Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird - und alles, was Hessen bewegt. Das war der Donnerstagmorgen im Ticker.

Meldungen des Morgens:

+++ Tschüss! +++

10.05 Uhr: Sie werden es gemerkt haben, liebe Ticker-Leser, es war ein relativ nachrichtenarmer Morgen. Nun ist die Zeit rum. Ich hoffe, Sie fühlen sich dennoch gut informiert. Für mich sind die vier Stunden ratzfatz rumgegangen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Morgen begrüßt Sie an dieser Stelle wie immer um 6.00 Uhr wieder meine geschätzte Kollegin Clarice Wolter. Bis dahin erfahren Sie alles Wichtige aus Hessen wie gewohnt auf hessenschau.de.

Zum Schluss noch diese hübschen Blumen, die uns Hadwiga Machar aus Heidenrod (Rheingau-Taunus) geschickt hat. Wer es - wie ich - nicht gleich erkennt: Es sind Herbstzeitlose. Vielen Dank für das schöne Foto. Kommen Sie alle noch gut durch den Tag!

Herbstzeitlose

+++ Drei Verletzt bei Unfall auf A3 +++

9.52 Uhr: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A3 bei Hanau sind drei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben war der Fahrer eines Sattelzugs gestern bei stockendem Verkehr auf der linken Fahrbahn auf einen vor ihm fahrenden Lkw aufgefahren. Der Sattelzug stand daraufhin quer zur gesamten Fahrbahn. Der Lkw wiederum stieß mit einem vorausfahrenden Auto zusammen. Der Sattelzug-Fahrer und der Autofahrer wurden schwer, der Lkw-Fahrer leicht verletzt. Die A3 war in Fahrtrichtung Würzburg zeitweise gesperrt. Geschätzter Schaden: rund 46.000 Euro.

+++ Prozess gegen Falk-Erbe: Opfer sagt aus +++

9.41 Uhr: Seit rund drei Wochen steht der Erbe des Stadtplan-Verlags Falk, Alexander Falk, vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 50-Jährigen Anstiftung zum Mord vor. Heute wird die Aussage des Opfers erwartet. Dem Anwalt wurde im Februar 2010 in Frankfurt von bisher unbekannten Tätern ins Bein geschossen. Falk wird vorgeworfen, zuvor in einem Hamburger Restaurant einen Mittelsmann mit der Ermordung des Juristen beauftragt zu haben. Er soll dazu auch einen Umschlag mit Bargeld übergeben haben. Zum Beginn des Prozesses bestritt der 50-Jährige die Vorwürfe. Im September vergangenen Jahres wurde er verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Alexander Falk, Erbe des Stadtplan-Verlags, als Vorstandsvorsitzender der Ision Internet AG bei einer Pressekonferenz im Jahr 2000

+++ Klimaaktivisten vor den Toren der IAA +++

9.22 Uhr: Noch ist die IAA in Frankfurt nicht offziell eröffnet, junge Klimaaktivisten haben sich dennoch schon mal vor den Toren der Automobilmesse in Stellung gebracht.

Klimaaktivsten protestieren vor den Toren der IAA in Frankfurt.

+++ Gießen im Zeichen der Street Art +++

9.09 Uhr: Wer auf Street Art steht, sollte einen Trip nach Gießen machen. Dort wird heute Abend (19.00 Uhr) im Oberhessischen Museum die Ausstellung "Capture the Street - Eroberung der Straße" eröffnet. Die Veranstalter versprechen einen umfassenden Einblick in das breite Spektrum der Street Art und Graffiti Kunst. Von Schwarz-Weiß bis knallig-bunt, von Schablonentechnik bis Siebdruck und Installation ist alles dabei. Über 50 Werke von 30 Künstlern sind bis zum 20. Oktober zu sehen, zum Teil sind die Werke an Gebäuden in der Stadt angebracht.

"Cancun Girl": Graffiti-Kunst auf Leinwand von Stinkfish aus Kolumbien

+++ hr-Reporterin trifft Formel-1-Champion +++

8.50 Uhr: Meine Kollegin Conny Bächstädt berichtet auch seit Wochenbeginn von der IAA. Gestern traf sie den früheren Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Der in Wiesbaden geborene Rennfahrer beendete vor drei Jahren seine Karriere bei der Formel 1, nachdem er den Weltmeister-Titel geholt hatte. Gestern gab er dem vierfachen Formel-1-Champion Sebastian Vettel überraschend Rückendeckung. Der Heppenheimer Ferrari-Pilot werde in die Erfolgsspur zurückfinden, sagte Rosberg.

hr-Reporterin Conny Bächstädt (li.) befragt Nico Rosberg.

+++ IAA startet! +++

8.31 Uhr: Seit Montag laufen wir uns in der Berichterstattung über die IAA in Frankfurt warm, heute ist es nun soweit: Die Internationale Automobilmesse wird am Vormittag (10.00 Uhr) offiziell eröffnet, und zwar von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die eigens dafür angereist ist. Auch Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) wird eine Rede halten. Anders als in den letzten Jahren bleibt diese Ehre Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) heute jedoch verwehrt: Der Grund: Er hatte sich kritisch äußern wollen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) änderte kurzer Hand das Protokoll. Mehr darüber können Sie hier lesen.

