Im vergangenen Jahr sind in Hessen 76 Menschen mit der sogenannten "kleinen elektronischen Fußfessel" von der Justiz überwacht worden.

Diese Präsenzkontrolle umfasst keine GPS-Ortung, sondern regelt etwa, wann der Betroffene zu Hause oder auf seiner Arbeitsstelle sein muss. Ein Proband habe die Fußfessel im Durchschnitt 131 Tage getragen, teilte das Justizministerium in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag mit.

Die kleine Fußfessel werde beispielsweise angewendet, um bei einem Tatverdächtigen vor dem Strafprozess eine Untersuchungshaft zu vermeiden, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Sie könne aber auch als Bewährungsauflage angeordnet werden. Genutzt werden lediglich Informationen, ob sich der Betroffene an einem bestimmten Ort befindet oder nicht.