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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kinder sexuell missbraucht - Hesse unter Verdächtigen

Kind sitzt auf dem Boden und vergräbt seinen Kopf zwischen den Armen

Unter dem Verdacht des schweren Kindesmissbrauchs haben Ermittler vier Männer festgenommen. Einer von ihnen kommt aus Hessen. Ihre Taten sollen die Verdächtigen gefilmt und die Dateien getauscht haben. Das jüngste Opfer ist elf Monate alt.

Die Ermittler hatten zunächst in Bergisch-Gladbach in Nordrhein-Westfalen zugeschlagen. Dort durchsuchten sie die Wohnung eines 42-Jährigen, der wegen Ermittlungen der Kasseler Staatsanwaltschaft in einem anderen Fall von Kinderpornografie in den Fokus der Fahnder geraten war.

Tausende Dateien gefunden

Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler tausende Bilder und Videos, auf denen Kinder sexuell missbraucht wurden, wie der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob am Donnerstag berichtete. Die Auswertung von Chat-Verläufen auf dem Computer des 42-Jährigen führte zu weiteren Verdächtigen, darunter auch der 38-Jährige aus Niedernhausen (Rheingau-Taunus).

Er kam wie der 42-Jährige in Untersuchungshaft, ebenso ein 26-jähriger Bundeswehrsoldat aus dem Raum Wesel (Nordrhein-Westfalen). Ein Verdächtiger aus dem Raum Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) sollte noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Es sei nicht auszuschließen, dass es noch mehr Beteiligte gebe, sagte ein Polizeisprecher.

Jüngstes Opfer unter einem Jahr alt

Bei den mindestens sechs Opfern handele es sich um die Kinder und Stiefkinder der Verdächtigen. Sie seien zwischen elf Monaten und zehn Jahren alt. "Sie sehen mich fassungslos und bestürzt in Anbetracht der schrecklichen Taten", sagte Jacob.

Den Ermittlungen zufolge haben sich die Verdächtigen die Aufnahmen von ihren Taten gegenseitig über das Internet zugeschickt. Ob sie sich persönlich kennen und getroffen haben, sei noch nicht geklärt. Von einem Kinderporno-Ring wollte Becker vorerst nicht sprechen. "Dazu ist es zu früh."

Weitere Personen beteiligt?

Die Kölner Polizei hat 20 Beamte abgestellt. Sie sollen unter anderem die sichergestellte Datenmenge von mehr als drei Terabyte auswerten, um mögliche weitere Opfer und Verdächtige auszumachen. Die Auswertung werde aber längere Zeit in Anspruch nehmen.

Sendung: hr-iNFO, 31.10.2019, 17.40 Uhr