Heute und morgen ist die Autoschau für Fachbesucher geöffnet, am Samstag kann auch Otto Normalverbraucher die Neuheiten bewundern. Für das Wochenende kündigten außerdem Autogegner massive Proteste an. Sie wollen gegen die Klimabelastung durch die Autoindustrie demonstrieren.

Ein Banner der Umwelthilfe prangt auf einem Wagen anlässlich der IAA in Frankfurt.

+++ Fehlende Notfallsanitäter Thema im Ausschuss +++

8.20 Uhr: Ein Problem, dass jeden von uns betreffen kann: In Hessen fehlen Notfallsanitäter. Über die Situation diskutiert heute in Wiesbaden der Ausschuss für Soziales und Integration im Landtag. Anlass ist, dass in Offenbach und Wiesbaden regelmäßig Rettungswagen nicht besetzt werden konnten. Die SPD will wissen, wie die Kreise sicherstellen wollen, dass die Patienten innerhalb von zehn Minuten versorgt werden. Außerdem wird es um die fehlenden Nachwuchskräfte gehen.

Rettungssanitäter im Einsatz

+++ Rechtsextremisten: "Wachsendes Selbstbewusstein" macht Ämtern zu schaffen +++

7.48 Uhr: Hessens oberster Verfassungsschützer Robert Schäfer warnt eindringlich vor rechtsextremistischer Gewalt in unserem Bundesland. "Insbesondere das wachsende Selbstbewusstsein und die Gewaltorientierung innerhalb der rechtsextremistischen Szene bereiten uns große Sorge", erklärt der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV). "Auch wenn Hessen mit Blick auf die Zahlen beispielsweise hinsichtlich der Gewalttaten aus dem Bereich Rechtsextremismus deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts liegt, müssen wir dennoch äußerst wachsam bleiben", so Schäfer.

Neonazi Aufmarsch in Frankfurt

Im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2017 werden 1.465 Männer und Frauen zur rechtsextremistischen Szene gezählt und 670 Personen als gewaltorientiert eingestuft. Zahlen für das vergangene Jahr sollen in Kürze veröffentlicht werden. Zuletzt hatte der Mord an Kassels Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) sowie die rassistisch motivierte Attacke auf einen Mann in Wächtersbach (Main-Kinzig) bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Zudem hatte am Freitag vergangener Woche ein Mann in Taunusstein (Rheingau-Taunus) mit einer Zwille Metallkugeln auf dunkelhäutige Menschen geschossen. Die Motive für die Attacke sind noch unklar. Dem 54-Jährigen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestreitet er, gezielt vorgegangen zu sein.

+++ Auto prallt frontal gegen Bäume +++

7.38 Uhr: Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, der gestern Abend auf der B42 bei Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus) aus noch unbekannter Ursache von rechts von der Fahrbahn abkam. Er durchfuhr den Grünstreifen und prallte frontal gegen zwei Bäume, wie die Polizei heute berichtet. Sein Wagen schleuderte durch die Wucht des Aufpralls wieder zurück auf die Fahrbahn und blieb dort stehen. Der 31-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon. Sein Auto wurde allerdings völlig zerstört. Der Schaden beträgt über 10.000 Euro.

+++ Nach Psychiatrie-Skandal weiter Fragen offen +++

7.30 Uhr: Schmutz, Überbelegung, Unmenschlichkeit: Nach dem Skandal um Missstände in der Psychiatrie des Klinikums Frankfurt-Höchst prüft ein Experte die Vorwürfe. In seinem Zwischenbericht, der gestern vorgestellt wurde, be- und entlastet er zwar die betroffene Akut-Station, manche wichtige Frage lässt er aber offen. Bei meinem Kollegen Tobias Lübben jedenfalls ist das Vertrauen in die Klinik noch lange nicht wieder hergestellt. Nun sei der Chef der Psychiatrie selbst gefordert, meint er. Lesen Sie hier seinen Kommentar.

Der Eingang der psychiatrischen Klinik in Frankfurt-Höchst

+++ Herrliche Aussicht vom Großen Feldberg +++

7.12 Uhr: Helga Schmidt aus Niddatal (Wetterau) war bei herrlichem Wetter auf dem Großen Feldberg im Taunus und hat dieses tolle Foto geknipst. Ob die Aussicht heute wieder so schön wird?

Nutzerfoto Blick vom Feldberg

+++ T-Shirt-Wetter +++

7.09 Uhr: Zeit für einen Blick aufs Wetter! Kurz gesagt: Es ist alles dabei, von stark bewölkt bis freundlich mit sonnigen Abschnitten. Meist bleibt es trocken. Die Temperaturen klettern rauf auf 20 bis 25 Grad. Was will man mehr?

