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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Corona-Ausbruch in Frankfurter Gefängnis

JVA in Frankfurt-Preungesheim

In einer Frankfurter Justizvollzugsanstalt haben sich 26 Häftlinge und zwei Bedienstete mit dem Coronavirus infiziert. Die Infizierten sollen jetzt isoliert werden - was nicht einfach ist.

In einem Frankfurter Gefängnis sind insgesamt 28 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Das teilte das Justizministerium am Mittwoch mit. Betroffen sind demnach 26 Insassen und zwei Bedienstete.

Zunächst sei am Montag ein Gefangener der JVA Frankfurt IV wegen leichter Erkältungssymptome auf das Coronavirus getestet worden. Der Test war positiv.

"In der Anstalt infiziert"

Wie das Virus in die Anstalt im Stadtteil Preungesheim gelangt sei, wisse man noch nicht. "Das ist offenbar das erste Mal, dass sich ein Häftling in einer Anstalt infiziert hat", sagte ein Sprecher des Ministeriums dem hr am Mittwochnachmittag. Der Infizierte befinde sich dort seit Ende September im geschlossenen Vollzug.

Vorsorglich seien alle Gefangene und Bedienstete derselben Station getestet worden, die Ergebnisse lagen am Dienstagabend vor. Demnach haben sich 27 weitere Personen infiziert. Keiner der Betroffenen weise bislang schwere Symptome auf.

Isolation gestaltet sich schwierig

Die Infizierten werden in ihren Stationen so gut wie möglich isoliert, wie der Ministeriumssprecher sagte. Das gestalte sich aber nicht ganz einfach. "In den Stationen gibt es auch Gemeinschaftsflächen, wie etwa die sanitären Einrichtungen", erklärte der Sprecher.

Auch am Mittwoch wurde weiter getestet, insgesamt sollen 140 Personen überprüft werden.

Sendung: hr-iNFO, 04.11.2020, 14.30 Uhr