Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird – und alles, was Hessen bewegt. Das war der Donnerstagmorgen im Ticker.

Nachrichtenüberblick:

Auf Wiederhören

10 Uhr: So, das war es auch schon wieder. Richtig viel passiert ist nicht, die Zeit ging aber doch trotzdem schnell rum. Morgen begrüßt Sie an dieser Stelle die Ticker-Ikone Julian Moering. Ich wünsche schon jetzt ein schönes Wochenende! Bis dahin.

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+++ Die hessenschau in 100 Sekunden +++

9.48 Uhr: Obwohl mich Radio-Arbeitsbiene Conny B. schon vor Stunden darauf hinwies, dass der Ticker "etwas weiblichen Charme" vertragen könnte und sie mir deshalb die hessenschau in 100 Sekunden fertiggemacht habe, habe ich das bis jetzt komplett vergessen. Mea culpa. Hier kommen die gesprochenen Nachrichten als Bonbon kurz vor Ticker-Ende:

Audiobeitrag

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die hessenschau in 100 Sekunden am Morgen

Logo der hessenschau in 100 Sekunden für Sprachassistenten
Ende des Audiobeitrags

+++ 61 Jahre alter Motorradfahrer stirbt bei Unfall +++

9.38 Uhr: Bei einem Unfall zwischen einem Sattelzug und zwei Motorrädern auf der A5 ist ein 61 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden zudem eine 43 Jahre alte Motorradfahrerin und der 52 Jahre alte Lastwagenfahrer leicht verletzt. Der Meldung zufolge waren die beiden Krafträder kurz vor dem Bad Homburger Kreuz auf der Ausfahrtsspur unterwegs, als der links neben ihnen fahrende Lkw ebenfalls auf die ganze rechte Spur wechselte. Die Motorradfahrer verloren die Kontrolle und stürzten. Der 61-Jährige geriet dabei unter die Reifen des Lkw.

+++ Lilien angriffslustig in Richtung Aufstieg +++

9.25 Uhr: Plötzlich Aufstiegskandidat: Der SV Darmstadt 98 hat sich heimlich, still und leise an die Spitzengruppe der 2. Bundesliga herangepirscht steht nach zwei Siegen in Folge nur noch drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Eine Kampfansage kommt den Südhessen noch nicht über die Lippen, Routinier Victor Palsson wagt sich aber zumindest schon mal vorsichtig aus der Deckung: "Wir wollen mehr, mehr, mehr, mehr", sagte der Isländer am Mittwoch. Das derzeitige Erfolgsgeheimnis der Lilien: "Wir spielen guten Fußball." Wenn doch alles so einfach wäre.

+++ Bauernproteste in Wiesbaden und Marburg +++

9.11 Uhr: In den Innenstädten von Wiesbaden und Marburg kommt es derzeit wegen Traktor-Kolonnen zu Verkehrsbehinderung. In der Landeshauptstadt wollen mehr als 100 Bauern die SPD-Zentrale blockieren, in Marburg finden Proteste vor den Büros des Naturschutzbundes (Nabu) statt. Grund für die Mobilmachung ist eine Veröffentlichung von Nabu und Bundeslandwirtschaftsministerium, in der die konventionelle Landwirtschaft für das Artensterben verantwortlich gemacht wird. Die Landwirte wehren sich gegen eine neue und mit dieser Publikation begründeten Dünge-Verordnung und die zunehmende Ausdehnung reiner Naturschutzflächen.

Traktor-Korso in Fulda

+++ Mehr Touristen in Hessen erwartet +++

9 Uhr: Badeurlaub am Edersee, Wandern im Taunus oder Flanieren im Nizza des Nordens (auch Wiesbaden genannt): So oder so ähnlich könnten in diesem Jahr die Pläne vieler Sommerurlauber aussehen. Da aufgrund der Corona-Krise noch immer Unsicherheit bei der Reiseplanung herrscht, rechnet Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit einem Touristen-Boom in Hessen. "Viele Menschen werden innerhalb Deutschlands nach neuen Zielen suchen", sagte er. In Hessen sind touristische Übernachtungen seit dem 15. Mai wieder möglich.

Blick auf den Edersee mit der Staumauer.

+++ Mord-Prozess in Limburg +++

8.42 Uhr: Nach tödlichen Schüssen im mittelhessischen Wetzlar beginnt am heutigen Donnerstag vor dem Landgericht Limburg der Prozess gegen drei Männer. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen Mord sowie versuchten Mord vor. Bei der Tat im vergangenen September starb ein 39 Jahre alter Gastronom aus Rheinland-Pfalz. Der Anklage zufolge feuerte einer der Angeklagten, ein 28-Jähriger, mehrere Schüsse auf das Auto des Opfers ab. Der Beifahrer überlebte unverletzt. Die 27 und 38 Jahre alten Komplizen sollen zum einen für die Logistik und zum anderen für die Beschaffung der Waffe zuständig gewesen sein. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Rache.

