Baumwipfel am Wallberg in den Alpen

Ein Mann aus Maintal ist in den oberbayerischen Alpen hundert Meter in die Tiefe gestürzt. Er war nicht der erste hessische Wanderer, der in diesem Jahr in den Bergen ums Leben kam.

Ein 86 Jahre alter Wanderer aus Maintal (Main-Kinzig) ist am Mittwoch in den oberbayerischen Alpen bei einem Sturz ums Leben gekommen. Er fiel rund hundert Meter tief, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Bekannte alarmiert Bergwacht

Der Senior war demnach am Wallberg bei Rottach-Egern unterwegs. Als er nicht ins Tal zurückgekehrt war, alarmierte eine Bekannte Polizei und Bergwacht. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers fand den Vermissten leblos in einem Graben.

Der 86-Jährige kam nach ersten Ermittlungen vom Weg ab und stürzte einen steilen Abhang im Bergwald hinunter.

Zwei tödliche Abstürze im Sommer

Ende August bargen österreichische Einsatzkräfte im Zillertal die Leiche eines 57 Jahre alten Familienvaters aus Herbstein (Vogelsberg). Er war auf einer Höhe von 2.400 Metern auf einem nassen Stein ausgerutscht und rund 100 Meter ein felsiges Bachbett hinuntergestürzt.

Bei der Bergung seiner Leiche machten die Bergretter eine grausige Entdeckung: Sie stießen auf die Leiche eines weiteren, ebenfalls 57 Jahre alten Mannes. Der aus Baden-Württemberg stammende Wanderer war offenbar ebenfalls durch das Bachbett gestürzt.

Im Juli verunglückte ein 55-jähriger Mann aus der Wetterau beim Bergwandern tödlich. Auf dem Alpenkönigweg in Tirol war er nach Angaben der Polizei in felsigem Gelände auf einem nassen Steig ausgerutscht und 300 Meter in die Tiefe gestürzt.

Sendung: hr-iNFO, 27.09.2018, 18 Uhr