Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird - und alles, was Hessen bewegt. Das war der Mittwochmorgen im Ticker.

Die Nachrichten im Überblick:

+++ Tschüss für heute! +++

10:00 Uhr: Liebe Leser, schon wieder ist der Morgen rum, ich verabschiede mich. Morgen versorgt Sie im Morgenticker meine Kollegin Clarice Wolter. Bleiben Sie gesund und fröhlich, heute wird zumindest den ganzen Tag lang die Sonne scheinen!

Sonnenstrahlen brechen durch Bäume im Wald

+++ Lufthansa: Kurzarbeit für 87.000 Mitarbeiter +++

9:53 Uhr: Corona schlägt weiter tiefe Schneisen in die Wirtschaft: Der Lufthansa-Konzern will rund zwei Drittel seiner weltweit Beschäftigten in die Kurzarbeit schicken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch in Frankfurt, dass die Sozialleistung in verschiedenen Ländern für insgesamt 87.000 Mitarbeiter beantragt worden ist. 87.000! Was für eine Zahl! Betroffen von der Kurzarbeit seien sämtliche Airlines und Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien.

Je nach Gesellschaft und Unternehmensteil soll die Regelung teils rückwirkend vom 1. März an, in der Masse aber ab April gelten. Der größte Luftverkehrskonzern Europas beschäftigte 2019 rund 135.000 Männer und Frauen. Mit der Anmeldung zur Kurzarbeit ist aber noch nicht entschieden, was das genau für jeden Einzelnen bedeutet. Je nach Arbeitsplatz kann das den Totalausfall der Arbeit bis hin zu nur geringen Stundenreduzierungen bedeuten, sagte der Sprecher.

Videobeitrag

Video

zum Video Kurzarbeit bei Lufthansa

startbilder-nf
Ende des Videobeitrags

+++ "Deutsche Bank Park" - kein Aprilscherz +++

Zitat
„"Deutsche Bank Park" - warum nicht "Deutsche Parkbank :)“ Zitat von hessenschau.de-Nutzer Uwe Winter
Zitat Ende

9:29 Uhr: Auch wenn einige unserer hessenschau.de-Nutzer fest davon überzeugt sind, dass es sich nur um einen Aprilscherz handeln kann - es ist wahr. Das Waldstadion in Frankfurt (jaja, Commerzbank-Arena, schon gut, schon gut) wird demnächst Deutsche Bank Park heißen. Und die neue Partnerschaft zwischen Eintracht Frankfurt und Bank soll über das Namenssponsoring hinausgehen, es soll "neue digitale Geschäftsmodelle und Produkte" geben. Was das wohl heißen mag? Wir sind gespannt!

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht spielt bald im "Deutsche Bank Park"

Eintracht Deutsche Bank Park
Ende des Audiobeitrags

+++ Offenbach setzt Kita-Gebühren aus +++

9:17 Uhr: Beschlossen werden soll es von den Stadtverordneten zwar erst am Donnerstag, aber schon jetzt gilt: In Offenbach fallen für den April keine Kita-Gebühren an – schließlich werden die Kinder ja coronabedingt auch nicht betreut. op-online berichtet am Mittwoch darüber. Auch das Geld für Essen und Getränke muss nicht gezahlt werden, so lange, bis die Kitas wieder öffnen können. Finanziell in Bresche springen soll die Stadt, sie leistet Ausgleichszahlungen an die Einrichtungen.

Kinder spielen im Garten

+++ Kind tot - Zwei Ärzte angeklagt +++

8:52 Uhr: In Frankfurt müssen sich ein Hausarzt und eine Anästhesistin wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in drei Fällen vor Gericht verantworten. Gestorben ist ein sechs Jahre altes Mädchen, ihre zehn und zwölf Jahre alten Schwestern und der Vater kamen knapp mit dem Leben davon.

Was war passiert? Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten der Vater und die Kinder 2017 ein Gericht aus selbst gesammelten Pilzen gegessen. Mit Übelkeit, Durchfall und Erbrechen gingen sie zum Hausarzt, später zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst beim Uni-Klinikum. Beide gaben Mittel gegen Übelkeit untersuchten die Patienten aber nicht. Einen Tag später wurden der Vater und die Kinder ins Krankenhaus eingeliefert, alle schwebten inzwischen in Lebensgefahr – Nierenversagen. Das jüngste Kind bekam eine Transplantation, später noch eine und verstarb schließlich mit sechs Jahren während der Operation. Ihre Schwestern und der Vater überlebten.

