl), Michael Bußer (7.vl) und Kai Klose (rechts) im Aufzug.

+++ Geldautomat in Einkaufszentrum gesprengt - Täter auf der Flucht +++

6.00 Uhr: Heute am frühen Morgen haben Kriminelle gegen 2.30 Uhr einen Geldautomaten Im Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim (Bergstraße) gesprengt. Durch die Wucht der Sprengung wurden Teile des Automaten, Teile der Deckenverkleidung und die Scheibe eines angrenzenden Geschäfts beschädigt. Den unbekannten Räubern gelang es jedoch nicht, Bargeld zu erbeuten, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden, den sie angerichtet haben, beträgt allerdings mehrere Tausend Euro. Die Fahndung nach den Tätern blieb bislang erfolglos, die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

polizei-sujet

+++ Guten Morgen +++

6.00 Uhr: Hallo und schönen guten Morgen! Mein Name ist Julian Moering, ich bin Nachrichtenredakteur für hessenschau.de. Nicht mehr lange, dann ist Wochenende. Doch vorher möchte ich mit Ihnen noch einmal einen Blick auf die Nachrichten der Nacht, die Meldungen des Morgens und die Themen des Tages werfen. Für Fragen, Anmerkungen oder Kritik erreichen Sie mich über mein Kontaktformular oder direkt per Mail.

Julian Moering