Tierhäute A5

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Verwesungsgeruch auf Autobahnparkplatz

Da es auf der Raststätte Wetterau Ost extrem unangenehm roch, alarmierten Reisende die Polizei. Der Grund für den olfaktorischen Ausnahmezustand war schnell gefunden: die eklige Ladung eines Lkw.

Es gibt Berufsgruppen, die erkennt man am Geruch. Imbissbuden-Mitarbeiter riechen nach Frittenfett, Barkeeper riechen am Ende ihrer Schicht nach einer Mischung aus Tabak und Alkohol. Fischverkäufer riechen nach, nun ja. Der Lkw-Fahrer, der seinen fahrbaren Untersatz am vergangenen Donnerstag auf der Raststätte Wetterau Ost an der A5 abstellte, nimmt in der inoffiziellen Rangliste der Jobs mit Geruchsbelästigung jedoch den Spitzenplatz ein.

Ein Mix aus Verwesungsflüssigkeit und Blut

Der Brummifahrer hatte für jede Nase hochgefährliche Ware geladen und gleich mehrere Fehler begangen: Die Ladung war nicht gesichert, der Sattelzug für die Art der Ladung nicht geeignet, die Verpackungen zudem undicht.

Inhalt der sogenannten Big Bags: 22 Tonnen Tierhäute. Borstige Schweinehaut, blutige Ziegenhaut, gerupfte Hühnerhaut. Kurzum: ein Sammelsurium an Ekelhaftem.

Da sich dieser Brühe-Mix aus Verwesungsflüssigkeit und Blut auf der gesamten Ladefläche verteilte und zudem bereits unter der Plane hindurch auf die Straße floss, machte sich auf dem Rasthof schnell etwas Panik breit. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wählten gleich mehrere Reisende den Notruf. Irgendetwas stank gewaltig.

Spedition muss blechen

Die herbeigerufenen Beamten entdeckten die Quelle des olfaktorischen Übels dann schnell und hinderten den miefenden Sattelzug an der Weiterfahrt. Die Spedition musste ein geeignetes Fahrzeug besorgen und eine Strafe von 3.500 Euro zahlen. Reinigung für Straße und Fahrer noch nicht mit inbegriffen.