Ein Lkw steht auf dem rechten Standstreifen einer Autobahn. Drumherum Einsatzkräfte von Feuerwehr und Notfallrettung.

Die A5 in Richtung Darmstadt war bis zum Nachmittag stundenlang voll gesperrt. Zwischen Weiterstadt und Langen war Salzsäure aus einem Gefahrgut-Lkw ausgelaufen.

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A5 nach Unfall wieder befahrbar

Unfall auf A5
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Auf der A5 zwischen Weiterstadt (Darmstadt-Dieburg) und Langen (Offenbach) hat ein Zwischenfall mit einem Gefahrgut-Lkw Donnerstag bis zum frühen Abend für massive Verkehrsbehinderungen gesorgt. Die Autobahn musste zunächst in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden.

Erst am Nachmittag kam der Verkehr wieder ins Rollen: Zunächst war die Fahrtrichtung in Richtung Frankfurt freigegeben worden, dann konnte der Verkehr auch in Richtung Darmstadt zumindest einspurig wieder anlaufen.

500 Meter-Sicherheitszone um Lkw

Am frühen Abend hatte sich der Verkehr an dem Abschnitt dann wieder normalisiert, wie Sprecher der Autobahnpolizei sagte. "Seit 17 Uhr läuft der Verkehr auf allen Spuren wieder". Es gebe auch keinen Stau mehr, bestätigte er.

Einsatzkräfte hatten am Mittag nahe der Raststätte Gräfenhausen eine Sicherheitszone von 500 Metern rund um einen qualmenden Lkw herum eingerichtet. Der Lkw habe aber nicht gebrannt, erklärte ein Sprecher. Er hatte Salzsäure geladen, die offenbar austrat.

Fahrer bemerkt beißenden Geruch

Der Fahrer habe im Stau stehend plötzlich beißenden Geruch bemerkt, teilte die Polizei mit. Eine "nicht geringe Menge" Salzsäure sei ausgetreten und auf die Fahrbahn gelaufen. Zwei in der Nähe des Lastwagens befindliche Rettungssanitäter klagten danach über Beschwerden der Atemwege und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert.

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A5: Vollsperrung wegen Gefahrgut-Lkw

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Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr stellten anschließend fest, dass offenbar ein undichtes Ventil Grund für den Gefahrstoffaustritt war. Eine Spezialfirma reinigt nun die Fahrbahn, zudem wird untersucht, wie viel Salzsäure genau ausgelaufen ist.

Nach entsprechender Abdichtung des Tanklasters aus dem Emsland (Niedersachsen), konnte er auf die Rastanlage Gräfenhausen-West geleitet und die Fahrbahnen wieder freigegeben werden.