Was in der Nacht passiert ist, was heute wichtig wird – und alles, was Hessen bewegt. Das war der Donnerstagmorgen im Ticker.

  • Tschüss

    Ich beschließe den Ticker, wo er begonnen hat: in den USA. Der Kongress hat soeben die Wahl des Demokraten Joe Biden zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten formell bestätigt.

    Zum Abschied ein "Lichtblick"-Foto aus Heidenrod (Rheingau-Taunus). Danke für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit! Morgen ab 6 Uhr leiste ich Ihnen wieder Gesellschaft, wenn Sie mögen. Bis dahin!

    Lichtblick im Schnee
  • Das kommt heute noch

    • In Darmstadt findet ein Online-Symposium zum Kniefall Willy Brandts und zum Warschauer Vertrag statt.
    • Ein Bündnis zur Verkehrswende stellt in Frankfurt einen Forderungskatalog zur Kommunalwahl vor.
  • Näheres zu RE70-Verspätungen

    Was wäre der Morgenticker ohne Sie, liebe Nutzer, und Ihr Wissen!

    Zitat
    „Guten Morgen Frau Wolter, Sie haben vorhin eine nicht näher erwähnte Störung auf dem RE70 erwähnt. Grund ist zum einen eine nicht fertig gewordene Baustelle, weshalb zwischen Groß-Rohrheim und Gernsheim nur ein Gleis frei ist, zum anderen eine Signalstörung. Der RMV betitelt dies mit "Schäden an der Strecke".“ Zitat von hessenschau.de-Nutzer Mikal
    Zitat Ende
  • Top-Thema

    Zwei Leichtverletzte nach Brand in Holzfirma

    Bei einem Brand in der Halle einer Holzfirma in Hüttenberg-Rechtenbach (Lahn-Dill) haben heute Morgen zwei Männer leichte Verletzungen durch eingeatmetes Rauchgas erlitten. Nach Polizeiangaben hatte ein Fertigungstisch aus bislang unbekannten Gründen Feuer gefangen. Die 34 und 59 Jahre Angestellten wurden vor Ort in einem Rettungswagen behandelt. Die Halle wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an.

  • Frankfurter Messe hofft 2021 auf etwas mehr Umsatz

    Die Messe Frankfurt hofft nach einem Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr wieder auf etwas bessere Geschäfte 2021. "Derzeit kann man kaum planen. Wir schätzen den Umsatz vorsichtig auf 300 Millionen Euro, das wären 50 Millionen mehr als im vergangenen Jahr", sagte Messechef Wolfgang Marzin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Wenn die aktuellen Einschränkungen und die Impfungen ihren Zweck erfüllen, sind wir zuversichtlich, dass all die Messen, die wir vom ersten in das zweite Quartal verschoben haben, auch stattfinden können."

    Die Corona-Pandemie hatte die Messewirtschaft 2020 nahezu zum Stillstand gebracht. Umsatz und Ertrag der Frankfurter Messegesellschaft brachen ein. Die Erlöse schmolzen auf rund 250 Millionen Euro zusammen. Im Jahr 2019 hatte die umsatzstärkste deutsche Messegesellschaft noch 736 Millionen Euro Umsatz ausgewiesen, woraus sich nach Rückstellungen unter dem Strich ein Gewinn von 48 Millionen Euro ergab. Bei der Vorlage der Zahlen im Dezember hatte Marzin erklärt, er rechne mit einer Rückkehr auf ein derartiges Niveau wegen der anhaltenden Pandemie nicht vor 2024.

  • RE70: Erhebliche Verspätungen

    Der RMV hat soeben die erste Störungsmeldung des Morgens veröffentlicht. Demnach kommt es auf der Linie RE70 zu erheblichen Verspätungen wegen nicht näher benannten Schäden auf der Strecke zwischen Groß Rohrheim (Bergstraße) und Gernsheim (Groß-Gerau).

  • Verdi-Aktion: Wisag-Mitarbeiter wehren sich gegen Entlassung

    Mitarbeiter des Flughafen-Dienstleisters Wisag wehren sich gegen ihre Entlassung mit Kündigungsschutzklagen. Um 11 Uhr ist am Arbeitsgericht in Frankfurt der symbolische Einwurf eines Briefumschlags geplant. Der Gewerkschaft Verdi zufolge wurden in der Corona-Krise 225 von rund 850 Beschäftigten betriebsbedingt gekündigt.