Röhrling

+++ Pflegeheim im Odenwald unter Quarantäne +++

8:18 Uhr: Nachdem mindestens zwei Bewohner sich mit dem Coronavirus infiziert haben und einer an den Folgen gestorben ist, ist im Odenwaldkreis eine Pflegeeinichtung unter Quarantäne gestellt worden. Ob sich weitere Bewohner oder Personal infiziert haben, ist noch unklar. Das bestätigte eine Sprecherin der Kreisverwaltung dem hr. Ort und Name des Pflegeheims nannte sie nicht. Zuerst hatte das Main-Echo über den Todesfall berichtet.

Im Vordergrund schiebt eine ältere Frau ihren Rollator durch einen Pflegeheim-Korridor. Im Hintergrund ist zu erkennen, dass sie von einer Pflegerin in einem blauen Kittel begleitet wird.

+++ "Deutsche Bank Park" - ein Aprilscherz? +++

8:03 Uhr: hessenschau.de-Nutzerin Susifix ist sich sicher, dass es sich bei dem angeblichen neuen Namen für die Commerzbank-Arena um einen Aprilscherz handelt. Auch hessenschau.de-Nutzerin Sylvia Rupp hält die Meldung für einen Witz. Wir werden sehen. Gegen die Theorie spricht, dass die Meldung der Bild gestern Abend schon publiziert wurde.

Zitat
„Deutsche Bank Park .... April April... :-)“ Zitat von hessenschau.de-Nutzerin Susifix
Zitat Ende

+++ Bericht: Eintracht-Stadion heißt bald "Deutsche Bank Park" +++

7:46 Uhr: Eigentlich ist es ja das Waldstadion. Aber im Lauf der Jahre hatte man sich ja halbwegs an Commerzbank-Arena gewöhnt. Jetzt soll aus der Heimstätte der Frankfurter Eintracht der "Deutsche Bank Park" werden. Das berichtet zumindest die Bild-Zeitung. Demnach sei der neue Sponsor-Vertrag des Fußball-Bundesligisten mit der Deutschen Bank perfekt. Die Deutsche Bank habe sich die Namensrechte für das Stadion sowie das gesamte Gelände rundherum, inklusive des neuen Profi-Camps, der neuen Geschäftsstelle und aller umliegenden Sportstätten gesichert. In Anlehnung an den früheren Sportpark Frankfurt solle das Ganze nun also ab 1. Juli "Deutsche Bank Park" heißen, schreibt die Bild. Der Vertrag laufe zunächst bis 2027, die Eintracht kassiere jährlich über fünf Millionen Euro für das Sponsoring, in der Summe etwa 38 Millionen Euro.

Die Commerzbank-Arena von oben

+++ Kultusminister: Auf Abi-Feiern verzichten! +++

7:27 Uhr: Für die meisten hessischen Abiturienten steht heute die letzte schriftliche Prüfung an. Nur wer Biologie als Prüfungsfach gewählt hat, muss morgen nochmal ran. Üblicherweise sind die abgeschlossenen schriftlichen Prüfungen Grund zum massenhaften Feiern - in Frankfurt zum Beispiel im Grüneburgpark. Doch das muss in diesem Jahr ausfallen. Stichwort: Corona.

Das Kultusministerium appellierte an die Abiturienten, auf die Abi-Feiern zu verzichten. Es sei gut nachvollziehbar, wenn man jetzt zusammen feiern wolle, heißt es in einem Flyer, der in Zusammenarbeit mit der Landesschülervertretung und der Polizei entstanden ist. Das müsse zum jetzigen Zeitpunkt aber verwehrt werden. In normalen Jahren sei der Klausuren-Abschluss immer ein Grund zum Feiern. 2020 sei mit der Corona-Pandemie aber kein normales Jahr. Deshalb sollten die Abiturienten nach den Prüfungen direkt nach Hause gehen. Abi-Feiern könne man ja später nachholen.

Videobeitrag

Video

zum Video Keine Abi-Feiern für Abiturienten

startbilder-nf
Ende des Videobeitrags

+++ Sonniges Wetter +++

7:03 Uhr: Die hr-Wetterkarte kennt heute Morgen nur ein Symbol: Sonne. Bis zu 13 Stunden strahlenden Sonnenschein dürfen wir heute erwarten, sagen die Meteorologen. Dazu wird es bis zu 12 Grad warm. Richtung Wochenende wird es langsam noch etwas wärmer, am Samstag sind bis zu 17 Grad drin. Schöne Aussichten!

+++ Verkehr läuft +++

6:59 Uhr: Coronabedingt ist auf Hessens Straßen nicht viel los. Achtung auf der A66, dort sind zwischen Maintal-Dörnigheim und Frankfurt-Bergen-Enkheim Personen auf der Fahrbahn!

