Audio

Audioseite Kryptofarm in Frankfurter Restaurant entdeckt

Rechner die schürfen

Bei Hygienekontrollen in einem Frankfurter Restaurant sind Ermittler auf eine mutmaßliche Kryptofarm gestoßen. Das ist nicht nur unerlaubt, sondern in diesem Fall auch gefährlich: Die Computer standen neben Gasflaschen.

Bei der Kontrolle eines Restaurants in der Frankfurter Innenstadt sind Ermittler der Stadtpolizei auf eine mutmaßliche Kryptofarm gestoßen. Es war buchstäblich ein "Beifang" der Kontrolle, bei der es eigentlich um die Einhaltung von Hygienevorschriften ging, wie der Frankfurter Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Freitag über den Fund vom Donnerstag sagte. "Wo normalerweise der Fisch verarbeitet wird, standen ungefähr 50 Rechner." Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Die Ermittler gingen angesichts der großen Zahl der Rechner davon aus, dass es sich um eine sogenannte Kryptofarm handeln könnte, in der Bitcoins geschürft würden, so Frank. Auch sonstige mögliche Nutzungen der Rechner würden nun geprüft. Klar sei jedenfalls: Sie hatten dort nichts zu suchen. "Die Lebensmittelkontrolleure haben gesagt, das geht gar nicht."

PCs standen in der Nähe von Gasflaschen

Zudem habe in dem Raum nicht nur unglaubliche Hitze geherrscht, die Rechner hätten auch in unmittelbarer Nähe von Gasflaschen gestanden. Daher sei die Feuerwehr alarmiert worden, sagte Frank. Geprüft werden muss zudem, wo der Strom für die Rechner herkam, denn Kabel hätten aus dem Fenster geführt.

Klar sei jedenfalls, dass die Rechner und der Restaurantbetrieb nicht zusammenpassten, so Frank. "Man muss sich als Unternehmer schon überlegen, ob man in der analogen Lebensmittelwelt oder in der digitalen Welt unterwegs sein will." Die Ermittlungen dauerten an.