Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird – und alles, was Hessen bewegt. Das war der Donnerstagmorgen im Ticker.

Nachrichtenüberblick:

Auf Wiedersehen

10 Uhr: So. Das war es auch schon wieder. Nach vier abwechslungsreichen Stunden verabschiede ich mich zum Frisör und verweise schon jetzt auf den morgigen Tag. Dann übernimmt Antje Buchholz hier das Zepter. Ich guck's mir an. Bis dahin!

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+++ Hessen wollen Völler-Straße +++

9.53 Uhr: Es gibt nur einen Rudi Völler, aber noch keine Rudi-Völler-Gasse. Geht es nach den hessenschau.de-Nutzern, müsste sich das allerdings bald ändern. Rund ein Viertel der knapp 1.500 Umfrage-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen wünschen sich eine Straße für Tante Käthe. Mein Favorit Bahnbabo-Boulevard landet mit 15,6 Prozent knapp dahinter, Alf Mintzel (das ist übrigens die erste und einzige Vereins-Legende des SV Wehen Wiesbaden) hat mit nur 1,6 Prozent wohl keine Chance auf eine eigene Chaussee. Etwas enttäuschend: 38 Prozent sind Straßennamen komplett egal.

Rudi Völler 1988

+++ Grammozis-Trennung mit Knatsch +++

9.43 Uhr: Stellen Sie sich vor, Sie führen ein durchschnittliches Fußball-Team in die Spitzengruppe der 2. Liga und womöglich zu einem Punkterekord und müssen nach der Saison trotzdem gehen. Genau so ergeht es am Sonntag dem scheidenden Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis. Der 41-Jährige konnte sich mit den Verantwortlichen des SV Darmstadt 98 nicht auf eine Verlängerung seines Vertrags einigen und wird im Sommer durch Markus Anfang ersetzt. Wie jetzt klar wurde, gab es deswegen hinter den Kulissen Knatsch und einige Unstimmigkeiten. Die ganze Geschichte finden Sie hier.

+++ Am Wochenende drohen Gewitter +++

9.31 Uhr: Nach Wind kommt Regen, nach Hitze kommt Gewitter. Diese von mir nach jahrelangen Beobachtungen aufgestellten Bauernregeln stimmen erstaunlich oft und werden auch an diesem Wochenende Realität. Wie die (echten) hr-Wetterexperten mitteilen, könnte das Wochenende vor allem in Südhessen ins Wasser fallen. Nachdem der Freitag noch bestes Sommerwetter bringt, drohen am Samstag und Sonntag Schauer, Blitz, Donner, Starkregen und sogar Hagel. Passend zum tropisch-hessischen Klima bleiben die Temperaturen aber im Bereich von 29 Grad.

+++ Eintracht vor Millionenspiel +++

9.18 Uhr: Da natürlich auch Eintracht Frankfurt im Morgenticker nicht fehlen darf, folgt ein Gastbeitrag des Sport-Kollegen Nicolas Herold:

Rein sportlich geht es für Eintracht Frankfurt in dieser Saison um nichts mehr. Das letzte Bundesliga-Spiel gegen Paderborn am Samstag (15.30 Uhr) wird für die Hessen aber aus einem anderen Grund wichtig: dem TV-Ranking. Die Platzierung dort bestimmt, wie viel Geld ein Verein aus den Erlösen der Fernseh-Vermarktung erhält. "An Berlin und Schalke sind wir in der sportlichen Tabelle und der TV-Tabelle vorbeigezogen. Jetzt befinden wir uns auf Platz sieben im TV-Ranking", berichtet Finanzvorstand Oliver Frankenbach im Kicker. Diesen Rang könnten die Hessen aber noch verlieren. "Dazu müsste Berlin in Gladbach gewinnen und wir dürften gegen Paderborn nicht gewinnen", so Frankenbach. Den Frankfurtern würden in diesem Fall etwa 2,4 Millionen Euro durch die Lappen gehen.

André Silva steht neben zwei Hertha-Spielern

+++ Rattengift in Weidefass +++

9.04 Uhr: Ein Unbekannter hat in Büdingen (Wetterau) offenbar versucht, Rinder zu vergiften. Laut Angaben der Polizei entdeckte ein Landwirt einen Beutel mit Rattengift in einem Weidefass und entfernte ihn wohl gerade noch rechtzeitig. Da sich das Material noch nicht komplett aufgelöst hatte, geht es den sechs trächtigen Kühen gut. Ein Tierarzt ist eingeschaltet. Die Polizei sucht nun Zeugen und ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Fleckviehrinder

+++ Es gibt tatsächlich einen Stau +++

8.48 Uhr: Das Leben und der Verkehr sind nach den Lockerungen der Corona-Regeln zwar wieder deutlich betriebsamer geworden, überfüllte Straßen und Autobahnen bleiben dennoch die Ausnahme. An diesem Morgen ist auf der A661 zwischen der Friedberger Landstraße in Frankfurt und Heddernheim aber tatsächlich Geduld gefordert. Es staut sich auf rund vier Kilometern, die Verzögerung liegt bei 20 bis 25 Minuten. Oder wie man vor der Corona-Krise sagte: Es läuft eigentlich ganz okay.