+++ Reiher räumt Gartenteiche leer +++

8.30 Uhr: Es tut mir fast schon leid, aber in Ermangelung an anderen Themen widmen wir uns erneut dem Tierreich. Diese Mal einem fliegenden Objekt, das von der Oberhessischen Presse R. Eiher getauft wurde. Sie ahnen, um welchen Vogel es sich handeln könnte. Und das ist die Geschichte: In Cölbe-Bürgeln (Marburg-Biedenkopf) wurden in den vergangenen Tage gleich drei Gartenteiche leergefischt. Aus einem der Gewässer verschwanden insgesamt 50 Goldfische, wie eine der Betroffenen erzählt: "Alle meinen schönen Bunten sind weg, die sind ja keine Feinde gewohnt und hatten keine Chance." Da der Reiher noch nicht gefasst wurde, empfehlen Experten ein Netz oder Bambusstöcke.

Graureiher frisst einen Fisch

+++ Reichsbürger horten Messer und Äxte +++

8.12 Uhr: Bei Razzien gegen die sogenannte Reichsbürgerszene in Hessen und Baden-Württemberg haben die Behörden hunderte Messer und Äxte beschlagnahmt. Auch Pfeil und Bogen, Macheten, Zwillen mit Stahlkugeln, Kurzwaffen, Schusswaffenmunition und eine Armbrust mit Zielfernrohr seien am Mittwoch in 25 Wohnungen von insgesamt 34 Beschuldigten gefunden worden, teilten die Staatsanwaltschaften in Stuttgart und Karlsruhe sowie das baden-württembergische Landeskriminalamt am Abend mit. Allein ein Beschuldigter habe über 200 Messer mit feststehender Klinge, 190 Äxte sowie 520 Klapp- und Einhandmesser verfügt. Bei den Razzien waren bis zu 450 Beamte im Einsatz.

Reichsbürger

+++ Fledermäuse verhindern Trockenlegung +++

8 Uhr: Wenn es seit diesem Jahr ein Tier gibt, das dank Corona mit einem extrem schlechten Ruf zu kämpfen hat, dann ist es wohl die Fledermaus. Im nordhessischen Haina (Waldeck-Frankenberg) dürfte die Beliebtheit der fliegenden Tierchen nun nicht gerade ansteigen, sie verhindern nämlich die Renaturierung der Wohrateiche. Laut eines Berichts der HNA haben Biologen vom Institut für Tierökologie im besagten Naturschutzgebiet gleich 13 verschiedene Fledermaus-Arten entdeckt, die es zu schützen gilt. Die Trockenlegung der Teiche wird damit vorerst auf (Trocken-)Eis gelegt.

Breitflügelfledermaus

+++ Frankfurter Zoo begrüßt Bienen +++

7.38 Uhr: Fleißig, nützlich, charismatisch: Was klingt wie eine Beschreibung des Morgentickerers, ist der Anfang einer Pressemitteilung zu neuen Bewohnern im Frankfurter Zoo. Seit dem 10. Mai summen, brummen und arbeiten dort nämlich tausende Bienen auf einer neu angelegten Streuobstwiese. Um die Neuankömmlinge gebührend willkommen zu heißen, wird das neue Projekt "Bienenbotschaft", das sich um das Wohl der Insekten kümmert, am heutigen Donnerstag vorgestellt. Summasummarum: eine gute Sache.

Bienen im Flug

+++ Lok-Umzug im Farbfernsehen +++

7.19 Uhr: Ich habe die Tragweite dieses Themas ehrlich gesagt komplett unterschätzt. Wie mir der geschätzte Kollege Marco R. aus seinem 24/7-Homeoffice mitteilte, wird es den Umzug der Lok am heutigen Abend sogar in Ton und Bild im hr-fernsehen zu sehen geben. hessenschau um 19.30 Uhr ist das Stichwort. Und nun ein Satz, den ich schon immer mal sagen wollte: Einschalten lohnt sich.

Hand zeigt mit Fernbedienung auf einen Fernseher, auf dem ein Sendersuchlauf durchgeführt wird

+++ Hessen bekommt Sonne satt +++

7.10 Uhr: Es gibt Zeiten im Jahr, da ist es zu dieser Uhrzeit noch stockdunkel und kalt. Heute hingegen verspricht ein Blick aus dem mittelmäßig sauberen Redaktionsfenster schon jetzt einen sonnigen und sommerlichen Feierabend. Im besten Meteorologen-Deutsch heißt das: Am Donnerstag gibt es viel Sonnenschein und nur wenige Wolken, die Temperaturen steigen auf bis zu 23 Grad. Ähnlich schön wird es laut der hr-Wetterexperten auch am Freitag.

Etwas schlechter scheint es derzeit nur auf den Straßen Frankfurts zu sein. Hier sei es "ziemlich windig", berichtet Hobby-Wetterfee Clarice W.

