Ein junger Kiwi (Symbolbild)

Bereits zum 50. Mal hat ein Kiwi-Küken im Frankfurter Zoo das Licht der Welt erblickt. Nach dem Schlüpfen durfte das Junge sogar noch etwas länger beim brütenden Papa bleiben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Jubiläums-Küken bei den Kiwis im Frankfurter Zoo

Kiwi-Papa Kelsey (r.) und das neugeschlüpfte Kiwi-Kind
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Der Frankfurter Zoo freut sich über einen Jubiläums-Zuchterfolg bei den aus Neuseeland stammenden Kiwis. Das 50. Mal ist im Zoo ein Kiwi-Küken seit 1978 geschlüpft. Die Kiwis sind die neuseeländischen Wappentiere und gelten als besonders selten und bedroht. Das Küken erblickte schon Ende März das Licht der Welt, wie der Zoo am Mittwoch bekanntgab.

Wie bei Kiwis üblich, übernahm Vater Kelsey das Ausbrüten. Auch seine ersten Lebenstage konnte das Küken durch eine verbesserte Überwachung des Tierpflegeteams nach Zooangaben beim Altvogel verbringen. Bis vor Kurzem mussten die Eier der Kiwis kurz vor dem Schlüpfen noch in den Brutkasten, weil es zu oft vorkam, dass die Väter die Jungen versehentlich verletzten oder sogar töteten.

Das Geschlecht des Kükens mit dem noch dunklen Federkleid ist bisher nicht bekannt. Erst die Untersuchung einer Federprobe im Labor werde in einigen Wochen klären, ob es sich um ein männliches oder weibliches Küken handelt, hieß es.

Arbeitsteilung bei Kiwi-Eltern

Zoobesucher haben derzeit allerdings keine Chance, einen Blick auf das Jubiläumsküken zu werfen. Wegen der Corona-Pandemie müssen im Zoo derzeit alle Tierhäuser und damit auch das Kiwi-Informationszentrum geschlossen bleiben. Die ersten Kiwis kamen den Angaben zufolge 1978 als Geschenk der Neuseeländischen Regierung nach Frankfurt. Fliegen können Kiwis nicht.

Der Jubiläums-Kiwi dürfte schnell selbstständig werden: Nach dem Schlupf seien die Küken bereits in der Lage, für sich selbst zu sorgen. "Außer Wärme bekommen sie nichts von ihren Vätern", sagte eine Zoosprecherin. Die Weibchen haben mit der Aufzucht der Jungvögel nichts zu tun. Nachdem sie ihr enorm großes Ei ins Nest gelegt haben, können sie sich von der energiezehrenden Phase der Ei-Entwicklung erholen.

Sendung: hr4, 07.04.2021, 17.30 Uhr