Eine gesperrte Autobahn.

Geschlagene zweieinhalb Stunden war die A45 in der Nacht auf Sonntag am Langenselbolder Dreieck gesperrt. Dabei hatte sich nur ein Mini-Unfall ereignet. Aber dann wurde es kompliziert.

Geringer Anlass, große Aufregung: Weil um kurz nach eins in der Nacht zum Sonntag ein Kleintransporter auf das Auto einer 29-Jährigen auffuhr, musste die A45 beim Langenselbolder Dreieck (Main-Kinzig) in Richtung Aschaffenburg voll gesperrt werden. Wie die Polizei mitteilte, standen beide Fahrzeuge auf der linken Spur, und der von einem 37-Jährigen gesteuerte Kleintransporter war nicht mehr fahrbereit.

Dabei stellten die Polizisten fest, dass der Transporter mit acht Personen offenbar überladen war. Entsprechend dauerte es, bis ein Großraumtaxi vor Ort war, das die Beteiligten aufnehmen konnte und bis ein geeignetes Abschleppfahrzeug vor Ort war. Bis 3.40 Uhr leiteten die Beamten den Verkehr über die Kreisstraße um.

"Er durfte seine Bierflasche nicht austrinken"

Bei der Gelegenheit landeten die Beamten auch noch einen weiteren Treffer: Ein 46-Jähriger kam gegen 3.30 Uhr zwischen Warnfackeln und Absperrbaken hindurch an die Unfallstelle gefahren. Polizisten, Abschleppunternehmer und die Unfallbeteiligten mussten ihm zum Teil ausweichen.

Die Polizei schreibt in ihrer Mitteilung süffisant, die Blutprobe werde zeigen, ob der Mann "wegen der Dunkelheit oder seines Alkoholpegels die Sperrung nicht rechtzeitig erkannte". Ein Atemalkoholtest sei jedenfalls positiv ausgefallen, zudem habe sich im Auto eine offene Bierflasche befunden.

"Er durfte seine Bierflasche nicht austrinken, musste seinen Führerschein bei den Beamten abgeben und für sein Auto wurde ein weiterer Abschleppdienst bestellt", heißt es in der Mitteilung.