+++ Bauarbeiten in Ginnheim bis 10. Juni +++

7 Uhr: Nach dem Unfall an der U-Bahn-Haltestelle in Ginnheim werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis zum 10. Juni andauern und den Verkehr in dieser Zeit beeinträchtigen. Laut Mitteilung der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) fahren die U1 und die U9 die Haltestellen Ginnheim, Niddapark und Römerstadt vorübergehend nicht mehr an, es wird stattdessen ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. In der Nacht zum Mittwoch war eine U-Bahn an der Endstation in Ginnheim zu weit gefahren und gegen einen Prellbock gefahren. Zwei Personen wurden verletzt.

Nach Unfall aufgebockte U-Bahn in Frankfurt

+++ Lokomotive kommt ins Museum +++

6.44 Uhr: Kaum ist die Meldung zur Lokomotive in fremden Gewässern auf Sendung, ist die Frage des Reiseziels geklärt. Laut hessenschau.de-Nutzer Mikal kommt die antike Zugmaschine, die zuvor Teil eines Denkmals vor der Bahn-Zentrale war, ins DB-Museum nach Koblenz. Ich würde das als Aufstieg bezeichnen. Der Mitropa-Speisewagen erlebt hingegen ein Revival. Er wird zukünftig auf der Drei-Seenbahn im Schwarzwald eingesetzt. Herzlichen Dank für die Nachricht.

+++ Kellerkinder rücken Eintracht auf die Pelle +++

6.36 Uhr: Vor ziemlich genau einer Woche sprach Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner davon, dass der Abstiegskampf nicht herbeigeredet werden sollte. "Wir werden nicht in Abstiegsgefahr geraten", sagte er. Zwei Spieltage später kann man sagen: Pustekuchen. Nach den Mittwochsspielen mit Punktgewinnen von Düsseldorf und Mainz beträgt der Abstand der Eintracht zu Relegationsplatz 16 nur noch zwei Zähler. Am Samstag trifft das Team von Trainer Adi Hütter auf den formstarken VfL Wolfsburg. In Germany we call it: Abstiegskampf.

Frust bei Kostic von Eintracht Frankfurt

+++ Lokomotive im Frankfurter Berufsverkehr +++

6.22 Uhr: Sollten Sie gerade oder demnächst über die Frankfurter Europa-Allee fahren, wundern Sie sich nicht: Ihnen könnte tatsächlich eine Lokomotive entgegenkommen. Das Gefährt, dessen natürliche Umgebung eigentlich Bahngleise sind, muss abtransportiert werden und nutzt dafür das Habitat von Autos und Fahrradfahrern. Ziel: unklar. Problem: Da eine Unterführung zu niedrig ist, musste die Lok vom Lkw auf temporäre Schienen verladen werden. Ein großes Spektakel, das am frühen Morgen mehrere Trainspotter, also Eisenbahn-Fans, mit gezückten Kameras verfolgten. Es gibt tolle Hobbies.

Lok Europa-Allee

+++ 350.000 Euro Corona-Hilfe für Vereine ausgezahlt +++

6.09 Uhr: Das Land Hessen hat bislang mehr als 350.000 Euro Corona-Soforthilfe an Vereine ausgezahlt. Wie ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, wurden bislang 69 von 139 bearbeiteten Anträgen bewilligt. 423 Anträge stünden noch aus. Gemeinnützige und auf ehrenamtlicher Basis geführte Vereine können seit dem 1. Mai Hilfen von bis zu 10.000 Euro des Programms "Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit" beantragen. Im Schnitt erhielten die Verein, die meisten davon Sportvereine, rund 5.000 Euro.

Imago Amateure Fußball

+++ Feuerwehr-Einsatz in Rimbach +++

6 Uhr: Die Feuerwehren von Rimbach und Zotzenbach (Bergstraße) haben am Mittwochabend einen größeren Gebäude-Schaden verhindert. Laut Angaben der Rettungskräfte entpuppte sich ein gemeldeter Wohnhausbrand als Feuer auf dem Außengelände eines Hauses. Dieses konnte schnell gelöscht und damit ein Übergreifen auf Wohneinheiten verhindert werden. Verletzt wurde niemand, die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

Brand Rimbach

+++ Los geht's +++

Guten Morgen, liebe Hessen! Meine Morgenticker-Vorgängerin Clarice Wolter hat mich beauftragt, heute die Tastatur zittern zu lassen. Ob mir das gelingt, ist unsicher. Sicher ist jedoch, dass ich Sie an dieser Stelle bis 10 Uhr mit aktuellen Nachrichten aus der Nacht und vom Donnerstag versorgen werde. Mein Name ist Mark Weidenfeller. Wenn Sie Anmerkungen haben, schreiben Sie mir gerne eine Mail. 

Porträt Mark Weidenfeller