  • Eintracht Frankfurt: Ein Hauch von Büffelherde

    Zeit für Sport im Morgenticker.

    Eintracht Frankfurt hat nach schwierigen Monaten zu sich selbst gefunden und verbreitet endlich wieder etwas Angst und Schrecken, findet Kollege Mark Weidenfeller. Das letzte fehlende Element könnte und sollte der dringend benötigte Neuzugang im Sturm mitbringen. Hier steht mehr.

    Jubel bei Eintracht Frankfurt
  • Top-Thema

    Polizei räumt Barrikaden von A49-Gegnern

    Die Polizei ist aktuell auf der gerodeten Trasse der A49 im südlichen Herrenwald im Einsatz. Mehrere A49-Ausbaugegner hatten dort den Beamten zufolge in den vergangenen Tagen wieder "kleinere Strukturen und Gebilde" errichtet. Zudem spannten sie eine längere Seiltraverse quer über den dortigen Trassenverlauf und besetzen Holzstämme und Baumkronen, wie die Polizei weiter mitteilte.

    Die Beamten waren im Einsatz, um die Bauten zu entfernen. Einem Sprecher zufolge war eine "niedrige dreistellige" Zahl von Polizisten vor Ort. Die Zahl der Umweltaktivisten lag demnach im unteren zweistelligen Bereich.

    Unsere Einsatzkräfte beseitigen heute neue Strukturen und entfernen eine Seiltraverse auf der gerodeten Trasse der #A49 im südlichen Herrenwald. #DannenroederForst #Dannenroeder

    [zum Tweet mit Bild]

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    Hessische Reaktionen auf Kapitol-Erstürmung

    Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmen das Kapitol in Washington: Die brutalen Szenen im Herzen der amerikanischen Demokratie lösen unter hessischen Politikern parteiübergreifend Fassungslosigkeit aus:

  • Mehr Geld für Videoüberwachung

    In Hessen wird die Überwachung von öffentlichen Plätzen mit Videotechnik weiter ausgebaut. Die Kameras schreckten Straftäter ab, erhöhten die Reaktionsfähigkeit der Polizei, stärkten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und erleichterten das Aufklären von Kriminalität, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU).

    "Weil wir überzeugt sind und aus den praktischen Erfahrungen wissen, dass wir auch damit einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheitslage leisten, übernimmt die Landesregierung zwei Drittel der Anschaffungskosten für die Einrichtung von Videoschutzanlagen durch die Kommunen", teilte der Minister mit. Im vergangenen Jahr seien hochauflösende Videosicherheitsanlagen etwa in den Städten Wiesbaden, Darmstadt, Fulda, Gießen, Dietzenbach und Offenbach gefördert worden.

    Seit 2008 werden für die Videosicherheitsanlagen den Angaben zufolge pro Jahr 300.000 Euro vom Land zur Verfügung gestellt. 2018 seien diese Mittel um eine Million auf eine Fördersumme von 1,3 Millionen Euro pro Jahr erhöht worden. In diesem Jahr soll der Ausbau der Videosicherheitstechnik in den Kommunen mit 2,8 Millionen Euro unterstützt werden, erklärte der Innenminister.

    Videoüberwachung am Frankfurter Mainufer
  • Top-Thema

    Halluzinierender Mann verursacht Polizeieinsatz

    Die Polizei ist gestern Abend von einem Mann in Frankfurt-Bockenheim alarmiert worden. Angeblich war es nach einem Streit zwischen zwei Männern zum Einsatz einer Schusswaffe gekommen. Die Beamten sperrten den Einsatzort weiträumig ab. Auf Nachfrage teilte ein Polizeisprecher eben mit, die Schüsse seien nur eine "Halluzination" desjenigen gewesen, der auch die Beamten verständigt hatte. Nähere Angaben machte der Sprecher nicht.

