Ein Großvater wollte zur Einschulung seiner Enkelin - und ist hunderte Kilometer in die falsche Richtung gefahren. Statt nach Nidderau lotste ihn sein Navi nach Rostock.

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Audioseite Fahrt zur Einschulung in Nidderau endet in Rostock

Mädchen mit Schultüte
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Auf dem Weg zur Einschulung seiner Enkelin hat sich ihr Großvater am Mittwoch verfahren - und zwar ordentlich. Der 92-Jährige war laut Polizei am Vormittag mit seinem Auto in Bad Hersfeld gestartet. Er vertat sich aber offenbar bei der Eingabe ins Navigationsgerät und gab nicht wie geplant eine Adresse in Nidderau-Heldenbergen (Main-Kinzig) ein. Radio FFH hatte zuerst berichtet.

Gegen 11.30 Uhr hatte der Mann sich noch bei seinem Sohn gemeldet, um zu sagen, dass er nun losfahre. Als er um 17 Uhr immer noch nicht in Nidderau angekommen war, schaltete der Sohn die Polizei ein. Die Beamten fragten bei anderen Dienststellen und beim Rettungsdienst nach. Eine Streife fuhr die Strecke von Bad Hersfeld nach Nidderau ab. Doch von dem 92-Jährigen fehlte jede Spur.

Handyortung nach richterlichem Beschluss

Schließlich ließ die Polizei nach richterlichem Beschluss das Handy des Mannes orten - und entdeckte es in Rostock. Unterdessen meldete sich die Wirtin einer Pension in Rostock bei dem Sohn des 92-Jährigen: Dieser sei mit einer Autopanne bei ihr gestrandet. Die Polizei vor Ort fuhr hin, auch eine Rettungswagenbesatzung sah nach dem Mann. Es sei soweit alles in Ordnung gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der 92-Jährige übernachtete nach der langen Fahrt in der Pension.

Der Sohn habe am Donnerstag erstmal seine Tochter zur Schule gebracht und sei dann nach Rostock aufgebrochen, um seinen Vater abzuholen, sagte der Polizeisprecher weiter, schließlich sei dessen Auto ja kaputt. Die Beamten vermuteten, dass es die Adresse in Nidderau irgendwo an der Ostsee auch geben könnte. Welchen Ort genau der 92-Jährige eingegeben hatte, sagte der Sprecher nicht. Der Sohn hatte angegeben, sein Vater sei fit und könne gut Auto fahren.

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