+++ Schiri-Schläger vor Gericht +++

8.30 Uhr: Ein Amateurfußballer des FSV Münster muss sich ab Donnerstag wegen der Attacke auf einen Schiedsrichter vor dem Amtsgericht Dieburg verantworten. Der 28-Jährige hatte im November 2019 während eines Kreisliga-Spiels den 22 Jahre alten Unparteiischen bewusstlos geschlagen. Er wurde wegen Körperverletzung angeklagt.

+++ Die hessenschau in 100 Sekunden +++

8.21 Uhr: Nach so viel geschriebenem Text mit allerlei Buchstaben (manche davon sogar mehrmals benutzt) folgt an dieser Stelle eine kleine Ruhepause für die Augen. Die Kollegen vom Radio haben die wichtigsten Nachrichten mit Engelsstimmen aufgesprochen. Bitteschön:

Audiobeitrag

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die hessenschau in 100 Sekunden am Morgen

Logo der hessenschau in 100 Sekunden für Sprachassistenten
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+++ Donnerstag kratzt an 30-Grad-Marke +++

8.13 Uhr: Um kurz nach acht Uhr werfen ich und meine Chefin vom Dienst, Susanne M., traditionell einen Blick aus dem Fenster und reden kurz über das Leben. Thema heute: das schöne Wetter. Denn unsere vier Augen sehen ausschließlich: Sonne, blauen Himmel und absolut keine Wolke. Sommer, nennen das die hr-Meteorologen, die zudem Temperaturen um die 30 Grad voraussagen. Mein Plan für den weiteren Tag: Sonnenmilch drauf und ab zur Liegewiese. Wo ich für mich und Lisa (oder Susanne) eine Liege lease.

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+++ Frankfurt streitet mit AWO um 600.000 Euro +++

7.55 Uhr: Die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt (AWO) hat offenbar über einen längeren Zeitraum zu viel Personalkosten für den Betrieb von zwei Flüchtlingsheimen kassiert. Wie das Sozialdezernat von Daniela Birkenfeld (CDU) dem hr bestätigte, hat die Stadt die AWO bereits zu einer Rückzahlung von 600.000 Euro aufgefordert. Die Interims-Geschäftsführung bestreitet derzeit allerdings noch, falsch abgerechnet zu habe und sieht die Höhe der Forderung als ungerechtfertigt an. Ans Licht kamen die Unregelmäßigkeiten bei Ermittlungen im Zuge der AWO-Affäre.

+++ Diese Straßen fehlen in Hessen +++

7.41 Uhr: Zugegeben: Die Haftbefehl-Straße ist eine schöne Idee. Aber da geht doch noch mehr. Welche berühmten Hessen hätten sonst noch ein eigenes Straßenschild verdient? Stimmen Sie ab.

Voting

Welche Straße sollte es in Hessen geben?

+++ Gibt es bald eine Haftbefehl-Straße in Offenbach? +++

7.25 Uhr: Was Goethe in Frankfurt ist, könnte Haftbefehl bald in Offenbach sein: Berühmtester Sohn der Stadt und Namensgeber für eine Straße. Das zumindest fordert eine Petition, die sich für die Umbenennung der Bismarckstraße einsetzt. Da der ehemalige Reichskanzler die Kolonisierung Afrikas vorangetrieben habe und damit für das Leid von Millionen von Menschen mitverantwortlich sei, solle er aus dem Stadtbild verschwinden, heißt es in der Begründung. Neben Haftbefehl ist auch Erwin Kostedde, der erste schwarze Nationalspieler Deutschlands und OFC-Legende, eine Option. Aus der Politik gibt es, wie könnte es anders sein, unterschiedliche Reaktionen. Ob die Chabos überhaupt wissen, wer der Babo ist?

Rapper Haftbefehl posiert und hält sich eine Sandale ans Ohr.

+++ Lufthansa-Aktionäre entscheiden über Staatshilfe +++

7.01 Uhr: Lufthansa, die Zweite: Bei der größten deutschen Fluggesellschaft, die durch die Corona-Krise in erhebliche finanzielle Turbulenzen geraten ist, fällt am heutigen Donnerstag die Entscheidung über die milliardenschwere Staatshilfe. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden die Aktionäre darüber, ob der Staat für 300 Millionen Euro zum Anteilseigner wird und die Lufthansa mit neun Milliarden Euro unterstützt – oder eben nicht. Wichtigster Mann ist dabei Großaktionär Heinz Hermann Thiele. Da dem Milliardär knapp 15,5 Prozent der Lufthansa gehören, könnte er den Einstieg im Alleingang verhindern. Nach anfänglicher Kritik kündigte er am Mittwoch jedoch an, dem Rettungspaket zustimmen zu wollen.

