Die Bombe wurde am Montagabend erfolgreich entschärft.
Die Bombe wurde am Montagabend erfolgreich entschärft. Bild © Feuerwehr Kassel/Karsten Hose

In der Kasseler Karlsaue ist am Montagabend eine 250-Kilo-Bombe erfolgreich entschärft worden. Rund 4.000 Anwohner im Umkreis von 700 Metern um den Fundort mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Bombe war bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden.

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hs

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Um 22 Uhr teilte die Polizei in Kassel über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, die Bombe sei entschärft. Alle Anwohner könnten in ihre Wohnungen zurückkehren, die Sperrungen seien aufgehoben.

Die #Fliegerbombe in der Karlsaue in #Kassel ist entschärft. Wir heben alle polizeilichen Absperrungen auf. Alle Anwohner können wieder in ihre Häuser.

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Bei der Weltkriegsbombe, die am nördlichen Rand des Aueteichs in der Kasseler Karlsaue gefunden wurde, handelte es sich nach Angaben eines Polizeisprechers um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit 120 Kilo Sprengstoff. Entdeckt wurde das Kampfmittel am Montag bei Sondierungsarbeiten des Kampfmittelräumdienstes in etwa 1,6 Metern Tiefe.

Immer wieder Personen im Sperrgebiet

Von der Evakuierung waren rund 4.000 Anwohner betroffen. Die Räumung eines Gebiets im Umkreis von 700 Metern um den Fundort der Bombe hatte um 16 Uhr begonnen. Sie sollte ursprünglich um 19.30 Uhr abgeschlossen sein. Dies verzögerte sich jedoch, unter anderem, weil zahlreiche mobilitätseingeschränkte Personen aus dem Bereich gebracht werden mussten.

"So etwas kann man vorher immer schwer abschätzen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend. Hinzu kam, dass Personen immer wieder in das Sperrgebiet gingen, die dann herausgeholt werden mussten. Die Feuerwehr wiederholte ihre Appelle, die Sperrungen zu beachten.

An der Räumung beteiligt waren nach Angaben der Polizei rund 280 Einsatzkräfte. Evakuiert wurde der gesamte Bereich zwischen der Fulda und der Frankfurter Straße sowie zwischen Auestadion und der Straße An der Karlsaue (Verlängerung Tischbeinstraße). Für die Bewohner des betroffenen Bereiches stand die Sporthalle am Auepark in der Damaschkestraße 25 als Betreuungsstelle zur Verfügung.

Mehrere Funde in der Vergangenheit

Die Museumslandschaft Hessen-Kassel lässt ihre Parkanlagen seit einigen Jahren systematisch auf Blindgänger untersuchen. Im vergangenen Jahr wurden Experten gleich mehrfach fündig - unter anderem ebenfalls am Aueteich.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 06.05.2019, 19.30 Uhr