    Polizeiautos im nächtlichen Frankfurt.
  • Ruhige Verkehrslage

    Auf den Straßen in Hessen gibt es keine nennenswerten Staus. Einzige aktuelle Verkehrsmeldung: Auf der A60 zwischen Bischofsheim und dem Mainspitz-Dreieck steht ein defekter Lkw auf der rechten Spur.

  • Große Resonanz für Online-Führungen von Städel und Liebieghaus

    Aufgrund der hohen Nachfrage sollen die Online-Führungen des Frankfurter Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung demnächst erweitert werden. "Die Resonanz ist sehr gut, einige Termine sind bereits ausgebucht", sagte eine Sprecherin. Die digitalen Touren, die die Besucher zu Hause am Computer oder Laptop erleben können, waren Mitte Dezember gestartet. Ziel sei, eine Kunstbegegnung trotz des Lockdowns möglich zu machen und einen gemeinsamen Austausch zu ermöglichen.

    Aktuell bietet das Städel mittwochs und donnerstags die virtuellen Führungen für maximal 25 Teilnehmer an. Das benachbarte Liebieghaus hat beispielsweise sonntags Online-Touren zur aktuellen Ausstellung "Bunte Götter" im Angebot. Die Teilnahme für die rund einstündigen Veranstaltungen kostet in beiden Häusern fünf Euro.

  • Chef von Molkerei Schwälbchen: "So ein Jahr wirft uns nicht um"

    Schwälbchen-Chef Günter Berz-List sieht Hessens größte Molkerei trotz der Einbußen wegen der Corona-Pandemie gut aufgestellt. "So ein Jahr wirft uns nicht um", sagte der Vorstandsvorsitzende in Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus). Natürlich seien die Auswirkungen der Corona-Krise auch für Schwälbchen mit den beiden Geschäftsfeldern Molkerei und Frischdienst extrem einschneidend und belastend. "Aber wir sind ein kerngesundes Unternehmen." Das betreffe sowohl die Marktstellung als auch die Finanzlage und Liquidität.

    Die beiden Geschäftsfelder von Schwälbchen hätten sich unter den Corona-Bedingungen sehr unterschiedlich entwickelt, berichtete Berz-List. Der Umsatz der Molkerei sei leicht gestiegen. Wegen der Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie habe es zwar bei den Kalt-Kaffeegetränken und Ayran für den Verzehr unterwegs Rückgänge gegeben. Grund für den Zuwachs insgesamt sei aber eine verstärkte Nachfrage nach regionalen Produkten wie Milch, Quark, Schmand und Sahne sowie nach Spundekäs und Grüner Soße.

    Bei der Milchverarbeitung sei nach ersten Schätzungen 2020 ein Plus von 2,4 Prozent auf 138 Millionen Kilogramm erreicht worden, erklärte Berz-List.

    Vorstand Günter Berz-List in der Schwälbchen-Molkerei
  • Ciesek: Corona macht Defizite der Gesellschaft offensichtlich

    Die Corona-Krise wird nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek die Gesellschaft und die Wissenschaft nachhaltig verändern. "Die immer stärker werdende Spaltung der Gesellschaft, dass da gar kein Austausch mehr möglich ist, das finde ich sehr beunruhigend und auch enttäuschend", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum.

    Die Berichte aus Intensivstationen, das Leid der Patienten und die Belastung des Klinikpersonals machten sie "extrem traurig", sagte Ciesek, eine der profiliertesten Expertinnen für Sars-Cov-2. "Es macht mich traurig, nachdenklich, frustriert, wenn ich sehe, wie manche Menschen das fast ins Lächerliche ziehen".

    Die Pandemie habe vieles offensichtlich gemacht, was in der Gesellschaft falsch laufe, sagte Ciesek. Ein Beispiel sei, dass das Virus manche Bevölkerungsgruppen stärker treffe als andere, etwa ausländische Arbeiter in Sammelunterkünften: "Das finde ich schon bitter."

    Dass die Meinung von Wissenschaftlern viel mehr gehört wird als vor der Pandemie, findet Ciesek nicht nur positiv. "Das ist auch eine Gefahr für die Wissenschaft, wenn sie falsch dargestellt wird, wenn Ergebnisse verkürzt werden. Das haben wir ja mehrmals erlebt 2020: Dass am Ende nur ein Satz zitiert wird - für Wissenschaftler ist das extrem frustrierend."