+++ Stau nach Unfall auf A45 +++

6.59 Uhr: Auf der A45 zwischen dem Gießener Südkreuz und dem Gambacher Kreuz staut sich der Verkehr derzeit auf drei Kilometern. Grund ist ein Unfall, weshalb der Verkehr über den Standsteifen geleitet wird. Außerdem stockender Verkehr auf der A66 zwischen dem Schiersteiner Kreuz und Wiesbaden-Mainzer Straße. Und Vorsicht auf der A3 Köln Richtung Frankfurt! Zwischen Limburg-Süd und Bad Camberg liegen Gegenstände auf der Fahrbahn. Kommen Sie gut an ihr Ziel!

+++ Moderatorin Susanka im Rennen für Deutschen Radiopreis +++

6.42 Uhr: YOU FM-Moderatorin Susanka steht im Finale des Deutschen Radiopreises 2019 - und das in der Kategorie "Beste Moderatorin"! Gemeinsam mit Nick Ellenberger moderiert sie im Jugendsender YOU FM "Die beste Morningshow der Welt" (5 bis 10 Uhr). Für die begehrte Auszeichnung sind noch zwei weitere Moderatorinnen im Rennen. Wer den Preis bekommt, entscheidet sich am 25. September, wenn er im Rahmen einer festlichen Gala in der Hamburger Elbphilharmonie verliehen wird. Mehr Infos finden Sie hier. Wir drücken Susanka schon mal fest die Daumen!

YOU FM-Moderatorin Susanka

+++ Junger Motorradfahrer flüchtet vor Polizei +++

6.13 Uhr: Das ging gehörig schief: Ein 16 Jahre alter Motorradfahrer ist auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle in Goddelau (Groß-Gerau) verletzt worden. Der Jugendliche hatte am späten Abend die Anhaltezeichen einer Streife missachtet, die ihm folgte, und flüchtete in eine Sackgasse. Als er in dem Wendehammer sich an dem Streifenwagen vorbeidrängeln wollte, touchierte er mit seinem Motorrad das Fahrzeug. Der 16-Jährige fiel zu Boden und verletzte sich am Bein. Ein Rettungswagen brachte ihn ein Krankenhaus. Wie sich später herausstellte, hatte der Jugendliche keinen Führerschein, und obendrein war das Motorrad nicht zugelassen. Die Streife hatte eigentlich nach einem Mann gefahndet, der sich unerlaubt auf einem Baustellengelände aufgehalten haben dort Alarm ausgelöst haben soll.

Blaulicht

+++ Mann auf Gleisen: Bahnstrecke voll gesperrt +++

6.00 Uhr: Tausende von Bahnreisenden haben am Abend stundenlang zwischen Fulda und Frankfurt festgesteckt. Wegen eines Mannes auf den Gleisen war die Strecke komplett gesperrt worden. Über das Motiv des Mannes ist bislang nichts bekannt. Er soll laut Polizei etwa einen Kilometer vom Bahnhof Schlüchtern (Main-Kinzig) entfernt im Gleisbett gestanden haben. Ein Lokführer hatte daraufhin eine Notbremsung eingeleitet und den Vorfall gemeldet. Der Unbekannte flüchtete direkt in ein Waldgebiet. Ein Polizeihubschrauber spürte ihn jedoch auf und brachte ihn in eine Klinik. Weitere Details nannte die Polizei noch nicht. Reisende im Regional- und Fernverkehr mussten zwei Stunden lang in den Zügen ausharren.

Regionalbahn

+++ Stromausfall in Mittelhessen +++

6.00 Uhr: Wer einigen Orten in Mittelhessen schon zu so früher Stunde wach war, hat im Dunkeln gesessen. In den Orten Lollar-Salzböden und Lollar-Odenhausen (Gießen) und Weimar-Roth und Weimar-Argenstein (Marburg-Biedenkopf) hat es laut Polizei zwischen 4.10 und 4.50 Uhr keinen Strom gegeben. Die Ursache für den Ausfall ist noch unklar, der Strom fließt aber inzwischen wieder. Besorgte Anwohner hatten den Vorfall bemerkt und bei den Beamten angerufen. Ob weitere Orte betroffen waren, ist derzeit nicht bekannt. Vielleicht, so die Polizei, mussten die Bewohner auch noch nicht so früh raus und haben deshalb nichts davon mitbekommen.

Strommast

+++ Guten Morgen! +++

6.00 Uhr: Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich und willkommen zu unserem Morgenticker! Bis 10 Uhr versorge ich Sie hier mit News aus der Nacht und zum heutigen Donnerstag. Mein Name ist Meliha Verderber. Möglicherweise haben viele von Ihnen mit meiner geschätzten Kollegin Clarice Wolter gerechnet haben, die hier regelmäßig tickert. Weil sie verhindert ist, bin ich für sie eingesprungen. Wenn Sie Anmerkungen oder Kritik loswerden möchten, können Sie mich per Mail erreichen. Und es kann auch schon losgehen!

Meliha Verderber