Die wichtigsten Fragen zur Hauptversammlung werden an dieser Stelle beantwortet.

+++ Untersuchungsausschuss zum Mordfall Lübcke +++

6.44 Uhr: Der hessische Landtag wird am heutigen Donnerstag einen Untersuchungsauschuss zum Mordfall Lübcke einsetzen. Er soll klären, ob der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten hätte verhindert werden können und welche Rolle die Sicherheitsbehörden spielten. Im Fokus steht dabei, dass der mutmaßliche Täter Stephan Ernst, dem derzeit in Frankfurt der Prozess gemacht wird, zwar als Rechtsextremist aktenkundig war, aber zum Tatzeitpunkt nicht mehr unter besonderer Beobachtung des Verfassungsschutzes war.

+++ Polizei stoppt Raser +++

6.29 Uhr: Wenn Sie (wie ich) dachten, dass an einem Autorennen mindestens zwei Fahrzeuge beteiligt sein müssen, belehrt Sie die Polizei und ein selbsternannter Mini-Vettel aus Aarbergen (Rheingau-Taunus) an diesem Morgen eines Besseren. Unter der Überschrift "Illegales Autorennen (Einzelraser)" berichten die Beamten vom Racing-Ausflug eines 46-Jährigen, der über mehrere Kilometer mit stark überhöhter Geschwindigkeit über die L3031 fegte und dabei auch die Gegenfahrbahn benutzte. Blöd für den Mann: Da die Polizei ihn bei seiner Spritztour filmte, wurde der Führerschein eingezogen und das Auto sichergestellt. Laut eigenen Angaben war der Grund für das Rennen gegen sich selbst übrigens, dass die Hinterreifen eingefahren werden mussten. Ob das geklappt hat, ist nicht bekannt.

Sebasian Vettel schaut nachdenklich

+++ Psychisch kranke Frau attackiert Polizisten +++

6.13 Uhr: Eine psychisch kranke Frau ist in Hofgeismar (Kassel) mit einem Messer auf Polizisten losgegangen. Die Beamten gaben mindestens einen Schuss aus einer Dienstwaffe ab und brachten sich unverletzt in Sicherheit, wie die Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte. Die 62-Jährige wurde ersten Erkenntnissen zufolge von keinem Schuss getroffen. Die Beamten konnten sie wenig später festnehmen. Aufgrund lebensgefährlicher Schnittverletzungen, die sich die Frau selbst zugefügt hatte, kam sie in eine Klinik.

Blaulicht

+++ Lufthansa einigt sich auf Flugbegleiter-Krisenpaket +++

6.06 Uhr: Unmittelbar vor der wichtigen und von vielen mit Spannung erwarteten Hauptversammlung der Lufthansa haben sich das Unternehmen und die Kabinen-Gewerkschaft Ufo auf ein Krisenpaket für die Flugbegleiter verständigt. Wie die Lufthansa und Ufo in der Nacht zum Donnerstag mitteilten, soll damit rund eine halbe Milliarde Euro eingespart werden. Das Maßnahmen-Paket umfasst neben einem vierjährigen Kündigungsschutz unter anderem eine Aussetzung von Gehaltsanhebungen sowie eine Reduzierung der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung. Die Lufthansa beschäftigt rund 22.000 Kabinenmitarbeiter. Die getroffenen Vereinbarungen benötigen noch die Zustimmung der Ufo-Mitglieder.

Tarifstreit mit der Lufthansa

+++ Sechs Verletzte bei Unfall im Odenwald +++

6 Uhr: Bei einem Unfall mit drei Autos sind am Mittwochabend sechs Menschen in der Nähe von Breuberg (Odenwald) verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kollidierte ein Pkw beim Abbiegen mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und stieß diesen auf ein weiteres wartendes Auto. Rettungskräfte brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser, der Sachschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.

Unfall Odenwald

+++ Los geht's +++

Guten Morgen, liebe Hessen! Da mein "liebenswerter" Kollege Fabian B. Weidenhausen bereits eine Begrüßung für mich vorformuliert hat, lasse ich zumindest Teile davon einfach stehen und freue mich auf die nächsten vier Stunden mit Ihnen. (Es folgen die Worte des Morgenticker-Vorgängers): Mein Name ist Mark Weidenfeller. Sie kennen mich von Beiträgen wie "Ich glaube an Frederik Rönnow", "Bonobo Bili is back in business" oder "Langer Stau auf der A66". An dieser Stelle erfahren Sie fortan alles Wichtige von der Nacht und vom Donnerstag. Enjoy the ride und schreiben Sie mir bei Anmerkungen, Wünschen oder Grüßen gerne eine Mail.

Porträt Mark Weidenfeller