    Virologin Sandra Ciesek
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    2.084 Corona-Neuinfektionen, 67 Todesfälle

    Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 2.084 gestiegen. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit Stand 0 Uhr mit. Im selben Zeitraum starben 67 Menschen an oder mit Covid-19. Die Gesamtzahl der Todesopfer in Hessen erhöhte sich damit auf 3.278. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 145.009 Corona-Fälle registriert. Rund 116.900 gelten als genesen.

    In vier Landkreisen liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weiter über der kritischen Marke von 200: Gießen (294,4), Limburg-Weilburg (216,4), Vogelsberg (206,4) und Fulda (200,3).

  • Anfangs Auflockerungen, gebietsweise etwas Schnee

    Und nun das Wetter. Am Donnerstag gibt es im Süden am Vormittag Auflockerungen mit etwas Sonne, sonst ist es den Tag hindurch meist dicht bewölkt. Vor allem im Norden und in der Mitte kommt es gebietsweise zu leichtem, insbesondere im Bergland auch mal zu mäßigem Schneefall. In Richtung Rhein und Main kann Regen dabei sein. Die Höchstwerte liegen zwischen -1 und 3 Grad.

  • Top-Thema

    Feuerwehr-Großeinsatz in Holzpellet-Lagerraum

    Fast 50 Einsatzkräfte der Kasseler Feuerwehr haben gestern Abend einen Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus bekämpft. Das Feuer war in einem Lagerraum für Holzpellets ausgebrochen. Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehr nach eigenen Angaben schwierig, da der Raum mit etwa fünf Tonnen Holzpellets befüllt war und zum großen Teil ausgeräumt werden musste, um den Brandherd zu finden. Der Einsatz dauerte vier Stunden. Verletzt wurde niemand. Es habe auch keine Gefahr für die Bewohner des Hauses bestanden. Die Brandursache ist noch unklar.

    Die Feuerwehr im Einsatz in Kassel.
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    Zwei Verletzte bei Unfall mit Rettungswagen

    Auf der B45 in Michelstadt (Odenwald) ist es gestern Abend zu einem Unfall mit einem Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes gekommen. Es war laut Polizei mit Sondersignalen unterwegs. An einer Kreuzung kollidierte das Rettungsfahrzeug mit einem Auto.

    Zwei Beteiligte wurden nach Angaben der Polizei mit einem anderen Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, konnten dieses aber noch am Abend wieder verlassen. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 40.000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten noch an.

  • Top-Thema

    Frau nach Überholmanöver in Lebensgefahr

    Nach einem missglückten Überholmanöver auf der B45 schwebt eine 22 Jahre alte Autofahrerin in Lebensgefahr. Eine 45-Jährige wurde schwer verletzt. Die jüngere der Autofahrerinnen hatte gestern Abend zwischen Nidderau und Bruchköbel (Main-Kinzig) ein vor ihr fahrendes Auto überholen wollen, wie die Polizei mitteilte. Dabei übersah sie ein entgegenkommendes Fahrzeug, in dem die 45-Jährige saß. Ein Zusammenstoß konnte nicht mehr verhindert werden. Durch den Aufprall geriet die 22-Jährige mit ihrem Wagen ins Schleudern und prallte gegen ein weiteres Auto.

    Die 45-Jährige kam mit ihrem Wagen ebenfalls von Fahrbahn ab und krachte in eine Leitplanke. Ihr Beifahrer konnte sich den Beamten zufolge selbst aus dem Auto befreien und wurde wie die beiden Insassen des weiteren Autos mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

    Unfallfahrzeuge
  • Guten Morgen

    Hallo, hier ist der Morgenticker am Donnerstag. Bei den Unruhen am US-Kapitol sind vier Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau sei von der Polizei angeschossen worden und gestorben, teilten die Behörden mit. Drei weitere Personen seien durch medizinische Notfälle gestorben.

    Die Kollegen von tagesschau.de halten Sie in einem Liveblog zur Lage in Washington auf dem Laufenden. Mehr zu den Reaktionen aus Hessen später. Die hiesigen Nachrichten fasse ich bis 10 Uhr zusammen. Sie erreichen mich per Mail.

    Wolter, winterlich