+++ Erste Corona-Soforthilfen ausgezahlt +++

6:53 Uhr: Die Corona-Krise bringt viele Unternehmer und Selbständige in existentielle Nöte. Entsprechend groß ist auch die Nachfrage nach staatlichen Soforthilfen, die man seit Montag online beim Regierungspräsidium Kassel beantragen kann. Bis Dienstagnachmittag seien bereits rund 2.300 Anträge geprüft und bewilligt worden, teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Finanzstaatssekretär Martin Worms und Innenminister Peter Beuth (CDU) gestern mit. Das bedeute, dass die ersten 25,7 Millionen Euro an die betroffenen Unternehmer ausgezahlt wurden. Alleine an den ersten zwei Tagen wurden den Angaben zufolge bislang 29.000 Anträge eingereicht.

Die meisten Online-Anträge seien bislang von Betrieben mit bis zu fünf Beschäftigten gestellt worden, erklärte Al-Wazir. "Wir haben das genauso erwartet." Vor allem Solo-Selbstständige und Freiberufler sowie kleine Betriebe mit wenigen Beschäftigen benötigten zügig Soforthilfe zur Sicherstellung der Liquidität. Unseren Corona-Ticker finden Sie übrigens hier.

Geschlossenes Geschäft in der Frankfurter Innenstadt.

+++ Gartenhütte in Kassel in Flammen +++

6:40 Uhr: Es scheint der Morgen der Brände zu sein: In Kassel ist im Stadtteil Fasanenhof in der Nacht eine massiv gebaute Gartenhütte in Flammen aufgegangen. 21 Feuerwehrleute waren vor Ort und konnten verhindern, dass die Flammen noch auf weitere Gartenhütten übergreifen. Warum das Feuer ausbrach, ist laut Feuerwehr noch nicht klar.

Feuerwehreinsatz in Kassel

+++ Fachfremde Erntehelfer helfen nur bedingt +++

6:20 Uhr: Der von der Politik empfohlene Einsatz von fachfremden Erntehelfern erweist sich in der Praxis als problematisch. "Wir sind dankbar für jede helfende Hand, weil wir dringend Unterstützung benötigen. Aber die Idee ist nicht so einfach umzusetzen, wie sich das manch einer denkt", sagte der Sprecher des Hessischen Bauernverbands, Bernd Weber. "Es ist eine besondere Herausforderung, in der Landwirtschaft tätig zu sein. Das ist anstrengende Arbeit, derzeit die Spargelernte. Dafür braucht man Einarbeitung, eine gewisse Technik und Erfahrung. Das erledigen meist eingespielte Teams."

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte vorgeschlagen, dass beispielsweise Beschäftigte aus der Gastronomie, dem Einzelhandel und anderen wegen der Corona-Krise notleidenden Branchen auf den Feldern eingesetzt werden könnten. In Hessen und im weiteren Bundesgebiet fehlen massenhaft Erntehelfer, weil Saisonkräfte wegen geschlossener Grenzen derzeit nicht mehr anreisen können. Der Hessische Bauernverband fürchtet wegen der ausbleibenden Saisonarbeiter Ernteausfälle bei Obst und Gemüse.

Erntehelfer auf einem Spargelfeld in Weiterstadt

+++ Scheune in Großenlüder abgebrannt +++

6:11 Uhr: Und noch ein Brand: In der Nacht hat eine Scheune in Großenlüder (Fulda) Feuer gefangen und ist komplett niedergebrannt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 30.000 Euro. Auch hier wurde glücklicherweise niemand verletzt. Warum das Feuer ausbrach, muss noch ermittelt werden.

Scheunenbrand in Großenlüder

+++ Brand in Villmarer Mehrzweckhalle +++

6:01 Uhr: Der Dachstuhlbrand einer Veranstaltungshalle in Villmar (Limburg-Weilburg) hat gestern Abend für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Schaden liegt ersten Schätzungen zufolge bei mindestens 200.000 Euro. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstuhl bereits in Flammen. Große Teile der Halle wurden beschädigt. Die Brandursache war zunächst unklar, die Kriminalpolizei Limburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Villmars Bürgermeister Matthias Rubröder reagierte bedrückt. Er erinnere sich an viele schöne Veranstaltungen in der Halle, sagte er.

Feuerwehreinsatz in Villmar

+++ Guten Morgen! +++

6:00 Uhr: Guten Morgen aus der hessenschau.de-Redaktion in Frankfurt! Mein Name ist Antje Buchholz. Bis 10 Uhr erfahren Sie hier, was in Hessen in der Nacht los war und heute los ist. Schön, dass Sie mit dem Morgenticker in diesen Mittwoch starten! Wenn Sie Fragen, Anmerkungen oder Kritik haben, schicken Sie mir gerne eine Mail.

Porträt Antje Buchholz