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Chlorgasaustritt in Wiesbadener Therme

In der Kaiser-Friedrich-Therme in Wiesbaden ist Chlorgas ausgetreten. 15 Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen verletzt. 200 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Beim Austritt von Chlorgas in der Wiesbadener Kaiser-Friedrich-Therme am Donnerstagnachmittag sind mehrere Menschen verletzt worden. Das Bad habe deswegen geräumt werden müssen, teilte ein Feuerwehrsprecher mit.

Dabei verletzten sich nach Angaben vom Freitagmorgen 15 Menschen. Am Donnerstag hieß es noch, es habe 14 Verletzte gegeben. Unter den Verletzten waren auch zwei Einsatzkräfte. Sie klagten demnach unter anderem über Beschwerden wie Reizhusten.

Wie die Therme auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, war es zu einem Defekt an einer Dosierpumpe gekommen, die für die Flüssigchlorzufuhr im Wasser zuständig ist. Chlor wird in Schwimmbädern zur Entkeimung eingesetzt. Chlorgas wirkt ätzend und reizend. Zur Zeit des Vorfalls waren rund 40 Badegäste in der Therme. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 200 Einsatzkräften vor Ort.

Mitarbeiter begannen mit Räumung

Christoph Lederer, Einsatzleiter der Feuerwehr Wiesbaden, sagte dem hr, Mitarbeiter hätten den Gasaustritt bemerkt und mit der Räumung begonnen: "Die Leute kamen uns schon im Eingangsbereich entgegen, teilweise waren sie verletzt, hatten Gas eingeatmet und klagten über Beschwerden." Nach der Räumung konnten die Einsatzkräfte den Gasaustritt abstellen. Um 19.30 beendeten sie den Einsatz.

Aufgrund der Menge an betroffenen Personen waren neben Einsatzkräften aller Wiesbadener Berufsfeuerwehrwachen mehrere Freiwillige Feuerwehren sowie der Rettungsdienst aus Wiesbaden und benachbarter Landkreise im Einsatz.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 12.09.2019, 19.30 Uhr