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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Bundesweite Razzien wegen illegaler Handelsplattform

Ein Polizist trägt Beweismaterial aus einer Wohnung.

Bei Razzien in Deutschland und Österreich sind Hunderte Nutzer einer illegalen Internet-Handelsplattform durchsucht worden. Dabei wurden elf Haftbefehle vollstreckt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte. In Hessen durchsuchten die Ermittler 37 Objekte.

Schlag gegen illegale Geschäfte im Internet: Hunderte Nutzer einer illegalen Internet-Handelsplattform sind bei Razzien in Deutschland und Österreich durchsucht worden. Dabei wurden elf Haftbefehle vollstreckt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch mitteilte. Allein in Hessen wurden 37 Objekte durchsucht.

Die Beschuldigten sollen eine illegale Internet-Handelsplattform namens "crimenetwork.co" genutzt haben. Dort wurde mit illegalen Gütern und Dienstleistungen gehandelt. Beteiligt waren neben der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität mit Sitz in Frankfurt Staatsanwaltschaften aus 14 Bundesländern sowie die Bundeskriminalämter von Deutschland und Österreich. Der Einsatz fand schon am Dienstag statt. Im Einsatz waren 1.400 Polizisten, die 328 Ermittlungsverfahren durchführten.

34 Tatverdächtige allein in Hessen

Die hessischen Ermittlungen richten sich gegen 33 Männer und eine Frau aus 16 Städten und Kreisen. Es geht um Drogen, falsche Urkunden, Falschgeld, Datenhehlerei und Geldwäsche. In den in Hessen durchsuchten Objekten konnten neben Datenträgern und Unterlagen Betäubungsmittel, Waffen und Falschgeld sichergestellt werden. Zwei Beschuldigte wurden vorläufig festgenommen, sie sollten am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bereits Ende Mai 2019 war der damals 26-jährige Administrator der Plattform bei der Einreise nach Deutschland aufgrund eines Haftbefehls in anderer Sache festgenommen worden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Zeitgleich beschlagnahmten Beamte des Landeskriminalamts Brandenburg die Plattform. Die Ermittlungen gegen die Nutzer der Plattform liefen bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen.

hr-iNFO, 24.06.2020, 13.00 Uhr