Grashalme sind mit Spinnennetzen bedeckt.

Sonnenschein und bis zu 25 Grad: Pünktlich zum Herbstanfang machen sich in Hessen Altweibersommer-Gefühle breit. Von "leichten Störungen" abgesehen, könnte diese Wetterlage noch eine ganze Weile andauern.

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Der Herbst zeigt sich anlässlich seines kalendarischen Beginns am Mittwoch von seiner besten Seite: Die Sonne scheint und die Temperatur erreicht im Tagesverlauf mäßig warme Werte. Diese ruhige Lage hat einen Namen, es handelt sich um den sogenannten Altweibersommer.

Tau auf Spinnweben

Der Ausdruck hat nichts mit älteren Frauen zu tun, sondern kommt vom Altdeutschen "weiben", was heute weben heißt, wie hr-Meteorologe Tim Staeger erläutert. Das wiederum bezieht sich auf Spinnweben, auf die sich nachts Tau setzt, der morgens von der Sonne beleuchtet wird.

Der Altweibersommer beginnt immer etwa um den 20. September und kann laut Staeger oft bis in den Oktober gehen. Das Herbst-Hoch sei ein "Witterungsregelfall". Heißt: In vier von fünf Jahren gibt es den Altweibersommer.

Bis zu 25 Grad am Samstag

Aktuell bringt Hoch Kerstin von den Azoren über West- nach Mitteleuropa Sonnenschein. In Südhessen ist es durchgängig schön, im Norden ist der Himmel wegen eines Tiefs auch mal dichter bewölkt. Das macht sich bei den Höchstwerten bemerkbar: Während im Süden am Donnerstag bis zu 23 Grad und am Freitag bis zu 22 Grad erreicht werden, bleibt es in Nordhessen ein paar Grad kühler.

Mindestens bis zum Wochenende kommt immer wieder das Hoch zum Zug, wie Staeger weiter sagt. Am Samstag sind bis zu 24 Grad drin, vielleicht auch 25 Grad. "Das wäre dann ein amtlicher Sommertag", betont der Meteorologe.

Tiefausläufer am Montag

Der leicht bewölkte oder klare Himmel sorgt für kalte Nächte. In ungünstigen Lagen kühlt es Staeger zufolge bis nahe 0 Grad ab. In Tälern und in der Nähe von Gewässern bildet sich oft Nebel. "Morgens ist man mit einer Übergangsjacke gut beraten", sagt Staeger.

In Richtung Montag könnte sich in Hessen von Westen ein Tiefausläufer bemerkbar machen. Staeger spricht von einer "leichten Störung", ein richtiger Umschwung sei nicht in Sicht. Kommende Woche könnte es demnach mit dem ruhigen Herbstwetter weitergehen.

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